Drei in einer Woche oder Cheesecake mit Dattelkaramell

Cheesecake mit Dattelkaramell

Also diese eine Woche wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Denn es war die Woche in der ich drei Cheesecakes gebacken… und natürlich auch gegessen habe :D Wie es genau zu dieser Es(s)kalation kam, muss ich euch unbedingt verraten:

Ich hatte das Rezept schon vor meinem geistigen Auge fertig. Ein schön heller, cremiger Cheesecake, der von samtigem Dattelkaramell gekrönt wird. So weit, so gut. Beim ersten Versuch habe ich mit dem Mürbeteig den Boden und Rand der Form ausgekleidet. Leider hat sich nach dem Backen die Cheesecakemasse etwas zusammen gezogen und sich von dem Rand äußerst unschön distanziert. Dattelkaramell hatte ich schon während des Backens parallel zubereitet und ist dann erstmal nicht auf dem Kuchen, sondern im Kühlschrank gelandet. Der Cheesecake hat trotz allem gut geschmeckt, nur ist er eben nicht fotografiert worden.

Beim zweiten Versuch dachte ich, dass ich besonders schlau bin und habe den Rand aus Mürbeteig einfach weg gelassen. Doch weit gefehlt, der Kuchen war noch schlauer :D Denn auch ohne Rand und leicht veränderten Zutaten ist der Cheesecake nach dem Backen relativ unästhetisch zusammen geschrumpelt. Geschmeckt hat auch der zweite Anlauf, nur optisch hat es mir nicht gemundet :D

Nach diesen zwei Fehlschlägen war ich eigentlich schon so weit den Dattelkaramell pur zu löffeln :D Doch irgendwie konnte ich das dann doch nicht auf mir sitzen lassen. Ich habe den alten Rezeptentwurf weg geschmissen und alles nochmal neu gemacht – Beste Idee seit langem! :) Denn das Ergebnis ist genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein schön heller, ultra cremiger Cheesecake mit einer frischen Zitronennote, der nur noch durch einen knusprigen Mandelboden und einem samtigen Dattelkaramell ergänzt wird. Yummy!

Im Nachhinein kann ich euch nur dringendst empfehlen den Kuchen auch drei Mal in einer Woche zu backen – aber gleich mit dem besten Rezept ;-)

Cheesecake mit Dattelkaramell

Dauer: 45 Minuten + 60 Minuten Backzeit + 1 Nacht Kühlzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 15,5 cm Durchmesser (oder doppeltes Rezept für 22 cm Durchmesser), Pürierstab

Mandelboden

  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Mehl
  • 30 g Zucker
  • 40 g weiche Butter
  • Salz

Ofen auf 180 °C vorheizen.

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und den Boden der Backform damit auskleiden. Den Mandelboden 10 Minuten im Ofen vorbacken. Nach dem Backen, so lange der Boden noch heiß ist, mit einem Löffel den Boden nochmal gut in die Form drücken. Abkühlen lassen.

Cheesecake

  • 280 g Doppelrahmfrischkäse
  • 15 g (1 1/2 EL) Stärke
  • 70 g Zucker
  • 200 g Ricotta
  • 50 ml Sahne
  • Abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Den Ofen auf 140 °C vorheizen.

Zunächst Stärke und Zucker mit dem Frischkäse glatt rühren. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einer glatten Masse verrühren. Die Cheesecake-Masse auf den abgekühlten Boden geben und glatt streichen.

Im Ofen 50 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und zunächst auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und am besten über Nacht durchkühlen lassen.

Dattelkaramell

  • 125 g + 3-4 getrocknete Datteln ohne Stein
  • 110 ml Wasser
  • Zimt
  • Salz
  • Mandelblättchen

125 g Datteln grob hacken und mit dem Wasser in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann abkühlen lassen. Die Datteln zu einer feinen Paste pürieren. Eventuell noch etwas mehr Wasser dazu geben, bis eine samtige, karamellartige Creme entsteht.

Den Dattelkaramell auf dem Cheesecake verteilen.  Die 3-4 Datteln in Ringe schneiden und den Cheesecake damit und mit Zimt, Mandelblättchen und Salz dekorieren.

