Alles anders oder Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dieses Jahr ist einfach alles anders. Konsequenterweise dann auch die Vorweihnachtszeit: Mehr Zeit zu Hause, mehr Zeit für sich. Kein Weihnachtsmarkt. Aber irgendwie war alles auch viel ruhiger und besinnlicher als die vorherigen Jahre.

Wie ihr an den letzten Rezepten gemerkt habt, gab es dieses Jahr tatsächlich auch keine Kekse von mir! Denn keine Rezepte für euch bedeutet automatisch keine Kekse für mich :D Das hätte ich wirklich niiiiiie für möglich gehalten und doch ist es so passiert. Zum Glück kann ich an dieser Stelle ganz entspannt auf meine Rezepte aus den letzten Jahren verweisen :)

Hier meine Favoriten:

Als Keksersatz haben wir dafür ein kleines, feines Weihnachtsbäumchen vor der Eingangstür stehen und gerade heute habe ich die nächste Portion Nuss-Nougat-Trüffel gemacht :) Verhungern werden wir also ohne Kekse auch nicht :D

Am Wochenende habe ich dieses Jahr statt Keksen einfach eher mal Waffeln oder Kuchen gebacken. Und die waren schneller weg als ich meine Kamera zücken konnte. Ganz im Sinne von 2020 habe ich mir gesagt: Dann ist es halt so :D Ein bisschen mehr Glück hatte ich dann aber beim Pekannuss-Mousse. Und ohne dass ich das jetzt schönreden müsste – mit Abstand war das auch das beste Rezept von allen!

Pekannuss-Mousse

Am meisten Aufwand bei dem Mousse sind die gebrannten Pekannüsse. Aber hier kann man auch einfach mehr machen und sich direkt selbst entschädigen…die Arbeit bleibt ja die gleiche, egal wie viele Pekannüsse man karamellisiert :) Der Rest ist dann wirklich nicht mehr viel und man wird mit dem samtigsten, cremigsten, luftigsten Mousse belohnt! Ein Mousse was wunderbar nussig, sahnig schmeckt, ein bisschen besonders ist (oder habt ihr schonmal Pekannuss-Mousse gegessen?! :D) und sich obendrein noch wunderbar vorbereiten lässt.

Wer sich die Bilder genauer anschaut, der sieht, dass ich ja mit SternKEKSEN dekoriert habe. Ich bleibe allerdings bei meiner Aussage, dass ich nicht gebacken habe… Denn die Kekse habe ich mir einfach von meiner Mutter „ausgeliehen“ ;-)

Da dieses Rezept wohl das letzte für dieses Jahr sein wird, möchte ich mich bei euch allen für das fleißige Kommentieren, Lesen und Nachbacken bedanken! Ich wünsche euch allen gemütliche Feiertage, einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und dass eure Keksteller voller sind als meiner :)

Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dauer: 40 Minuten + 1 Nacht Kühlzeit

Menge: 6 kleine Gläschen

Hilfreich: Handrührer oder Küchenmaschine, Standmixer

Pekannuss-Mousse

  • 100 g Pekannüsse
  • 40 g Zucker
  • 10 ml Wasser
  • 125 ml Milch
  • Gemahlene Gelatine entsprechend 1 1/2 Blatt Gelatine
  • 125 ml Sahne

Wer ein paar gebrannte Pekannüsse pur knuspern möchte, karamellisiert hier einfach mehr Nüsse und verwendet dann nur einen Teil für das Mousse.

Den Ofen auf 100 °C vorheizen, dann die Pekannüsse in den Ofen geben und für ca. 2 Minuten erwärmen. In der Zwischenzeit Zucker mit Wasser in einer Pfanne aufkochen. Dann die Nüsse dazu geben und unter Rühren die Nüsse karamellisieren, bis sie mit einem goldgelben Zuckerschicht umhüllt sind. Die karamellisierten Nüsse auf ein Backpapier geben und mit zwei Gabeln etwas separieren. Abkühlen lassen.

Die karamellisierten Pekannüsse in einen Mixer geben und sehr fein mahlen. Die Milch dazu geben und weiter mixen, bis eine glatte Creme entsteht.

