Einfach einfach oder Obstkuchen mit Streusel

Obstkuchen mit Streusel

Ich bringe es mal direkt auf den Punkt: Der Obstkuchen hier ist einfach einfach! Und das Ergebnis ist trotzdem einfach oberlecker :)

Ihr müsst keine Zutaten erst Zimmertemperatur annehmen lassen (da denkt man ja doch immer erst dran, wenn man eigentlich schon anfangen möchte, oder?!), ewig lange Eier mit Zucker schaumig schlagen oder einen Handrührer aus dem Schrank holen. Nein, nein, nein.

Nur die Butter muss geschmolzen werden und die restlichen Zutaten haut ihr einfach direkt aus dem Kühlschrank und Vorratsschrank in die Schüssel :D Ich habe den Teig mit einem Schneebesen kurz verrührt, aber ich würde fast behaupten, dass es vielleicht auch mit nur einer Gabel und ein paar Muckis im Arm geht. Die Streusel sind ebenfalls turboschnell zusammen gekrümelt und schmecken  sooooo buttrig. Die Geheimzutat ist gebräunte Butter – kaum ein Mehr an Aufwand und sie verleiht den Streusel so ein keksig nussiges Aroma. Der einzige Harken daran ist der absolute Suchtfaktor. Es gibt Schlimmeres….

Trotz der einfachen Zubereitung wird man mit einem wirklich saftigen Kuchen belohnt. Es müssen schließlich nicht immer die aufwändigsten Rezepte am besten schmecken, oder? ;-) Außerdem kann man den Kuchen ganz einfach abwandeln, in dem man das Obst austauscht. Heidelbeeren und Himbeeren oder Aprikosen stelle ich mir auch sehr lecker vor.

So. Ich könnte noch ewig weiter schwärmen, aber am besten ihr schnappt euch direkt ein paar Früchtchen – was ihr gerade da habt – und legt los. Denn wer früher mit backen anfängt, hat schneller einen großes Stückchen leckeren Kuchen auf dem Teller :D

Obstkuchen mit Streusel

Obstkuchen mit Streusel

Dauer: 30 Minuten + 50 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 22 cm Durchmesser

Obstkuchen

  • 70 g Butter
  • 200 g Crème Fraîche
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 240 g Mehl
  • 25 ml Milch
  • 2 TL Backpulver
  • Obst, z.B. 3 geachtelte Nektarinen und 90 g TK-Heidelbeeren

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Butter bei mittlerer Hitze im Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit Crème Fraîche, Zucker, einer großen Prise Salz, Milch und Eiern glatt rühren. Mehl und Backpulver kurz unterrühren bis gerade so ein glatter Teig entsteht. Den Teig in eine gefettete und gemehlte Backform füllen und das Obst auf dem Teig verteilen.

Streusel

  • 80 g Butter
  • 45 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 30 g Mandelblättchen

Die Butter bei mittlerer Hitze im Topf schmelzen lassen. So lange weiter erhitzen und gelegentlich umrühren, bis die Butter anfängt leicht nussig zu duften und sich die Partikelchen darin goldbraun färben. Vom Herd nehmen und Zucker, Mehl, Mandelblättchen und 1 Prise Salz dazu geben und mit einer Gabel zu Streusel verarbeiten.

Die Streusel über dem Kuchen verteilen und im vorgeheizten Ofen 40 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren und weiter 10 Minuten fertig backen (Stäbchenprobe!).

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Obstkuchen mit Streusel

Drei in einer Woche oder Cheesecake mit Dattelkaramell

Cheesecake mit Dattelkaramell

Also diese eine Woche wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Denn es war die Woche in der ich drei Cheesecakes gebacken… und natürlich auch gegessen habe :D Wie es genau zu dieser Es(s)kalation kam, muss ich euch unbedingt verraten:

Ich hatte das Rezept schon vor meinem geistigen Auge fertig. Ein schön heller, cremiger Cheesecake, der von samtigem Dattelkaramell gekrönt wird. So weit, so gut. Beim ersten Versuch habe ich mit dem Mürbeteig den Boden und Rand der Form ausgekleidet. Leider hat sich nach dem Backen die Cheesecakemasse etwas zusammen gezogen und sich von dem Rand äußerst unschön distanziert. Dattelkaramell hatte ich schon während des Backens parallel zubereitet und ist dann erstmal nicht auf dem Kuchen, sondern im Kühlschrank gelandet. Der Cheesecake hat trotz allem gut geschmeckt, nur ist er eben nicht fotografiert worden.

Beim zweiten Versuch dachte ich, dass ich besonders schlau bin und habe den Rand aus Mürbeteig einfach weg gelassen. Doch weit gefehlt, der Kuchen war noch schlauer :D Denn auch ohne Rand und leicht veränderten Zutaten ist der Cheesecake nach dem Backen relativ unästhetisch zusammen geschrumpelt. Geschmeckt hat auch der zweite Anlauf, nur optisch hat es mir nicht gemundet :D

Nach diesen zwei Fehlschlägen war ich eigentlich schon so weit den Dattelkaramell pur zu löffeln :D Doch irgendwie konnte ich das dann doch nicht auf mir sitzen lassen. Ich habe den alten Rezeptentwurf weg geschmissen und alles nochmal neu gemacht – Beste Idee seit langem! :) Denn das Ergebnis ist genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein schön heller, ultra cremiger Cheesecake mit einer frischen Zitronennote, der nur noch durch einen knusprigen Mandelboden und einem samtigen Dattelkaramell ergänzt wird. Yummy!

Im Nachhinein kann ich euch nur dringendst empfehlen den Kuchen auch drei Mal in einer Woche zu backen – aber gleich mit dem besten Rezept ;-)

Cheesecake mit Dattelkaramell

Dauer: 45 Minuten + 60 Minuten Backzeit + 1 Nacht Kühlzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 15,5 cm Durchmesser (oder doppeltes Rezept für 22 cm Durchmesser), Pürierstab

Mandelboden

  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Mehl
  • 30 g Zucker
  • 40 g weiche Butter
  • Salz

Ofen auf 180 °C vorheizen.

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und den Boden der Backform damit auskleiden. Den Mandelboden 10 Minuten im Ofen vorbacken. Nach dem Backen, so lange der Boden noch heiß ist, mit einem Löffel den Boden nochmal gut in die Form drücken. Abkühlen lassen.

Cheesecake

  • 280 g Doppelrahmfrischkäse
  • 15 g (1 1/2 EL) Stärke
  • 70 g Zucker
  • 200 g Ricotta
  • 50 ml Sahne
  • Abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Den Ofen auf 140 °C vorheizen.

Zunächst Stärke und Zucker mit dem Frischkäse glatt rühren. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einer glatten Masse verrühren. Die Cheesecake-Masse auf den abgekühlten Boden geben und glatt streichen.

Im Ofen 50 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und zunächst auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und am besten über Nacht durchkühlen lassen.

Dattelkaramell

  • 125 g + 3-4 getrocknete Datteln ohne Stein
  • 110 ml Wasser
  • Zimt
  • Salz
  • Mandelblättchen

125 g Datteln grob hacken und mit dem Wasser in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann abkühlen lassen. Die Datteln zu einer feinen Paste pürieren. Eventuell noch etwas mehr Wasser dazu geben, bis eine samtige, karamellartige Creme entsteht.

Den Dattelkaramell auf dem Cheesecake verteilen.  Die 3-4 Datteln in Ringe schneiden und den Cheesecake damit und mit Zimt, Mandelblättchen und Salz dekorieren.

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Cheesecake mit Dattelkaramell

Wie jedes Jahr oder Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Wie jedes Jahr lege ich eigentlich keinen besonderen Wert auf den Valentinstag. Man kann schließlich seinen Liebsten auch an jedem anderen Tag eine Freude machen, oder? :) Aber wie jedes Jahr, reizt es mich dann doch ab Anfang Februar das Herzchenthema in kulinarischer Form irgendwie aufzugreifen. Seht das aber bitte als Anregung – wie gesagt – für das ganze Jahr und nicht nur einen bestimmten Tag ;-)

Beim Durchstöbern der älteren, herzigen Rezepte ist mir aufgefallen, dass es eigentlich immer mit Kuchen und lustigerweise auch mit Himbeeren zu tun hat:

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Dieses Jahr gibt es zur Abwechslung mal etwas Anderes! Walnüsse tatt Himbeeren. Herzchen sind ein Muss und Brownies sind natürlich auch Kuchen, aber ganz genau genommen, sind es eher Energiekugeln in Herzchenform. Kein Backen und absolut saftige, schokoladige Dingerchen, bei denen die Frühjahresmüdigkeit überhaupt keine Chance hat!

Wenn man sie komplett mit Schokolade überzieht, dann könnten sie sogar als gesunde Pralinen durchgehen…Zu einem kleinen Espresso ist das auf jeden Fall mein neuer Lieblingssnack :) Und ob ich davon überhaupt welche abgeben möchte – egal an welchem Tag – muss ich mir nochmal gründlichst überlegen :D

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Dauer: 30 Minuten + 1 Nacht Kühlzeit

Hilfreich: Herzausstecher, Pürierstab, Nudelholz

Brownie-Herzchen

  • 180 g getrocknete Datteln ohne Stein
  • 100 ml Wasser
  • 60 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 60 g gemahlene Haferflocken
  • 50 g Kakaopulver
  • 20 g geschrotete Leinsamen
  • 70 g gemahlene Walnüsse
  • 50 g Walnüsse
  • 2 Msp Zimt
  • 3 Msp Salz

Die Datteln grob hacken und mit dem Wasser in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann abkühlen lassen. Die Datteln zu einer feinen Paste pürieren.

Dattelpaste mit den restlichen Zutaten zu einer klebrigen Masse verkneten. Die Masse zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie geben und mit einem Nudelholz auf ca. 1,5 cm Dicke ausrollen. In der Frischhaltefolie eingepackt über Nacht kalt stellen.

Schokoladenguss

  • 50 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 10 g Kokosöl
  • 1 TL Kakaopulver

Alle Zutaten in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen.

Aus der Brownie-Masse Herzchen in verschiedenen Größen ausstechen. Einige Herzchen mit einer Gabel komplett in den Guss tauchen, die Unterseite gut am Topfrand abstreichen und auf ein Backpapier legen zum Festwerden. Den restlichen Guss in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. Feine Schokoladenlinien auf die restlichen Herzchen malen.

Die Brownie-Herzchen abgedeckt im Kühlschrank lagern.

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Brownie-Herzchen mit Walnüssen

Alles anders oder Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dieses Jahr ist einfach alles anders. Konsequenterweise dann auch die Vorweihnachtszeit: Mehr Zeit zu Hause, mehr Zeit für sich. Kein Weihnachtsmarkt. Aber irgendwie war alles auch viel ruhiger und besinnlicher als die vorherigen Jahre.

Wie ihr an den letzten Rezepten gemerkt habt, gab es dieses Jahr tatsächlich auch keine Kekse von mir! Denn keine Rezepte für euch bedeutet automatisch keine Kekse für mich :D Das hätte ich wirklich niiiiiie für möglich gehalten und doch ist es so passiert. Zum Glück kann ich an dieser Stelle ganz entspannt auf meine Rezepte aus den letzten Jahren verweisen :)

Hier meine Favoriten:

Als Keksersatz haben wir dafür ein kleines, feines Weihnachtsbäumchen vor der Eingangstür stehen und gerade heute habe ich die nächste Portion Nuss-Nougat-Trüffel gemacht :) Verhungern werden wir also ohne Kekse auch nicht :D

Am Wochenende habe ich dieses Jahr statt Keksen einfach eher mal Waffeln oder Kuchen gebacken. Und die waren schneller weg als ich meine Kamera zücken konnte. Ganz im Sinne von 2020 habe ich mir gesagt: Dann ist es halt so :D Ein bisschen mehr Glück hatte ich dann aber beim Pekannuss-Mousse. Und ohne dass ich das jetzt schönreden müsste – mit Abstand war das auch das beste Rezept von allen!

Pekannuss-Mousse

Am meisten Aufwand bei dem Mousse sind die gebrannten Pekannüsse. Aber hier kann man auch einfach mehr machen und sich direkt selbst entschädigen…die Arbeit bleibt ja die gleiche, egal wie viele Pekannüsse man karamellisiert :) Der Rest ist dann wirklich nicht mehr viel und man wird mit dem samtigsten, cremigsten, luftigsten Mousse belohnt! Ein Mousse was wunderbar nussig, sahnig schmeckt, ein bisschen besonders ist (oder habt ihr schonmal Pekannuss-Mousse gegessen?! :D) und sich obendrein noch wunderbar vorbereiten lässt.

Wer sich die Bilder genauer anschaut, der sieht, dass ich ja mit SternKEKSEN dekoriert habe. Ich bleibe allerdings bei meiner Aussage, dass ich nicht gebacken habe… Denn die Kekse habe ich mir einfach von meiner Mutter „ausgeliehen“ ;-)

Da dieses Rezept wohl das letzte für dieses Jahr sein wird, möchte ich mich bei euch allen für das fleißige Kommentieren, Lesen und Nachbacken bedanken! Ich wünsche euch allen gemütliche Feiertage, einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und dass eure Keksteller voller sind als meiner :)

Pekannuss-Mousse

Pekannuss-Mousse

Dauer: 40 Minuten + 1 Nacht Kühlzeit

Menge: 6 kleine Gläschen

Hilfreich: Handrührer oder Küchenmaschine, Standmixer

Pekannuss-Mousse

  • 100 g Pekannüsse
  • 40 g Zucker
  • 10 ml Wasser
  • 125 ml Milch
  • Gemahlene Gelatine entsprechend 1 1/2 Blatt Gelatine
  • 125 ml Sahne

Wer ein paar gebrannte Pekannüsse pur knuspern möchte, karamellisiert hier einfach mehr Nüsse und verwendet dann nur einen Teil für das Mousse.

Den Ofen auf 100 °C vorheizen, dann die Pekannüsse in den Ofen geben und für ca. 2 Minuten erwärmen. In der Zwischenzeit Zucker mit Wasser in einer Pfanne aufkochen. Dann die Nüsse dazu geben und unter Rühren die Nüsse karamellisieren, bis sie mit einem goldgelben Zuckerschicht umhüllt sind. Die karamellisierten Nüsse auf ein Backpapier geben und mit zwei Gabeln etwas separieren. Abkühlen lassen.

Die karamellisierten Pekannüsse in einen Mixer geben und sehr fein mahlen. Die Milch dazu geben und weiter mixen, bis eine glatte Creme entsteht.

Die Gelantine nach Packungsanleitung einweichen. 2 EL der Pekannusscreme in einen kleinen Topf geben und mit der eingeweichten Gelatine leicht unter Rühren erwärmen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Gelatine-Pekannusscreme unter Rühren unter die restliche Pekannusscreme rühren. Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Pekannusscreme heben. Alles in kleine Gläser füllen und abgedeckt über Nacht kalt stellen.

Dekoration

  • Kekssterne
  • essbares Goldpuder/Goldspray
  • 1 EL geschlagene Sahne
  • 1 EL fein gehackte Pekannüsse
  • Zuckersternchen

Die Kekssterne mit Goldpuder oder Goldspray vergolden. Je einen kleinen Klecks Sahne auf das Pekannuss-Mousse geben, einen Stern in die Sahne stecken und mit gehackten Nüssen und Zuckersternchen dekorieren. Anschließend servieren.

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Pekannuss-Mousse