Daseinsberechtigungen oder hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Ich weiß nicht woran das liegt, aber ich esse mein Brot am liebsten, wenn ich mir eine dicke Scheibe mit dem Messer vom Laib abschneide. Klar ist die dann meistens nicht überall gleich dick, aber mit ein bisschen Butter oder Frischkäse lässt sich das dann schon irgendwie glatt spachteln. Noch nicht ein einziges Mal habe ich mir gedacht „Hach, jetzt eine Brotschneidemaschine, das wäre es jetzt!“. Bis ich diese Kekse gemacht habe. Denn man backt zunächst einen recht kompakten Kuchen und schneidet ihn dann in möglichst dünne Scheiben um diese im Ofen knusprig zu backen. Und je dünner die Scheiben, desto mehr Scheiben kann man schneiden – ein richtiger Teufelskreis. Mir ist nach der Hälfte fast der Arm ab gefallen und da schlich sich dieser Gedanke in meinem Kopf: „Mit einer Brotschneidemaschine wären die Scheiben sicher NOCH dünner und du wärst schon längst fertig.“ Da mir die Kekse wirklich super gut schmecken (schön knusprig, schokoladig und mit Mandeln KANN man nichts falsch machen :) ) und ich sie unbedingt viel öfters backen muss, würde sich so eine Brotschneidemaschine sogar FAST rentieren (ignorieren wir einfach mal die Frage, wo ich so eine Maschine in der Küche noch unterbringen würde :D). Ich glaube sogar dass so eine Maschine nicht für Brot, sondern für diese Kekse erfunden wurde – macht viel mehr Sinn :D Nur klingt Keksschneidemaschine etwas holprig und daher der Name Brotschneidemaschine.

Naja…vielleicht spricht da auch nur mein müder Arm aus mir, der sich nach so einem kleinen Maschinchen sehnt. Falls es euch die Kekse genau so angetan haben wie mir, würde ich euch auf jeden Fall eins raten:  Aus ästhetischen Gründen die eine Hälfte mit dem Messer in der rechten Hand und die andere Hälfte der Kekse mit links abschneiden. Denn das zählt sicher schon als Workout und da sollte man auf keinen Fall eine Seite vernachlässigen :D Für alle mit Brotschneidemaschine: Freut euch, die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt :) Ihr könnt euch mit einem Kaffee zurück lehnen und der Maschine quasi beim Arbeiten zusehen. Für alle ohne Maschine: Da hat man sich doch nach so einem straffen Sportprogramm ein paar Extra-Kekschen zu seinem Kaffee verdient, oder? :D

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Dauer: 20 Minuten + 70 Minuten Backzeit

Menge: 2 Bleche

Hilfreich: Kastenform

  • 2 Eiweiß
  • 75 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Kakao-Pulver
  • 110 g Mandeln
  • 20 g Kakao-Nibs

Das Eiweiß zu einem cremigen Schnee schlagen und den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Anschließend die anderen Zutaten in die Schüssel geben und vorsichtig unterrühren, bis keine Mehlklümpchen mehr im Teig sind. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 40 Minuten backen. Am besten über Nacht auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen in ganz dünne Scheiben schneiden. Diese nebeneinander auf ein Blech mit Backpapier legen und erneut 40 Minuten bei 90 °C im Ofen backen, bis die Kekse knusprig sind. In einer luftdichten Dose aufbewahren, sonst bleiben die Kekse nicht knusprig.

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Quelle:

Abgewandelt aus der Zeitschrift Gusto 1/2005

Immun-Booster oder Zitronencreme-Schnittchen

Zitronencreme-Schnittchen

Erkältungsprävention ist wohl DAS Wort für diesen Winter. Wer schon krank war, tut alles damit es einen nicht nochmal erwischt und wer noch verschont geblieben ist, tut alles damit das auch so bleibt. In den Apotheken gibt es ja allerlei Mittelchen und sonst wird zum Beispiel Ingwer nachgesagt, dass das ganz gut fürs Immunsystem sein soll. Spaß macht das allerdings eher nicht, wenn man irgendwelche Tabletten schluckt und Ingwer ist ja auch nicht Jedermanns Sache. Warum also nicht dieses ganze „Ich tue etwas für mein Immunsystem“-Ding so verpacken, dass es auch Spaß macht? Und lecker schmeckt. Statt Ingwercreme-Schnittchen habe ich mich am Ende dann doch für die zitronige Variante entschieden :D Ganze11 Zitronen verstecken sich in diesen kleinen, cremigen Teilchen…wenn das mal nicht DIE Vitamin C-Bombe ist, weiß ich auch nicht mehr :) Bleibt gesund und vergesst den Kaffee dazu nicht :)

Zitronencreme-Schnittchen

Dauer: 40 Minuten + 25 Minuten Backzeit

Menge: 40 kleine Schnittchen

Hilfreich: Eckiger Backrahmen 25 x 25 cm

Lemon Curd

  • 1 Vanilleschote
  • 480 ml Zitronensaft von ca. 11 Zitronen
  • Abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
  • 60 ml Sahne
  • 320 g Zucker
  • 110 g Butter
  • 8 Eier
  • 4 Eigelb
  • 1 TL Salz

Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark mit einem Messer heraus kratzen. Vanillemark zusammen mit Zitronensaft, Zitronenschale, Butter und Sahne einmal aufkochen. In einer extra Schüssel die Eigeln, Eier und den Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Den heißen Zitronensaft langsam dazu gießen und immer weiter rühren. Ist der komplette Zitronensaft mit der Eiermasse verrührt alles zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze so lange erhitzen (nicht kochen) bis die Zitronencreme eindickt und ein puddingähnliche Konsistenz hat.

Hafer-Mürbeteig & Dekoration

  • 220 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 260 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g Haferflocken
  • 30 g Ricotta oder Frischkäse
  • 20 g Quark
  • 10 g Puderzucker

Für den Mürbeteig die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend Eigelb, Mehl, Salz und Haferflocken dazu geben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Auf einem Blech mit Backpapier den Teig zu einem Rechteck von 25 x 25 cm ausrollen und den Backrahmen darauf stellen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 15 Minuten backen. Anschließend die Zitronencreme darauf geben und weitere 10 Minuten backen. Die Zitronencreme sollte danach etwas fester geworden sein, aber wie Wackelpudding wackeln, wenn etwas am Blech rüttelt. Den Kuchen abkühlen lassen und anschließend mindestens 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren in kleine Schnittchen schneiden. Ricotta mit Quark und Puderzucker glatt rühren. Die Creme in eine Tüte füllen, die Spitze abschneiden und die Schnittchen damit dekorieren.

Ein kleiner Hinweis: Bei den Schnittchen bleibt relativ viel Eiweiß übrig. Bitte nicht weg schmeißen…vermutlich (bisher lagen meine Quellen immer richtig :D ) gibt es hier demnächst ein extrem leckeres Keks-Rezept, mit dem man das Eiweiß super verwenden kann ;-)

Zitronencreme-Schnittchen

Quelle:

Abgewandelt aus der Zeitschrift Bake from Scratch Sommer 2016

Verkehrte Welt oder herzhafte Mini-Cheesecakes mit Tomaten-Marmelade

Herzhafte Mini-Cheesecakes mit Tomaten-Marmelade

Ich nehme es direkt mal vorne weg: Wer sich bei den Bildern auf einen cremig-süßen Cheesecake mit Himbeer-Marmelade gefreut hat, sollte die Überschrift nochmal lesen :D Denn es handelt sich hierbei um eine herzhafte Variante! Im salzigen Mürbeteig verstecken sich ein paar Kürbiskerne, die Cheesecake-Masse besticht durch eine harmonische Kombination aus Parmesan und Basilikum. Und jetzt kommt der Oberknaller: Das Ganze schmeckt ultra lecker mit einem großzügigen Klecks Tomaten-Marmelade. Ja, Marmelade aus Tomaten! Wenn ihr mir nicht glaubt, dass das einfach bombastisch schmeckt, müsst ihr es wohl einfach selbst ausprobieren! Statt Kaffee kann man hier auch alternativ ein Gläschen Rosé schlürfen :)

Die Tomaten-Marmelade kann sehr gut einige Tage vorher zubereitet werden und dann im Kühlschrank aufbewahrt werden. Außerdem schmeckt sie nicht nur wunderbar zu den kleinen Cheesecakes, sondern ebenfalls zu Käse :)

Herzhafte Mini-Cheesecakes mit Tomaten-Marmelade

Dauer: 1,5 Stunden + 1 Stunde Koch- und Backzeit

Menge: 14 kleine Cheescakes

Hilfreich: Tortenring von ca. 18 cm Durchmesser, runder Ausstecher

Tomaten-Marmelade

  • 450 g Romana-Tomaten (oder Cocktail-Tomaten)
  • 65 g brauner Zucker
  • 1 EL Apfelessig
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 6 getrocknete Tomaten
  • 1/2 ausgekratzte Vanilleschote

Ca. 1 Liter Wasser aufkochen, vom Herd nehmen und die Tomaten hinein geben. Ca. 1 Minute im heißen Wasser lassen und anschließend heraus nehmen und in einen Topf mit kalten Wasser geben. Mit einem Messer nun die Haut abziehen, dann die Tomaten halbieren, den grünen Ansatz entfernen und dann vierteln. Die getrockneten Tomaten fein hacken. Die Tomatenstückchen und die getrockneten Tomaten mit allen anderen Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Dann bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren vor sich hin köcheln lassen, bis eine dickflüssige Marmelade entsteht. Das dauert ca. 30 Minuten.

Kürbiskern-Mürbeteig

  • 50 g weiche Butter
  • 80 g Mehl
  • 1 TL getrocknete Kräuter
  • 1 EL gehackte Kürbiskerne
  • Pfeffer, Salz

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und auf einem Blech mit Backpapier ausrollen. Den Tortenring darauf setzen und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit er beim Backen keine Blasen wirft. Den Boden im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 12 Minuten backen.

Herzhafte Cheesecake-Masse

  • 225 g Frischkäse
  • 80 g geriebener Parmesan
  • 1 Hand voll frische Basilikumblätter
  • 1/2 EL Zucker
  • 1 Ei
  • 1/4 TL Salz
  • Kleine Basilikumblätter für die Dekoration

Die Basilikumblätter fein hacken. Zusammen mit den restlichen Zutaten verrühren. Die Masse auf den vorgebackenen Boden geben und im Ofen bei 150 °C 15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Mit einen kleinen Kreisausstecher Mini-Cheesecakes ausstechen. Jeweils 1 TL Tomaten-Marmelade auf die Cheesecakes geben und mit einem Basilikumblättchen dekorieren.

Herzhafte Mini-Cheesecakes mit Tomaten-Marmelade

Quelle: 

Abgewandelt aus thesuburbansoapbox.com

Röllchen oder Kastanien-Crêpes mit Honig-Ricotta und Apfel

Kastanien-Crêpes mit Honig-Ricotta und Äpfeln

Der Winter ist ja bekannt für seine berühmt-berüchtigten Röllchen. An vielen Ecken sammeln und reihen sie sich aneinander…ob man will oder nicht. Ihr denkt doch aber nicht, dass hier von Speckröllchen die Rede ist? :D Nein nein nein! Ich rede von Crêpe-Röllchen – Im Vergleich zu Speckröllchen ist man die viel schneller wieder los, als einem lieb ist :D Denn die Crêpe sind mit Kastanien-Mehl und geben einen super feinen, nussigen Geschmack und in den Röllchen versteckt sich eine leckere Creme aus Honig und Ricotta und ein paar Äpfelchen. Warm wie kalt schmecken sie zum Niederknien (und ja, das zähl als Sport gegen die anderen Röllchen, wenn man es ein paar mal hintereinander macht :D)! Am besten mit einer großen Tasse Milchkaffee und wenig Gesellschaft genießen :)

Kastanien-Crêpes  mit Honig-Ricotta und Apfel

Dauer: 30 Minuten

Menge: 10 kleine Röllchen 

Hilfreich: Crêpes-Pfanne

  • 2 Eier
  • 45 g Kastanien-Mehl
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 2 TL Zucker
  • 160 g Milch
  • 1 Apfel
  • 1 Bio-Zitrone
  • 50 g Ricotta
  • 100 g Magerquark
  • 1 EL Honig
  • Öl zum Crêpes backen

Die Eier mit dem Mehl, Zucker und Butter verrühren. Langsam die Milch dazu geben und immer weiter rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Die Zitrone abwaschen und die Hälfte der Schale abreiben. Zitronenschale mit Ricotta, Magerquark und Honig verrühren. Den Apfel schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und fein würfeln. Die Hälfte der Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit den Äpfeln in einen Topf geben. Mit geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten vor sich hin köcheln lassen, bis die Würfel weich sind, aber noch nicht zerfallen.

Die Crêpes in einer Crêpes-Pfanne mit etwas Öl nacheinander ausbacken (ich habe sie nur von einer Seite angeraten, damit sie beim Wenden nicht kaputt gehen oder zu trocken werden). Auf ein Backpapier legen. Jeden Crêpe halbieren und auf jede Hälfte etwa ein TL Honig-Ricotta-Creme verteilen. Die Apfelwürfel auf die Honig-Ricotta-Creme geben. Nun die Röllchen rollen. Dafür die beiden langen Seiten der Crêpes ca. 0,5 cm zur Mitte hin einschlagen und dann die Röllchen von der kurzen Seite her aufrollen. Evtl. mit etwas Mandelmus und Honig kalt oder warm servieren.

Kastanien-Crêpes mit Honig-Ricotta und Äpfeln