Die Gelantine nach Packungsanleitung einweichen. 2 EL der Pekannusscreme in einen kleinen Topf geben und mit der eingeweichten Gelatine leicht unter Rühren erwärmen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Gelatine-Pekannusscreme unter Rühren unter die restliche Pekannusscreme rühren. Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Pekannusscreme heben. Alles in kleine Gläser füllen und abgedeckt über Nacht kalt stellen.

Dekoration

  • Kekssterne
  • essbares Goldpuder/Goldspray
  • 1 EL geschlagene Sahne
  • 1 EL fein gehackte Pekannüsse
  • Zuckersternchen

Die Kekssterne mit Goldpuder oder Goldspray vergolden. Je einen kleinen Klecks Sahne auf das Pekannuss-Mousse geben, einen Stern in die Sahne stecken und mit gehackten Nüssen und Zuckersternchen dekorieren. Anschließend servieren.

Bitte einmal ausdrucken :)

Pekannuss-Mousse

Das vergessene Puder oder Nuss-Nougat-Trüffel

Nuss-Nougat-Trüffel

Wenn ich nachts nicht schlafen kann, dann plane ich ganz gerne meine neuen Rezeptideen. Nicht etwa weil das so einschläfernd auf mich wirkt, sondern weil ich dann wenigstens das Gefühl habe, dass ich die Zeit sinnvoll nutze :D Und eine viel bedeutendere Nacht als die, in der ich auf die Idee kam Nuss-Nougat-Trüffel zu machen, könnte es fast nicht geben, oder? :) Vor allem reden wir hier von einer zart schmelzenden, intensiv schokoladigen Trüffelmasse mit knusprigen, gerösteten Haselnüssen und einem Hauch Nougat. Zum DA-HIN-SCHMEL-ZEN! :)

Weiterhin hatte ich mir in dieser Nacht gleich noch überlegt, wie die Fotos dazu aussehen könnten. Eher dunkel, damit die samtigen Pralinchen ins richtige Licht gerückt werden. Am besten mit etwas Tannengrün und der absolute Knaller: Ich wollte etwas essbares Goldpulver auf die dunklen Trüffel stäuben. Denn der Effekt hatte mir bei den gebrannten Schokoladenmandeln schon so gut gefallen und in diesem Fall habe ich mir einfach erlaubt, mich selbst zu kopieren :D Es spricht ja erstmal nichts gegen Kreativitätsrecycling… :)

Nun könnt ihr ganz leicht erkennen, dass bei den Bildern dass mit dem eher dunkel und dem Tannengrün wunderbar funktioniert hat. Das mit dem Goldpuder ist mir eingefallen, als ich dabei war die Schleife um das dritte Tütchen zum Verschenken zu binden. Fotos schon längst gemacht, Chaos für das Fotomachen schon längst beseitigt und eine nicht unerhebliche Menge an Trüffel schon längst vernichtet. An der Bilderflut (ich kann mich einfach NICHT entscheiden :D) seht ihr allerdings, dass mir die Bilder trotz allem doch recht gut gefallen :)

Tja. Jetzt bleibt mir wohl nichts anders übrig, als diese eindeutigen Zeichen zu erkennen und entsprechend zu handeln – Ich muss wohl oder übel nochmal einen neuen Schwung Trüffel machen, um das mit dem Goldpuder nachzuholen :) Und ganz eventuell sind inzwischen auch die restlichen Trüffel leer und ich brauche DRINGEND Nachschub :D

Nuss-Nougat-Trüffel

Nuss-Nougat-Trüffel

Dauer: 30 Minuten + 20 Minuten zum Rösten der Haselnüsse + 1 Nacht Kühlzeit

Menge: 1 kleine, volle Müslischüssel

Hilfreich: Kleiner Kugelausstecher (oder ein kleiner Löffel)

  • 100 g Haselnüsse
  • 60 g Sahne
  • 100 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 60 g Nougat
  • 10 g Butter
  • 2 Msp lösliches Espressopulver
  • 2 Msp Lebkuchengewürz
  • 3 Msp Salz
  • 3 EL Kakaopulver
  • optional: Essbares Goldpuder

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.

