Hallo 2019

Darf man Mitte Januar noch Jahresrückblicke für 2018 machen? :D Ich bin leicht verunsichert. Allerdings konnte ich mich einfach nicht früher aufraffen, ohne wollte ich auch nicht und jetzt ist es eben so wie es ist. Keine Sorge, nächste Woche gibt es wieder neue Rezepte ;-)

Letztes Jahr ist hier auf jeden Fall einiges passiert an leckerem Essen – es gab 53 neue Rezepte und ich hoffe ihr hattet genau so viel Spaß am Kochen, Backen und Genießen wie ich :)

Ach ja: Ich wünsche euch noch ein frohes, neues Jahr und dass eure Kuchenteller nie leer sein mögen :)

So…jetzt aber genug Gerede – ich habe von 2018 mal eure 8 beliebtesten Rezepte raus gesucht – ich bin gespannt, ob das auch meine persönlichen Favoriten sind :)

Crêpe-Röllchen mit Espresso, Orange und Schokolade

Der 8. Platz geht an meine heiß geliebten Crêpe-Röllchen mit Orange, Espresso und Schokolade. Sehr passend um der aktuellen Orangenflut entgegenzuwirken :)

Karamellisierter Orangen-Tarte mit Safran

Den nächsten Platz belegt die ziemlich leckere, karamellisierte Orangen-Tarte mit Safran. Ich erkenne hier eine deutliche Präferenz für orangenlastige Rezepte :D

6. Platz. 6. Platz? Welcher 6. Platz?! Es gibt keinen!

Chai-Blondies mit Kirschen

Häschen-Pancakes mit Ostereiern

Große Überraschung, den 5. Platz teilen sich nämlich zwei Rezepte ;-) Chai-Blondies mit Kirschen und Häschen-Pancakes mit Ostereiern scheinen euch gleich gut gefallen zu haben. Ich kann euch hier durchaus verstehen :)

Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Leider kurz vor dem Treppchen gescheitert, ist der Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka. Den hatte ich gebacken, als es letztes Jahr diesen brutal heißen Sommer gab. Statt ihn im Ofen zu backen, hätte kurz auf den Balkon stellen wahrscheinlich auch funktioniert :D

Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch

Auf das kleinste Siegertreppchen steigt absolut wohlverdient der saftige Himbeer-Marmorkuchen mit Buttermilch und belegt den 3. Platz! Orange – Orange beim 8. und 7. Platz und jetzt zwei Mal Himbeere. Ich sehe schon, 2018 scheint ein sehr ordentlich sortiertes Jahr gewesen zu sein :)

Wickeltorte mit Erdbeeren

Wirklich nur ganz knapp hat die Wickeltorte mit Erdbeeren den ersten Platz verfehlt. Aber schaut sie euch mal an! Sieger der Herzen, oder? :)

Crêpe-Torte mit Zartbitterschokolade und Erdnüssen

Und ich sehe nun auch ein, warum es eigentlich nur ein EINZIGES Rezept für den ersten Platz geben konnte: Die Crêpe-Torte mit Zartbitterschokolade und Erdnüssen natürlich! Denn wir haben den Jahresrückblick mit Crêpes angefangen, dann muss er auch mit Crêpes aufhören! Hier hatte beim Rückblick 2018 schließlich alles seine Ordnung :D

Ob das auch meine persönlichen Favoriten waren? Hm. Gute Frage :D Ich bin ganz froh, dass ihr mir die Qual der Wahl einfach abgenommen habt, denn ich kann mich nicht so recht entscheiden! Wobei eins der Highlights 2018 für mich war, dass selbstgemacht doch wirklich IMMER besser schmeckt und sich lohnt. Egal ob das Grissinis, Marshmallows oder Schaumküsse sind :)

Normal geht nicht oder schokoladiger Maronenkuchen

Schokoladiger Maronenkuchen

Mir ist aufgefallen, dass es hier noch gar kein Rezept für einen ganz normalen Schokoladenkuchen ohne Schnickschnack gibt! Mit diesem klaren Ziel vor Augen stellte ich mich in die Küche. Mein Blick fiel auf die Packung Maronenmehl. Sollte das eine Prüfung gewesen sein, bin ich wohl mit wehenden Fahnen unter gegangen :D Denn die Idee Schokolade und Maronen zu kombinieren, fand ich sofort absolut backenswert. Sollte das ein Zeichen sein, dann habe ich es sofort erkannt, denn Rezepte für ganz normalen Schokoladenkuchen gibt es vielleicht einfach schon genug! Rezepte für einen saftigen, schokoladigen Maronenkuchen mit einem samtigen Überzug aus Schokoladen-Ganache DEFINITIV noch nicht. Bzw. wenn ihr das hier habt, braucht ihr kein anderes mehr!

Ach und fast hätte ich es noch vergessen! Mit diesem Rezept verabschiede ich mich für dieses Jahr :) Ich wünsche euch schon mal allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch :)

Schokoladiger Maronenkuchen

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 17 cm Durchmesser

Maronenkuchen

  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 100 g Kastanienmehl
  • 5 EL Öl
  • 60 ml Sahne
  • 40 g fein gehackte Vollmilchschokolade
  • 50 g fein gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Pck Backpulver

Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren. Bei 180 °C im Ofen ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Abkühlen lassen.

Schokoladen-Ganache

  • 75 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 75 g gehackte Vollmilchkuvertüre
  • 3 EL Sahne
  • Goldene Zuckerdeko

Die Sahne zusammen mit der Schokolade bei geringer Hitze unter Rühren in einem Topf schmelzen lassen. Den Kuchen damit einstreichen und mit der Zuckerdeko verzieren.

Schokoladiger Maronenkuchen

Langfinger gesucht oder Espressoküsschen

Espresso-Küsschen

Das hier ist ein Rezept für alle Langfinger! :) Doch bevor ihr glaubt ich schreibe hier im Glühweindelirium lauter Blödsinn vor mich hin, lasst es mich kurz erklären :D

  1. Kleine, knusprige Schokoladenkekschen backen: Für alle Fingerlängen geeignet.
  2. Fluffigsten und cremigsten Espressoschaum überhaupt zubereiten und auf die Kekschen spritzen: Für alle Fingerlängen geeignet.
  3. Espressoküsschen in Schokolade tauchen, damit sie eine schön knackige Hülle bekommen: Hier liegt der Hase begraben :D
  4. Küsschen mit Golddeko verzieren: Für alle Fingerlängen geeignet

Denn wollt ihr keine Unmengen an Schokoladenglasur zubereiten, von der dann Unmengen an Glasur übrig bleiben, weil ihr gar nicht so viel braucht, dann sind lange Finger wirklich von Vorteil :D Ich habe mir ein kleines Gläschen geschnappt und die Glasur etappenweise immer wieder aufgefüllt. Da werden dann die Espressoküsschen einmal kopfüber versenkt. Und je weniger Glasur im Gläschen, desto länger müssen die Finger sein, damit das Küsschen noch voll in die Schokolade taucht. Knifflige Sache sage ich euch :D Im Notfall kann man das Gläschen aber auch einfach öfters nachfüllen, dann hat sich das Problem erledigt :)

Im Übrigen finde ich so ein, zwei Espressoküssen einfach DIE perfekte, kleine Zugabe zu jedem Espresso. Wie eine luftig, cremige Praline mit einem knusprigen Keksboden und einer knackigen Schokoladenhülle. Lecker. Ich brauche mehr Küsschen in meinem Leben :D

Espresso-Küsschen

Espressoküsschen

Dauer: 60 Minuten + 10 Minuten Backzeit + 30 Minuten Kühlzeit

Menge: 40 Stück 

Hilfreich: Runder Ausstecher mit ca. 3 cm Durchmesser, Spritzbeutel mit runder Spritztülle, Handrührer, Rührschüssel aus Metall 

Schokoladenkekse

  • 60 g weiche Butter
  • 25 g Zucker
  • 85 g Mehl
  • 15 g Kakaopulver
  • 2-3 Prisen Salz

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig dünn ausrollen und mit dem runden Ausstecher kleine Kreise ausstechen. Die Kekse auf ein Blech mit Backpapier setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 10 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Espressoschaum

  • 1 sehr frisches Eiweiß
  • 60 g Zucker
  • 1 Pck lösliches Espressopulver für einen Espresso

Eiweiß, Zucker und Espressopulver in eine Rührschüssel aus Metall geben. Über einem Wasserbad steif schlagen (die Schüssel sollte allerdings nicht das Wasser berühren, sondern vom heißen Wasserdampf erwärmt werden). Wenn das Eiweiß sehr steif ist und leicht glänzt und warm ist, vom Wasserdampf nehmen und weiter schlagen, bis es abgekühlt ist. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit runder Spritztülle füllen und auf jeden Keks ein Tuff spritzen. Für 30 Min in den Kühlschrank stellen.

Schokoladenüberzug

  • 200 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 2 EL Kokosöl
  • Essbares Goldpuder

Kuvertüre und Kokosöl in einen Topf geben und bei geringer Hitze schmelzen lassen. Die Schokolade in einen kleinen Becher füllen und die Espressoküsschen am Keks anfassen und mit dem Baisertuff zu erst in die Schokolade tunken. Auf ein Gitter zum Abtropfen setzen und mit Goldpuder dekorieren.

Im Kühlschrank aufbewahren und spätestens bis zum nächsten Tag alles leer essen :)

Espresso-Küsschen

Keksabfallverwertung oder Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Beim Keksebacken steht man doch jedes Jahr vor der gleichen Frage: Was mache ich mit den übrigen 10 Eiweiß oder 7,5 Eigelb, weil man für die Kekse nur das jeweils andere brauchte?! So selten geht das bei den Keksen mit den Eiern einfach mal auf :D Um euch dieses Jahr eierteschnisch aus der Patsche zu helfen, habe ich hier ein paar Rezepte gesammelt, die den übrigen Eierhälften ein für alle Mal ein Ende bereiten! :D

Übrige Eigelb

Übrige Eiweiß

  • Einfach ALLES mit Baiser: Euer Glück, dass ich so ein großer Baiser-Fan bin :D Hier gibt es ganz viele verschiedene Rezepte mit Baiser, bei denen ihr 1-2 Eiweiß verstauen könnt!
  • Kernige Brot-Cracker: Mit 1 Eiweiß habt ihr tolle Brot-Cracker für das nächste Frühstück oder einfach mal Zwischendurch auf Lager :)
  • Weißes Kaffee-Crème Brûlée Dank 2 Eiweiß und keinem Eigelb erstrahlt die Creme in edlem Weiß. Knackige Karamellkruste gibt es aber trotzdem ;-)
  • Weiße Torte mit Vanille und Birne Mit nur 4 Eiweiß habt ihr alles für diese super schöne Torte zusammen!

Das ist fast ein bisschen wie eine Super-Power, je mehr Eigelb/-weiß ein Rezept vertragen kann, oder? :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Und ja, das wäre hier ja kein richtig vollwertiger Beitrag, wenn es am Ende nicht auch noch ein neues Rezept geben würde! Keine Sorge, es gibt eins :) Hier ist meine ABSOLUTE, UNANGEFOCHTENE Lieblingseiweißverwertung: Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz. Das Rezept bringt gleich 4 Eiweiß unter und ist  so ein toller, einfacher und saftiger Mandelkuchen mit Lebkuchengewürz und Apfel. Hach. Wie gut, dass ich auch Rezepte nur mit Eigelb aufgelistet habe, um noch mehr übriges Eiweiß für diesen Kuchen zu produzieren :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Tarteform mit 20 cm Durchmesser

  • 110 g Butter
  • 110 g Puderzucker
  • 50 g Mehl
  • 4 Eiweiß
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Apfel
  • 3 TL Aprikosenmarmelade ohne Stückchen

Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Umrühren so lange erhitzen, bis sich die Butter bräunlich verfärbt und nussig riecht. Durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Butter zusammen mit dem Puderzucker, Mehl, Eiweiß, Mandeln und Gewürz glatt rühren. Den Teig in eine Tarteform füllen. Apfel waschen, halbieren, entkernen und in feine Spalten schneiden. Die Apfelspalten über der Tarte auffächern und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Wenn die Tarte aus dem Ofen kommt, Marmelade mit 1 TL Wasser aufkochen und die Tarte damit bepinseln. Abkühlen lassen.

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz