Winterliche Schutzmechanismen oder Mandel-Tarte mit Blutorange

Mandel-Tarte mit Blutorange

Ich weiß nicht, wo das her kommt, aber momentan habe ich einen verstärkten Bedarf an Kuchen mit Zitrusfrüchten :D Das ist bestimmt ein versteckter Schutzmechanismus von meinem Körper. Denn viel Vitamin C soll im Winter ja gut gegen Erkältung helfen. Und – ich klopfe gerade einmal auf Holz – bisher war ich diesen Winter auch noch nicht krank :) Scheint also zu helfen! Um ein bisschen Abwechslung zu haben, sollte es dieses Mal ein Kuchen mit Blutorangen sein. Viel Blutorangen, denn das heißt schließlich auch viel Vitamin C. Und je mehr dann von dem Kuchen gegessen wird, desto besser. Alles für die Gesundheit! :D

Nachdem ich den ersten Schritt in Richtung Kuchen mit Blutorangen getan und mir ein großes Netz Blutorangen besorgt hatte, fing das große Überlegen an. Blutorange mit weißer Schokolade? Blutorange mit Marzipan? Blutorange mit Vanille? Blutorange als Guss, im Kuchen oder auf dem Kuchen? Glaubt mir, ich habe das alles sorgsam abgewägt und es hat mich die ein oder andere schlaflose  Nacht gekostet, bis ich mich endlich entschlossen hatte, was es nun werden soll  (zum Glück haben sich die Blutorangen so lange gehalten :D ). Schlussendlich habe ich mich für eine Tarte mit Blutorangenfilets entschieden, denn hier kommt die tolle Farbe einfach am besten zur Geltung. Wenn man schon die Blutorangen irgendwo beim Obsthändler ergattert hat, soll man sie schließlich auch sehen, oder? :)
Unter den wunderschönen Blutorangen versteckt sich eine Mandelcreme. Süß, cremig, mandelig und der perfekte Gegenspieler für die Blutorangen – Mandel und Blutorange passen einfach zusammen :) Und ich muss gestehen das Kakaopulver ist eigentlich nur im Mürbeteig gelandet, weil ich dachte, dass das optisch den perfekten Rahmen für die Blutorangenfilets gibt. Glücklicherweise passt es geschmacklich mindestens genau so gut :) Muss man also nicht nur machen, wenn man ein paar Fotos von der Tarte knipsen möchte, sondern auch, weil es einfach schmeckt :) Ach ja…ein großes Glas Latte Macchiato passt NATÜRLICH auch noch dazu ;-)

Mandel-Tarte mit Blutorange

Dauer: 40 Minuten + 20 Minuten Backzeit

Hilfreich: Längliche Tarteform (ca. 30 cm x 10 cm)

Schokoladenmürbeteig

  • 60 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  • 170 g Mehl
  • 30 g Kakaopulver

Alle Zutaten zusammen mit einer Prise Salz zu einem Mürbeteig verkneten. Ausrollen und den Boden, sowie den Rand der Tarteform damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen (dann bilden sich beim Backen keine Luftblasen). Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 10 Minuten backen. In dieser Zeit die Mandelfüllung zubereiten.

Mandelfüllung & Dekoration

  • 100 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 120 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 30 g Butter
  • 1 TL Stärke
  • 2 Eigelb
  • 3 Blutorangen

Während der Tarte-Boden im Ofen ist, die Füllung zubereiten. Dafür die Stärke mit 2 EL Milch in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Die restliche Milch zusammen mit den Mandeln, Zucker und Butter in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen. Unter Rühren die Stärkemischung dazu gießen und erneut aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und die Eigelb unterrühren. Wenn der Boden 10 Minuten im Ofen war, die Füllung darauf verteilen. Die Tarte weitere 12-15 Minuten fertig backen. Die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein. Abkühlen lassen.