Die Haselnüsse auf ein Blech mit Backpapier geben und ca. 20 Minuten rösten, bis sie etwas Farbe bekommen und sich die Haut leicht ablösen lässt. Abkühlen lassen.

Die Haselnüsse zwischen beiden Händen reiben, sodass sich die Haut ablöst. Haselnüsse fein hacken und 80 g abwiegen.

Sahne mit Espressopulver, Lebkuchengewürz und Salz in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und Kuvertüre, Nougat und Butter dazu geben. Kurz stehen lassen und dann rühren bis eine homogene Masse entsteht. Anschließend gehackte Haselnüsse unterrühren. Die Trüffelmasse in eine Schale geben und vollständig abkühlen lassen. Anschließend mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Am nächsten Tag am besten mit einem kleinen Kugelausstecher Kugeln aus der Trüffelmasse stechen. Alternativ kann man auch kleine Portionen mit einem Löffel abstechen, aber je runder die Pralinen schon sind, desto weniger muss man sie anschließend formen ;-)

Das Kakaopulver auf einen Teller sieben. Die Trüffel zügig zwischen den Händen rund rollen und dann auf das Kakaopulver setzen. Den Teller hin und her schütteln, sodass die Trüffel einmal komplett von dem Kakaopulver umhüllt sind.

Die Nuss-Nougat-Trüffel am besten in einer Dose aufbewahren. Genießen kann man sie entweder kühl schmelzend aus dem Kühlschrank oder bei Raumtemperatur.

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Nuss-Nougat-Trüffel

Gemütliche Vorweihnachtszeit oder gebrannte Glühweinmandeln

Gebrannte Glühweinmandeln

Ach ja, die gemütliche Vorweihnachtszeit :) Für mich fängt sie dieses Jahr besonders früh an, weil man endlich mal so richtig schön Zeit und Muße hat, um alles ganz ausführlich zu zelebrieren! Und genau aus diesem Grund habe ich mir überlegt meine gebrannten Mandeln auch einfach mal ganz entspannt selbst zu machen.

Wie immer ist ja das beste überhaupt am Selbermachen, dass man freie Hand bei allem hat. Deswegen: Gebrannte Mandeln waren mir zu normal und bei einer ordentlichen Zelebration darf Rotwein natürlich nicht fehlen :D Zack – sind es also gebrannte Glühweinmandeln geworden. Außerdem ist mir die Zuckerschicht bei gekauften, gebrannten Mandeln immer zu dick. Das kann man hier auch ganz einfach selbst regulieren ;-)

Die kleinen Dinger schmecken oberlecker und man erknuspert auch tatsächlich den Rotwein vom Geschmack her. So ein paar Mändelchen gehen einfach immer, oder? :D

Eine andere Idee wäre es natürlich die gebrannten Mandeln mit Schokolade zu überziehen….ganz zufällig habe ich dafür schon ein Rezept ;-)

Gebrannte Glühweinmandeln

Dauer: 15 Minuten

Hilfreich: Pfanne mit Antihaftbeschichtung

  • 200 ml Rotwein
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1/2 ausgekratzte Vanillestange (optional, kann man auch weg lassen, wenn man gerade keine hat)
  • 75 g Zucker
  • 150 g Mandeln

Den Rotwein zusammen mit dem Lebkuchengewürz und der halben Vanilleschote in eine Pfanne geben und aufkochen. Auf ca. 50 ml einreduzieren lassen. Anschließend Zucker und Mandeln dazu geben. Nun auf mittlerer Hitze und unter Rühren die restliche Flüssigkeit verdampfen lassen, bis die Mandeln von einem glänzenden Rotweinkaramell umhüllt sind. Um zu testen, ob die Konsistenz von dem Karamell richtig ist, einfach eine einzelne Mandeln heraus nehmen und abkühlen lassen. Wird die Karamellschicht nicht richtig fest, dann noch etwas weiter köcheln lassen.

Die gebrannten Mandeln aus der Pfanne auf ein Blech mit Backpapier geben und sofort mit einer Gabel auseinander schieben, so lange sie noch heiß sind.

Abkühlen lassen und die gebrannten Glühweinmandeln in einer luftdichten Dose aufbewahren.