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Cheesecake mit Dattelkaramell

Wie jedes Jahr oder Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Wie jedes Jahr lege ich eigentlich keinen besonderen Wert auf den Valentinstag. Man kann schließlich seinen Liebsten auch an jedem anderen Tag eine Freude machen, oder? :) Aber wie jedes Jahr, reizt es mich dann doch ab Anfang Februar das Herzchenthema in kulinarischer Form irgendwie aufzugreifen. Seht das aber bitte als Anregung – wie gesagt – für das ganze Jahr und nicht nur einen bestimmten Tag ;-)

Beim Durchstöbern der älteren, herzigen Rezepte ist mir aufgefallen, dass es eigentlich immer mit Kuchen und lustigerweise auch mit Himbeeren zu tun hat:

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Dieses Jahr gibt es zur Abwechslung mal etwas Anderes! Walnüsse tatt Himbeeren. Herzchen sind ein Muss und Brownies sind natürlich auch Kuchen, aber ganz genau genommen, sind es eher Energiekugeln in Herzchenform. Kein Backen und absolut saftige, schokoladige Dingerchen, bei denen die Frühjahresmüdigkeit überhaupt keine Chance hat!

Wenn man sie komplett mit Schokolade überzieht, dann könnten sie sogar als gesunde Pralinen durchgehen…Zu einem kleinen Espresso ist das auf jeden Fall mein neuer Lieblingssnack :) Und ob ich davon überhaupt welche abgeben möchte – egal an welchem Tag – muss ich mir nochmal gründlichst überlegen :D

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Dauer: 30 Minuten + 1 Nacht Kühlzeit

Hilfreich: Herzausstecher, Pürierstab, Nudelholz

Brownie-Herzchen

  • 180 g getrocknete Datteln ohne Stein
  • 100 ml Wasser
  • 60 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 60 g gemahlene Haferflocken
  • 50 g Kakaopulver
  • 20 g geschrotete Leinsamen
  • 70 g gemahlene Walnüsse
  • 50 g Walnüsse
  • 2 Msp Zimt
  • 3 Msp Salz

Die Datteln grob hacken und mit dem Wasser in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann abkühlen lassen. Die Datteln zu einer feinen Paste pürieren.

Dattelpaste mit den restlichen Zutaten zu einer klebrigen Masse verkneten. Die Masse zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie geben und mit einem Nudelholz auf ca. 1,5 cm Dicke ausrollen. In der Frischhaltefolie eingepackt über Nacht kalt stellen.

Schokoladenguss

  • 50 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 10 g Kokosöl
  • 1 TL Kakaopulver

Alle Zutaten in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen.

Aus der Brownie-Masse Herzchen in verschiedenen Größen ausstechen. Einige Herzchen mit einer Gabel komplett in den Guss tauchen, die Unterseite gut am Topfrand abstreichen und auf ein Backpapier legen zum Festwerden. Den restlichen Guss in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. Feine Schokoladenlinien auf die restlichen Herzchen malen.

Die Brownie-Herzchen abgedeckt im Kühlschrank lagern.

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Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Alles anders oder Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dieses Jahr ist einfach alles anders. Konsequenterweise dann auch die Vorweihnachtszeit: Mehr Zeit zu Hause, mehr Zeit für sich. Kein Weihnachtsmarkt. Aber irgendwie war alles auch viel ruhiger und besinnlicher als die vorherigen Jahre.

Wie ihr an den letzten Rezepten gemerkt habt, gab es dieses Jahr tatsächlich auch keine Kekse von mir! Denn keine Rezepte für euch bedeutet automatisch keine Kekse für mich :D Das hätte ich wirklich niiiiiie für möglich gehalten und doch ist es so passiert. Zum Glück kann ich an dieser Stelle ganz entspannt auf meine Rezepte aus den letzten Jahren verweisen :)

Hier meine Favoriten:

Als Keksersatz haben wir dafür ein kleines, feines Weihnachtsbäumchen vor der Eingangstür stehen und gerade heute habe ich die nächste Portion Nuss-Nougat-Trüffel gemacht :) Verhungern werden wir also ohne Kekse auch nicht :D

Am Wochenende habe ich dieses Jahr statt Keksen einfach eher mal Waffeln oder Kuchen gebacken. Und die waren schneller weg als ich meine Kamera zücken konnte. Ganz im Sinne von 2020 habe ich mir gesagt: Dann ist es halt so :D Ein bisschen mehr Glück hatte ich dann aber beim Pekannuss-Mousse. Und ohne dass ich das jetzt schönreden müsste – mit Abstand war das auch das beste Rezept von allen!

