Eigentlich oder schokoladige Hildabrötchen mit Nougat

Eigentlich dachte ich, dass ich dieses Jahr gar nicht zum Kekse backen kommen werde. Doch dann haben sich auf wundersame Weise doch zwei freie Abende, genug Butter im Kühlschrank und eine verfügbare Küche ergeben :D

Eigentlich dachte ich dann, dass das Mandellebkuchenrezept mit Cranberries das einzige Keksrezept dieses Jahr auf dem Blog sein wird und dann wohl auch das letzte Rezept überhaupt für dieses Jahr. Doch dann hatte ich die Idee für etwas andere Hildabrötchen – diesmal nämlich mit Nougat statt mit Rotwein :D

Tja und was soll ich sagen? Trotz aller meiner Annahmen, die sich als falsch heraus gestellt haben, sind wir jetzt also hier und ich habe noch ein neues, leckeres Keksrezept für euch! Knusprig buttriger und sehr schokoladiger Mürbeteig trifft auf zart schmelzendes Nougat. Hach. Das sind Kekse ganz nach meinem Geschmack! Vor allem zu einem Espresso schmecken sie besonders gut…

Eigentlich dachte ich, dass mein Keksvorrat dann locker bis Weihnachten reichen sollte. Doch jetzt schaue ich in sich viel zu schnell leerende Keksdosen – ganz speziell diese Hildabrötchen verschwinden erschreckend rapide… Eigentlich Definitiv sollte ich wohl noch mehr davon backen :)

Da das nun vielleicht WIRKLICH das letzte Rezept für 2019 war, wünsche ich euch eine hoffentlich nicht zu stressige Vorweihnachtszeit, ein schönes, gemütliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und vor allem randvolle Keksteller! :)

Schokoladige Hildabrötchen mit Nougat

Dauer: 90 Minuten

Menge: 2 Bleche mit fertigen Keksen

Hilfreich: Ein großer und ein kleinerer Blümchen-Ausstecher

  • 125 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 200 g Mehl
  • 2 EL Kakaopulver
  • 100 g Nougat
  • Essbare Goldkügelchen aus Zucker

Alle Zutaten bis auf Nougat und Goldkügelchen zu einem Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie einschlagen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend dünn ausrollen und mit dem großen Blümchenausstecher Kekse ausstechen. Aus der Hälfte der Blümchen mit dem kleineren Blümchenausstecher ein Loch in die großen Blümchen stechen. Alle Kekse vorsichtig auf ein Blech mit Backpapier setzen. Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen ca. 7 Minuten backen und abkühlen lassen.

Das Nougat im Topf bei mittlerer Hitze und unter Rühren schmelzen. Dann die Kekse zusammen setzen. Dafür das Nougat am besten in einen Spritzbeutel füllen und die Spitze abschneiden. Ca. 1/2 TL Nougat auf die Blümchen ohne Loch spritzen und dann ein Keks mit Loch darauf setzen.

Die Kekse über Nacht im Kühlschrank lagern, damit das Nougat fest wird. Anschließend können sie bei Raumtemperatur in der Keksdose aufbewahrt werden.

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Gar nicht 0815 oder Mandellebkuchen mit Cranberries

Es ist endlich so weit, ich habe die diesjährige Saison für die Weihnachtsbäckerei eröffnet!!! Für mich ist das ein absoluter Jahreshöhepunkt, auf den ich mich ca. ab Februar anfange zu freuen :) Was in keinem Jahr fehlen darf, sind meine heiß geliebten Elisenlebkuchen. Viel weihnachtlicher geht es einfach nicht mehr mit den ganzen Gewürzen und Nüssen. Dieses Jahr hatte ich spontan die Idee eine neue Version mit Cranberries und nur Mandeln (statt noch zusätzliche Haselnüsse) zu backen. Alleine der Duft beim Backen war schon mehr als vielversprechend und ich habe mir tatsächlich zum allerersten Mal an einem Lebkuchen die Zunge verbrannt! Das passiert einem auch nicht oft, oder? :D :D :D

Ich denke in den zukünftigen Jahren wird es ab jetzt wohl immer zwei Sorten Lebkuchen geben müssen! Einmal ganz traditionell – weil das darf natürlich auch nicht fehlen. Und dann noch welche mit Mandeln und Cranberries. Denn genau so wie die klassischen Lebkuchen sind sie einfach super saftig und schmecken nach Weihnachten pur. Cranberries und Mandeln machen sie besonders fein (die anderen erscheinen mir im Gegensatz dazu fast richtig grobschlächtig :D) und eben zu etwas ganz Besonderem, was nicht auf jedem 0815-Keksteller zu finden ist :)

Mandellebkuchen mit Cranberries

Dauer: 30 Minuten + 20 Minuten Backzeit

Menge: 2 Bleche

Hilfreich: Standmixer

  • 2 Eier
  • 130 g Rohrzucker
  • 300 g Mandeln
  • 120 g + 1 EL getrocknete und gesüßte Cranberries
  • 100 g Marzipan
  • 1 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 1/2 TL Zimt
  • 1/4 geriebene Tonkabohne (optional)
  • 100 g Zartbitterkuvertüre
  • Essbares Goldpuder

Den Ofen auf 140 °C vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Die Mandeln zusammen mit 120 g Cranberries und dem Marzipan in einem Standmixer fein mahlen. Zusammen mit dem Zimt, der geriebenen Tonkabohne und dem Lebkuchengewürz unter die Eier rühren. Es sollte ein sehr zäher Teig entstehen. Mit zwei Löffeln kleine Häufchen auf ein Blech mit Backpapier setzen. Wer möchte kann die Lebkuchen mit nassen Händen noch etwas schöner formen. 15-20 Minuten backen (die Lebkuchen sollten in der Mitte noch weich sein).

In der Zwischenzeit die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. 1 EL Cranberries grob hacken. Wenn die Lebkuchen fertig gebacken und sie noch warm sind, mit der Schokolade bestreichen. Anschließend direkt mit Goldpuder und gehackten Cranberries dekorieren.

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Kreativitätsloch oder Apfeltarte mit Karamell

Fragt mich bitte nicht wie viele Anläufe ich schon gestartet habe um einen locker flockigen, unterhaltsamen Text als Einleitung für diese grandiose Apfeltarte mit Karamell zu schreiben. Doch sobald ich mir die Bilder anschaue, kommt mir leider kein kreativer Geistesblitz. Nein – ich überlege, ob ich ganz zufällig gerade alle Zutaten in der Küche habe, um diese Tarte nochmal zu backen. Auf der einen Seite spricht das ja definitiv für das Rezept. Auf der anderen Seite könntet ihr das Rezept auch schon ein paar Tage länger in den Händen halten, wenn ich eher aus dem Quark kommen würde. So oder so wusstet ihr ja aber zum Glück nichts davon und wenn ihr das hier lest, ist es wohl endlich so weit :)

Ihr habt nun also unbegrenzten Zugang zu meinem aktuellen Lieblingsrezept. Die Tarte besteht aus einem knusprigen Mürbeteigboden, der BESTEN Karamellcreme, die meine Küche und ich je fabriziert haben und gedünsteten Äpfeln mit Zimt! Alles zusmamen einfach unfassbar yummy :) So ein Stückchen davon mit einem großen Pott Kaffee ist meiner Meinung nach einfach das beste was man bei dem Schmuddelwetter unternehmen kann :D

Apfeltarte mit Karamell

Dauer: 60 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Hilfreich: Tarteform oder Tortenring mit 22 cm Durchmesser, Stabmixer

Mürbeteig

  • 110 g weiche Butter
  • 1 Eigelb
  • 50 g Rohrzucker
  • 210 g Mehl
  • 1 Prise Salz

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig rund ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Es sollte ein ca. 3 cm hoher Rand entstehen. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Den Boden 15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Gesalzene Karamell-Creme

  • 100 g Zucker
  • 300 ml Milch
  • 300 ml Sahne
  • 1/2 ausgekratzte Vanilleschote
  • 60 g Stärke
  • 30 g Butter
  • Salz nach Geschmack

Den Zucker in einen Topf geben und erhitzen, bis er goldbraun karamellisiert. Mit Milch und 180 ml Sahne ablöschen. Die halbe Vanilleschote dazu geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren köcheln lasse, bis sich der Karamell aufgelöst hat. Die Stärke mit der restlichen Sahne glatt rühren. Unter Rühren die Stärkemischung in die Karamellmilch gießen und unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und in eine Schüssel füllen. Die Butter unterrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und lauwarm abkühlen lassen.

Die Vanilleschote entfernen und die Creme mit einem Stabmixer glatt mixen. Nach Geschmack salzen. Die Creme auf den Tortenboden geben und glatt streichen.

Zimt-Äpfelchen

  • 2 Äpfel
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1/2 TL Zimt
  • 3 EL Zucker

Die Äpfel schälen, halbieren, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Zusammen mit dem Zimt, Zitronensaft, 2 EL Wasser und 2 EL Zucker in eine Pfanne geben. Mit Deckel weich dünsten. Die Äpfel auf der Tarte verteilen. In die Pfanne den restlichen Zucker und 1 EL Wasser geben und zu einem Karamell einkochen. Den Karamell auf der Tarte verteilen.

Die Tarte mindestens eine Stunde kühlen.

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Schnapsideen oder Muffins mit Kürbis, Espresso und Zartbitterschokolade

Was war das doch für ein schöner Tag, als ich diese Muffins mit Kürbis, Espresso und Zartbitterschokolade gebacken habe. Strahlend blauer Himmel, die Vögel haben in den Bäumen gezwitschert, die Wiesen alle saftig grün und sämtliche Blätter hingen noch an den Bäumen. An sich ist das ja alles top – nur ich wollte ein paar herbstliche Bildchen knipsen mit vertrockneten Blättern. Fragt nicht wie lange ich dafür auf der Suche war :D Schlussendlich bin ich aber dann doch irgendwann fündig geworden :) Und bei den Muffins an sich hat immerhin auch alles wie am Schnürchen funktioniert. Super saftige Muffins mit Kürbis – das alleine ist meiner Meinung nach ja schon zum Reinlegen. Ich bin allerdings auch bekennender Kürbisfan :) Für alle, die noch etwas mehr überzeugt werden müssen: In diesem saftigen Kürbismuffin ist dann noch eine samtige Ganache aus Zartbitterschokolade und Espresso verstrudelt. Spätestens jetzt sollten alle glücklich sein, oder? Kaffee dazu, Decke über die Schultern und schmunzelnd den Blättern dabei zu schauen, wie sie jetzt von den Bäumen fallen. Mitten im Herbst ein herbstliches Foto schießen kann ja schließlich jeder :D

Muffins mit Kürbis, Espresso und Zartbitterschokolade

Dauer: 20 Minuten + 17 Minuten Backzeit

Menge: 14 Muffins 

Hilfreich: Backförmchen für Muffins

  • 75 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 70 ml Sahne
  • 2 Pck lösliches Espressopulver für je 1 Espresso
  • 2 Eier
  • 1 Eiweiß
  • 80 g Zucker
  • 80 g Rohrzucker
  • 230 g Mehl
  • 100 g Sonnenblumenkernöl (oder ein anderes, neutrales Öl)
  • 200 g Kürbispüree (Kürbis dafür schälen, entkernen, würfeln und in einem Topf mit Wasser ca. 15 min weich kochen. Dann ohne das Wasser fein pürieren)
  • 60 ml Buttermilch
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz

Schokolade mit Sahne und Espressopulver in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis die Schokolade geschmolzen ist und eine homogene Creme entsteht. Vom Herd nehmen.

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Eier, Eiweiß mit Zucker und Rohrzucker schaumig schlagen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und so lange rühren, bis gerade so ein glatter Teig entsteht. Den Teig auf die Muffinförmchen aufteilen, sodass diese ca. 3/4 gefüllt sind. Ca. 1 Teelöffel der Schokoladencreme in jede Muffinform geben und mit einem Holzspieß marmorieren. Im Ofen ca. 17 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

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