Die Blugorangen filetieren. Dazu mit einem scharfen Messer „Deckel“ und „Boden“ der Blutorange abschneiden. Dann die restliche Schale ringsum von oben nach unten abscheiden, sodass auch die weiße Haut entfernt wird. Danach sollte die Blutorange komplett von der Schale befreit sein. Nun die Filets heraus schneiden. Dazu an den Trennwänden entlang schneiden und die Filets heraus lösen. Die Tarte mit den Filets belegen.

Mandel-Tarte mit Blutorange

Lieber selbstgemacht oder Sesam-Grissini mit Curry

Sesam-Grissini mit Curry

Hier haben wir mal wieder ein tolles Beispiel für: Warum bin ich nur nicht schon früher auf die Idee gekommen das selbst zu machen?! Aber man lernt ja nie aus :) Seit kurzem mache ich also nicht nur meine gebrannten Mandeln und mein Knuspermüsli, sondern eben auch Grissini selbst :) Die kleinen Stängelchen sind schneller gerollt als man denkt und wenn sie ein bisschen unregelmäßig werden, sieht das sogar noch viel besser aus! :) Überlegt nur mal was für Grissini-Möglichkeiten sich auf einmal auftun! Denn wenn man den Teig selbst herstellt, bestimmt man schließlich auch selbst was alles hinein wandert. Da können die blassen Dinger, die es zu kaufen gibt, eigentlich nur noch blasser vor Neid werden :D

Mit einem Teig lässt sich eine ganze Grissini-VARIATION backen :) Mohn, Zitronenschale und Parmesan. Getrocknete Tomaten und italienische Kräuter. Kakaopulver und Chilli. Oder eben Curry und Sesam. Dafür habe ich hier gleich das Rezept und für die anderen Varianten einfach Sesam und Curry-Pulver austauschen ;-)

Sesam-Grissini mit Curry

Dauer: 30 Minuten + 30 Minuten Backzeit + 60 Minunten Zeit zum Gehen

Menge: 3 Bleche , ca. 2 volle Hände

  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 250 g Mehl
  • 60 ml Olivenöl
  • 1/2 Pck Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 gestr. EL Salz
  • 30 g Sesam
  • 1 1/2 TL Thai Curry-Pulver

Das Wasser mit dem Zucker, der Trockenhefe und 1 EL Mehl verrühren und kurz stehen lassen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig nochmal gut durchkneten und in kleine Portionen aufteilen. Daraus lange, dünne Grissini von ca. 20 cm Länge formen. Falls der Teig zu sehr klebt, etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen. Die Grissini auf ein Blech mit Backpapier legen und im vorgeheizten Ofen bei 140 °C ca. 30 Minuten backen, bis sie knusprig sind. Abkühlen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Sesam-Grissini mit Curry

Stückberechnung oder karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran

Karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran

Karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran. Ich weiß gar nicht, ob ich noch weiter schreiben muss :) Backt diese Tarte, schnappt euch einen großen Becher Kaffee und schließt euch am besten irgendwo ein :) Denn ihr müsst euch diese Tarte als eine Kombination aus knusprigstem Mandelmürbeteig und einem Crème Brûlée mit Orange und Safran vorstellen. Natürlich noch mit einer knackigen Karamellschicht. Denn die nehmen wir vom Crème Brûlée auch noch mit! Glaubt mir, das schmeckt MINDESTENS genau so gut, wie man sich das jetzt im Kopf ausmalt. Habe ich ganz ohne Eigennutz für euch ausführlichst getestet – selbst das 2. und 3. Stück und theoretisch auch das 4. werden nicht enttäuschen :) 4 Stück habe ich natürlich nicht gegessen… Bzw. gehen 4 eher kleine Stücke doch sowieso als 3 durch, oder? :)

Karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran

Dauer: 40 Minuten + 35 Minuten Backzeit

Hilfreich: Flambierbrenner, Tarteform mit 20 cm Durchmesser

Mandelboden

  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 120 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 70 g weiche Butter

Alle Zutaten mit einer Prise Salz zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig rund ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 15 Minuten backen. Falls der Boden doch Blasen schlagen sollte, mit einem Löffel den noch heißen Teig nach unten in die Form drücken (wenn der Boden abgekühlt ist, geht das nicht mehr, da sonst der Teig bricht!).