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Gebrannte Glühweinmandeln

Naaa, habt ihr euch schon bei unserem Adventsvorglühen die ein oder andere, schöne Idee geholt? Meine Liste wird auf jeden Fall immer länger mit den Dingen, die ich alle auch noch machen möchte :D

Gestern gab es zum Beispiel bei Andrea von Zucker im Salz ein super tolles Rezept für Kekse, bei dem man aus einem Grundteig gleich 4 verschiedene Kekssorten backen kann! Und bin ich schon ganz gespannt, was sich Anne von Wolkenfees Küchenwerkstatt für morgen überlegt hat!

Adventsvorglühen

Zeit für Torte oder Schokoladentorte mit Orange und Rotwein

Schokoladentorte mit Orange und Rotwein

Tja, da sitzen wir nun alle wieder zu Hause. Natürlich könnte man jetzt total traurig Trübsal blasen. Oder man könnte die Gelegenheit beim Schopf packen und mal so richtig ausnutzen, dass man nicht so viele Termine hat wie sonst – ich freue mich besonders über ganz viel Zeit in meiner Küche :)

Passend dazu gibt es heute eine Schokoladentorte mit Orange und Rotwein aka das längste und damit vielleicht aufwändigste Rezept in der Bloggeschichte von Zum Kaffee dazu! Ganz ehrlich: Wenn ihr jetzt für so einen Firlefanz nicht richtig viel Zeit und Muße habt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter :D Netter Nebeneffekt: Die Mitesser halten sich auch von ganz alleine im Rahmen :D

Schokoladentorte mit Orange und Rotwein

Die Torte besticht ganz offensichtlich erstmal durch jede Menge Schokolade: Als seidiges, zart schmelzendes Mousse, als luftigen Biskuit, als knusprigen Mürbeteig und als knackige Dekoration. Alleine das reicht eigentlich schon für den absoluten Schokotraum in Tortenform. Doch dazu gibt es dann außerdem noch ein fruchtiges Rotwein-Mousse, Rotwein-Gelee und ganz viele, frische Orangenfilets. Die Kombination aus Schokolade, Rotwein und Orange schmeckt einfach NOCH besser als pure Schokolade und ein bisschen Rotwein hat noch nie geschadet, oder? :D

Schokoladentorte mit Orange und Rotwein


Schokoladentorte mit Orange und Rotwein

Dauer: 4 Stunden inkl. Backzeit + 1 Nacht und 2 Stunden Kühlzeit

Hilfreich: 2 größenverstellbare Tortenringe

Schokoladenmürbeteig

  • 120 g weiche Butter
  • 40 g Puderzucker
  • Salz
  • 150 g Mehl
  • 15 g Kakaopulver

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Auf einem Backpapier dünn ausrollen (falls der Teig am Nudelholz kleben bleibt, mit etwas Mehl bestäuben) und einen Kreis mit 21 cm Durchmesser ausstechen. Mit einer Gabel mehrere Löcher in den Boden stechen, damit er sich beim Backen nicht hebt oder Blasen bildet. Bei 180°C ca. 12 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Schokoladenböden

  • 4 Eier
  • 80 g Zucker
  • 1/2 TL Backpulver
  • 10 g Stärke
  • 20 g Kakaopulver
  • 50 g Mehl
  • 50 g gemahlene Haselnüsse

Den einen Tortenring auf 21 cm Durchmesser einstellen und den anderen auf 17,5 cm. Die beiden Tortenringe je auf ein Blech mit Backpapier stellen und den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Die Eier zusammen mit dem Zucker in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder einem Handmixer aufschlagen, bis sich das Volumen ca. verdreifacht hat und eine helle, sehr schaumige, relativ steife Masse entstanden ist. Anschließend Mehl, Stärke, Kakaopulver, Haselnüsse und Backpulver dazu geben und mit einem Teigspachtel oder einem Löffel unterheben.

Den Teig in den großen Tortenring füllen, sodass er ca. 1,5 cm hoch befüllt ist. Den restlichen Teig in den kleinen Tortenring geben (er sollte ca. 2 cm hoch befüllt sein). Den großen Boden 8 Minuten backen (Stäbchenprobe!) und den kleinen Boden 13 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Sobald ein Boden fertig gebacken ist, mit einem Messer den Kuchen einmal vorm Tortenring lösen, so lange er noch heiß ist. Beide Böden abkühlen lassen.

Schokoladen-Ganache

  • 50 g gehackte Zarbitterschokolade
  • 1 1/2 EL Sahne

Beide Zutaten in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze schmelzen, bis eine homogene Creme entsteht.

Einen kleinen Klecks Ganache auf eine Tortenplatte geben und den Schokoladenmürbeteig darauf legen (damit rutscht die Torte später nicht so leicht von der Tortenplatte). Die restliche Ganache auf den Mürbeteigboden geben und verteilen. Den großen Schokoladenboden mit einem Messer vom Tortenring lösen und evtl. mit einem großen Messer begradigen, falls es nicht überall die gleichen Höhe haben sollte. Den Schokoladenboden auf den Mürbeteigboden setzen und leicht andrücken. Mit Frischhaltefolie abdecken, damit der Boden nicht austrocknet.

Rotwein-Mousse

  • 2 bereits ausgekratzte Vanilleschotenhälften (falls ihr gerade keine habt, könnt ihr auch eine ganze Vanilleschote nehmen und das Vanillemark mit in den Rotwein geben)
  • 350 ml Rotwein
  • 1 Eigelb
  • 40 g Zucker
  • gemahlene Gelatine entsprechend 1 1/2 Blatt Gelatine
  • 120 ml Sahne

Den Rotwein mit den Vanilleschotenhälften zusammen in einen Topf geben und aufkochen. So lange kochen, bis der Wein auf 100 ml einreduziert ist. Etwas abkühlen lassen. Die Vanilleschoten entfernen.

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen.

Einreduzierten Rotwein zusammen mit Eigelb und Zucker in eine Metallschüssel geben. Die Metallschüssel auf einen Topf mit kochendem Wasser setzen (die Schüssel sollte aber nicht das Wasser berühren, sondern nur vom Wasserdampf erhitzt werden) und mit einem Schneebesen oder Handrührer aufschlagen, bis die Masse etwas eindickt (am besten zwischendurch immer mal wieder mit einem Löffel kontrollieren). Vom Topf nehmen und die Gelatine darin auflösen. Abkühlen lassen.

Sahne steif schlagen. Die Rotweincreme kurz in den Kühlschrank stellen. Sobald sie zu stocken beginnt, die Sahne in 2 Portionen unterheben.

Den kleinen Schokoladenboden vom Tortenring lösen und mit einem Messer horizontal in 3 Böden teilen. Den Tortenring auf einen kleinen Teller oder eine andere, flache Unterlage stellen und einen Schokoladenboden einlegen. Das Rotwein-Mousse einfüllen und glatt streichen. In den Tiefkühler stellen und einen anderen Schokoladenboden mit Frischhaltefolie einwickeln, damit er nicht austrocknet.

Der dritte, kleine Schokoladenboden wird für die Torte nicht benötigt und kann zur Stärkung zwischendurch vom Bäcker gegessen werden ;)

Orangenschicht

  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 1/2 TL Stärke
  • 1 Orange

Die Orange filetieren. Dazu mit einem scharfen Messer „Deckel“ und „Boden“ der Orange abschneiden. Dann die restliche Schale ringsum von oben nach unten abscheiden, sodass auch die weiße Haut entfernt wird. Danach sollte die Orange komplett von der Schale befreit sein. Nun die Filets heraus schneiden. Dazu an den Trennwänden entlang schneiden und die Filets heraus lösen. Den dabei austretenden Saft auffangen. Das Orangen-„Skelett“ ebenfalls auspressen und den Saft ebenfalls auffangen. Orangensaft (es sollten ca. 25 ml sein) mit Orangensaft und Stärke in einem Topf verrühren. Unter Rühren erhitzen, bis ein dickflüssiges Gelee entsteht. Vom Herd nehmen und die Orangenfilets unterrühren. Abkühlen lassen.

Die Orangenmasse auf das Rotwein-Mousse geben und verteilen. Den zweiten, kleinen Schokoladenboden auf die Orangenschicht legen und leicht andrücken. Wieder zurück für mindestens 2 Stunden in den Tiefkühlschrank stellen – die Schichten sollten relativ fest sein, damit sie sich später einfacher in die Torte einsetzen lassen.

Schokoladen-Mousse

  • 150 ml Milch
  • 5 Eigelb
  • 35 g Zucker
  • 200 g gehackte Zarbitterkuvertüre
  • 320 ml Sahne
  • Prise Salz
  • gemahlene Gelatine entsprechend 2 1/2 Blatt Gelatine

Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Milch, Zucker und Eigelb in einer Schüssel über einem kochenden Wasserbad aufschlagen bis die Masse etwas eindickt. Vom Wasserbad nehmen und zuerst die Gelatine darin auflösen. Dann die Schokolade dazu geben und schmelzen. Wenn die Masse abgekühlt ist, steif geschlagene Sahne unterheben.

Nun die Torte weiter zusammen setzen. Dafür die Hälfte der Schokoladen-Mousse in den Tortenring in dem schon der Schokoladenboden ist, einfüllen. Die tiefgekühlte Scheibe mit Rotwein-Mousse und der Orangenschicht mittig auf das Mousse legen und leicht eindrücken. Das restliche Schokoladen-Mousse einfüllen und glatt streichen.

Rotwein-Gelee

  • 80 ml Rotwein
  • 1 1/2 TL Zucker
  • gemahlene Gelatine entsprechend 1 Blatt Gelatine

Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Rotwein mit Zucker aufkochen. Vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Frischhaltefolie auf einen Teller legen und den Rotwein darauf gießen. Gelee im Kühlschrank fest werden lassen. Anschließend das Gelee mit Frischhaltefolie nach oben auf die Torte legen und die Folie abziehen. Torte mit Frischhaltefolie abgedeckt über Nacht kalt stellen.

Dekoration

  • 120 g gehackte Zarbitterkuvertüre
  • 2 Orangen
  • 1 TL Zucker
  • 1 gestr. TL Stärke
  • 1 TL Gelierzucker 3:1
  • Schokoladenraspel (mit einem Sparschäler von einem Kuvertüreblock abgeraspelt)

Ein Backpapier so zuschneiden, dass es genau einmal um die Torte passt und etwas höher als die Torte ist. Die Hälfte der Kuvertüre in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Vom Herd nehmen und die restliche Schokolade dazu geben. Unter Rühren schmelzen lassen. Schokolade in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. Die Schokolade in schnellen Zickzack-Bewegungen auf das Backpapier spritzen. Anschließend das Backpapier um die Torte legen, sodass die Papierseite außen und die Schokolade an der Torte ist. Die Schokolade trocknen lassen (Torte dafür in den Kühlschrank stellen). Anschließend vorsichtig das Backpapier abziehen.

Die Orangen filetieren (siehe Schritt Orangenschicht) und den Orangensaft auffangen. Die Orangenfilets kreisförmig auf die Torte legen. Den Orangensaft (ca. 45 ml) mit Stärke, Zucker und Gelierzucker verrühren und aufkochen. Etwas abkühlen lassen. Die Orangenfilets mit dem gelierten Orangensaft einpinseln, damit sie nicht austrocknen.

Schokoladenraspel in die Mitte der Schokoladentorte geben.

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Schokoladentorte mit Orange und Rotwein

Apropos viel Zeit zu Hause: Wir haben natürlich nicht gewusst, dass es so kommt, aber jetzt passt es NOCH besser :) Denn bei den Rhein Neckar Bloggern gibt es ab dem 11. November jeden Tag eine neue, weihnachtliche Idee! Damit hat dann auch niemand mehr die Ausrede, dass das alles viel zu kurz vor Weihnachten kam. Dieses Jahr habt ihr die Zeit UND den kreativen Input! Juhu :) Besser kann man sich gar nicht auf die gemütlichste Jahreszeit vorbereiten, oder? :)

Morgen gibt es übrigens ein super schönes Rezept von Jessica von Lecker macht süchtig. Vorbei schauen lohnt sich auf jeden Fall, denn die Sachen von ihr sind immer OBERLECKER!

Adventsvorglühen