Pekannuss-Mousse

Am meisten Aufwand bei dem Mousse sind die gebrannten Pekannüsse. Aber hier kann man auch einfach mehr machen und sich direkt selbst entschädigen…die Arbeit bleibt ja die gleiche, egal wie viele Pekannüsse man karamellisiert :) Der Rest ist dann wirklich nicht mehr viel und man wird mit dem samtigsten, cremigsten, luftigsten Mousse belohnt! Ein Mousse was wunderbar nussig, sahnig schmeckt, ein bisschen besonders ist (oder habt ihr schonmal Pekannuss-Mousse gegessen?! :D) und sich obendrein noch wunderbar vorbereiten lässt.

Wer sich die Bilder genauer anschaut, der sieht, dass ich ja mit SternKEKSEN dekoriert habe. Ich bleibe allerdings bei meiner Aussage, dass ich nicht gebacken habe… Denn die Kekse habe ich mir einfach von meiner Mutter „ausgeliehen“ ;-)

Da dieses Rezept wohl das letzte für dieses Jahr sein wird, möchte ich mich bei euch allen für das fleißige Kommentieren, Lesen und Nachbacken bedanken! Ich wünsche euch allen gemütliche Feiertage, einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und dass eure Keksteller voller sind als meiner :)

Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dauer: 40 Minuten + 1 Nacht Kühlzeit

Menge: 6 kleine Gläschen

Hilfreich: Handrührer oder Küchenmaschine, Standmixer

Pekannuss-Mousse

  • 100 g Pekannüsse
  • 40 g Zucker
  • 10 ml Wasser
  • 125 ml Milch
  • Gemahlene Gelatine entsprechend 1 1/2 Blatt Gelatine
  • 125 ml Sahne

Wer ein paar gebrannte Pekannüsse pur knuspern möchte, karamellisiert hier einfach mehr Nüsse und verwendet dann nur einen Teil für das Mousse.

Den Ofen auf 100 °C vorheizen, dann die Pekannüsse in den Ofen geben und für ca. 2 Minuten erwärmen. In der Zwischenzeit Zucker mit Wasser in einer Pfanne aufkochen. Dann die Nüsse dazu geben und unter Rühren die Nüsse karamellisieren, bis sie mit einem goldgelben Zuckerschicht umhüllt sind. Die karamellisierten Nüsse auf ein Backpapier geben und mit zwei Gabeln etwas separieren. Abkühlen lassen.

Die karamellisierten Pekannüsse in einen Mixer geben und sehr fein mahlen. Die Milch dazu geben und weiter mixen, bis eine glatte Creme entsteht.

Die Gelantine nach Packungsanleitung einweichen. 2 EL der Pekannusscreme in einen kleinen Topf geben und mit der eingeweichten Gelatine leicht unter Rühren erwärmen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Gelatine-Pekannusscreme unter Rühren unter die restliche Pekannusscreme rühren. Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Pekannusscreme heben. Alles in kleine Gläser füllen und abgedeckt über Nacht kalt stellen.

Dekoration

  • Kekssterne
  • essbares Goldpuder/Goldspray
  • 1 EL geschlagene Sahne
  • 1 EL fein gehackte Pekannüsse
  • Zuckersternchen

Die Kekssterne mit Goldpuder oder Goldspray vergolden. Je einen kleinen Klecks Sahne auf das Pekannuss-Mousse geben, einen Stern in die Sahne stecken und mit gehackten Nüssen und Zuckersternchen dekorieren. Anschließend servieren.

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Pekannuss-Mousse

Das vergessene Puder oder Nuss-Nougat-Trüffel

Nuss-Nougat-Trüffel

Wenn ich nachts nicht schlafen kann, dann plane ich ganz gerne meine neuen Rezeptideen. Nicht etwa weil das so einschläfernd auf mich wirkt, sondern weil ich dann wenigstens das Gefühl habe, dass ich die Zeit sinnvoll nutze :D Und eine viel bedeutendere Nacht als die, in der ich auf die Idee kam Nuss-Nougat-Trüffel zu machen, könnte es fast nicht geben, oder? :) Vor allem reden wir hier von einer zart schmelzenden, intensiv schokoladigen Trüffelmasse mit knusprigen, gerösteten Haselnüssen und einem Hauch Nougat. Zum DA-HIN-SCHMEL-ZEN! :)

Weiterhin hatte ich mir in dieser Nacht gleich noch überlegt, wie die Fotos dazu aussehen könnten. Eher dunkel, damit die samtigen Pralinchen ins richtige Licht gerückt werden. Am besten mit etwas Tannengrün und der absolute Knaller: Ich wollte etwas essbares Goldpulver auf die dunklen Trüffel stäuben. Denn der Effekt hatte mir bei den gebrannten Schokoladenmandeln schon so gut gefallen und in diesem Fall habe ich mir einfach erlaubt, mich selbst zu kopieren :D Es spricht ja erstmal nichts gegen Kreativitätsrecycling… :)

Nun könnt ihr ganz leicht erkennen, dass bei den Bildern dass mit dem eher dunkel und dem Tannengrün wunderbar funktioniert hat. Das mit dem Goldpuder ist mir eingefallen, als ich dabei war die Schleife um das dritte Tütchen zum Verschenken zu binden. Fotos schon längst gemacht, Chaos für das Fotomachen schon längst beseitigt und eine nicht unerhebliche Menge an Trüffel schon längst vernichtet. An der Bilderflut (ich kann mich einfach NICHT entscheiden :D) seht ihr allerdings, dass mir die Bilder trotz allem doch recht gut gefallen :)

Tja. Jetzt bleibt mir wohl nichts anders übrig, als diese eindeutigen Zeichen zu erkennen und entsprechend zu handeln – Ich muss wohl oder übel nochmal einen neuen Schwung Trüffel machen, um das mit dem Goldpuder nachzuholen :) Und ganz eventuell sind inzwischen auch die restlichen Trüffel leer und ich brauche DRINGEND Nachschub :D

Nuss-Nougat-Trüffel

Nuss-Nougat-Trüffel

Dauer: 30 Minuten + 20 Minuten zum Rösten der Haselnüsse + 1 Nacht Kühlzeit

Menge: 1 kleine, volle Müslischüssel

Hilfreich: Kleiner Kugelausstecher (oder ein kleiner Löffel)

  • 100 g Haselnüsse
  • 60 g Sahne
  • 100 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 60 g Nougat
  • 10 g Butter
  • 2 Msp lösliches Espressopulver
  • 2 Msp Lebkuchengewürz
  • 3 Msp Salz
  • 3 EL Kakaopulver
  • optional: Essbares Goldpuder

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.

Die Haselnüsse auf ein Blech mit Backpapier geben und ca. 20 Minuten rösten, bis sie etwas Farbe bekommen und sich die Haut leicht ablösen lässt. Abkühlen lassen.

Die Haselnüsse zwischen beiden Händen reiben, sodass sich die Haut ablöst. Haselnüsse fein hacken und 80 g abwiegen.

Sahne mit Espressopulver, Lebkuchengewürz und Salz in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und Kuvertüre, Nougat und Butter dazu geben. Kurz stehen lassen und dann rühren bis eine homogene Masse entsteht. Anschließend gehackte Haselnüsse unterrühren. Die Trüffelmasse in eine Schale geben und vollständig abkühlen lassen. Anschließend mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Am nächsten Tag am besten mit einem kleinen Kugelausstecher Kugeln aus der Trüffelmasse stechen. Alternativ kann man auch kleine Portionen mit einem Löffel abstechen, aber je runder die Pralinen schon sind, desto weniger muss man sie anschließend formen ;-)

Das Kakaopulver auf einen Teller sieben. Die Trüffel zügig zwischen den Händen rund rollen und dann auf das Kakaopulver setzen. Den Teller hin und her schütteln, sodass die Trüffel einmal komplett von dem Kakaopulver umhüllt sind.

Die Nuss-Nougat-Trüffel am besten in einer Dose aufbewahren. Genießen kann man sie entweder kühl schmelzend aus dem Kühlschrank oder bei Raumtemperatur.

Bitte einmal ausdrucken :)

Nuss-Nougat-Trüffel