Karamellisierte Orangen-Creme mit Safran

  • 125 ml Sahne
  • 75 ml frisch gepresster Orangensaft
  • Abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Orange (ersatzweise kann man auch die Schale von 1 Bio-Zitrone verwenden)
  • 10 g + 2 EL Zucker
  • 2 frische Eigelb
  • einige Fädchen Safran

Die Sahne zusammen mit dem Orangensaft, der Orangenschale, 10 g Zucker und dem Safran in einem Topf unter Rühren aufkochen lassen. Die Eigelb in einer Schüssel verrühren und unter Rühren dann die Sahne-Mischung in einem dünnen Strahl dazu gießen. Die Sahne-Mischung auf den vorgebackenen Boden geben und im vorgeheizten Ofen bei 110°C ca. 20 Minuten backen, bis die Creme gestockt ist (dafür ein bisschen an der Form rütteln um das zu Prüfen). Abkühlen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen, wenn die Tarte nicht sofort serviert wird. Kurz vor dem Servieren die Tarte aus der Form lösen und mit 2 EL Zucker bestreuen. Mit einem Flambierbrenner den Zucker zu einer Zuckerkruste karamellisieren.

Karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran

Frühlingssehnsucht oder Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch

Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch

So langsam könnte der Frühling kommen, oder? Nur ein kleines bisschen :) Das wäre ja schon genug. Ich habe allerdings die starke Vermutung, dass es noch etwas dauern könnte, bis er sich blicken lässt. Hm. Um zumindest ein bisschen Frühling zu meinem Kaffee dazu zu haben, habe ich mir als tröstenden Ersatz einen frühlingshaften Marmorkuchen gebacken. Statt verstrudeltem Schokoladen- und Vanilleteig gibt es einen zart rosa Himbeer- und Zitronenteig mit Buttermilch. Das ist schön fruchtig frisch und die Buttermilch macht den Kuchen unglaublich saftig. Außerdem erinnert mich dieses Rosa einfach an Frühling, wenn die ersten Blümchen blühen. Bis das draußen tatsächlich so weit ist, kuschel ich mich einfach noch eine Weile mit meinem Kaffee in die Decke auf der Couch und futtere frühlingshaften Marmorkuchen :)

Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch

Dauer: 20 Minuten + 45 Minuten Backzeit

Hilfreich: Gugelhupfbackform

Himbeer-Marmorkuchen

  • 180 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier
  • 240 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 300 ml Buttermilch
  • 80 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 2 TL Rote Beete-Pulver (statt dessen kann man auch rote oder rosa Lebensmittelfarbe nehmen)
  • 2 TL Himbeerpulver
  • 1 TL Zitronensaft
  • Mehl, Mandelblättchen, Butter für die Backform, wenn es keine Silikonbackform ist

Die Backform mit Butter einfetten und mit Mandelblättchen und Mehl ausstreuen, damit der Kuchen später nicht an der Form haften bleibt. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Dann die Eier unterrühren und anschließend Mehl, Backpulver, Buttermilch, Mandeln und Zitronenschale unterrühren. Die Hälfte des Teigs in die Form geben. Unter die andere Hälfte das Rote Beete- und Himbeerpulver, sowie den Zitronensaft rühren. Den rosa Teig nun ebenfalls in die Form füllen und mit einer Gabel leicht marmorieren. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Guss

  • 65 g Puderzucker
  • 2-3 TL Buttermilch
  • Himbeerpulver

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, den Puderzucker mit zunächst 2 TL Buttermilch verrühren, sodass ein dickflüssiger Guss entsteht (falls der Guss noch zu dick ist, etwas mehr Buttermilch dazu geben). Den Kuchen damit bestreichen und noch etwas Himbeerpulver darüber geben.

Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch