Einer dieser Tage oder Schokoladenkuchen mit Kirschen und Kokosstreusel

Letzte Woche war es also so weit. Es war einer dieser Tage, an dem auf EINMAL unser ganzer Kirschbaum randvoll mit reifen Kirschen hing. Denn kaum wacht unser Bäumchen aus dem Winterschlaf auf und sieht aus wie eine große, weiße Wolke bestehend aus Kirschblüten, hängt er nach einem Blinzeln auch schon komplett voll mit reifen Früchtchen. Jedes Jahr bin ich ein bisschen überrascht, wie schnell das geht. Und genau so schnell wie alles reif ist, sind die Kirschen dann auch nur ein paar Tage später leider auch schon zu reif.

Was Ernte und Verarbeitung angeht, muss man also durchaus sehr spontan und zügig sein :) Ganz in diesem Sinne, habe ich spontan einen schnellen Blechkuchen mit den selbst geernteten Kirschen gebacken.

Der Kirschkuchen ist so lecker geworden, dass ich ihn definitiv wieder – dann mit Kirschen aus dem Glas oder TK-Kirschen – backen werde! Wenn es um leckeren Kuchen geht, kann ich schließlich kein ganzes Jahr auf unser Bäumchen warten :D Denn: saftiger Schokoladenkuchen + knusprige Kokosstreusel + fruchtige Kirschen + etwas Zartbitterschokolade = ganz, ganz große Kuchenliebe :)

Mit Aprikosen stelle ich mir den Kuchen auch ziemlich lecker vor… Da haben wir nur leider keinen Baum, aber dann „ernte“ ich die eben im Supermarkt ;-)

Schokoladenkuchen mit Kirschen und Kokosstreusel

Dauer: 20 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Menge: 1 Blech 

Kokosstreusel

  • 100 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 50 g Kokosraspel
  • 2 Msp Salz

Butter in einem Topf schmelzen lassen. Vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten dazu geben. Mit einer Gabel zu Streusel verarbeiten.

Schokoladenkuchen

  • 210 ml Milch
  • 1 EL Apfelessig
  • 180 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2 EL griechischer Joghurt
  • 300 g Mehl
  • 60 g Kakaopulver
  • 1 Pck Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 400 g entsteinte Kirschen (frisch, TK oder Glas)
  • 1 TL Kokosöl
  • 50 g Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Die Milch in einem Glas mit dem Essig verrühren und 10 Minuten stehen lassen. Das wird dann so eine Art Buttermilch und den Essig schmeck man später im Kuchen nicht. Alternativ kann man auch statt Essig und Milch einfach 220 ml Buttermilch nehmen.

Butter mit Zucker hell-schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren (nach jedem Ei so lange rühren, bis die Masse wieder homogen aussieht). Anschließend Joghurt, Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Salz und Milch-Essig-Mischung zügig unterrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verstreichen. Die Kirschen auf dem Teig verteilen und dann die Streusel darüber geben. Den Kuchen ca. 15 Minuten (Stäbchenprobe!) backen. Abkühlen lassen.

Schokolade hacken und mit dem Kokosöl bei mittlerer Hitze unter Rühren in einem Topf schmelzen lassen. Den Kuchen damit verzieren.

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Tunnelblick oder Blaubeer-Tarte mit Ricotta und Pistazien

Es gibt Tage, da überholt man sich irgendwie selbst, oder? :D Allerdings meine ich das nicht im positiven Sinn, sondern eher so: Ich backe einen knusprigen Pistazienboden, verteile darauf eine cremig sahnige Mousse aus Ricotta und dekoriere sie mit ganz viel frischen, knackigen Blaubeeren. Vor dem Fotografieren lege ich mir extra noch gehackte Pistazien raus, weil das sicher gut auf den Fotos aussieht. Ich baue mein Fotoset auf, richte alles hin, habe die Tarte in Szene gesetzt und mache meine Fotos. Für die nächsten Bilder schneide ich die Tarte an und danach – also DANACH!!! – fällt mir auf, dass ich die Pistazien ganz vergessen habe. Menno!

Also habe ich das Stück wieder in den Tarte „integriert“ um alle Fotos vom ganzen Tarte dieses mal MIT Pistazien nochmal zu machen. Was man nicht alles tut…

Das zeigt aber vielleicht ein bisschen, das mein Unterbewusstsein den Fototeil wohl sehr schnell abschließen wollte. Denn danach folgt das Beste: ich gönne mir direkt das eben noch fotografierte Stückchen :D Egal ob nun mit oder ohne gehackten Pistazien, die Tarte hat mich für alles entschädigt! Knuspriger Boden, der durch die Pistazien besonders fein schmeckt und dann eben diese cremige Ricotta-Mousse und frische Blaubeeren. Lecker…ich brauche definitiv mehr Tartes wie diese Blaubeer-Tarte in meinem Leben! :D

Blaubeer-Tarte mit Ricotta und Pistazien

Dauer: 30 Minuten + 10 Minuten Backzeit

Hilfreich: Eckige Tarteform (ca. 18 cm x 18 cm)

Pistazienboden

  • 40 g Zucker
  • 50 g gemahlene Pistazien
  • 70 g weiche Butter
  • 120 g Mehl
  • Prise Salz

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Im Ofen 10 Minuten backen. Falls der Boden doch ein paar Blase wirft, kann man ihn mit einem Löffel wieder in Form drücken so lange er noch heiß ist. Abkühlen lassen.

Füllung

  • 250 g Ricotta
  • 200 g Sahne
  • 45 g Puderzucker
  • 300 g Blaubeeren
  • Gehackte Pistazien

Den Ricotta mit dem Puderzucker glatt rühren. Sahne steif schlagen und unter den Ricotta heben. Die Ricotta-Creme auf den gebackenen Pistazienboden geben und glatt streichen. Blaubeeren und gehackte Pistazien auf der Tarte verteilen und am besten mindestens 3 Stunden kalt stellen.

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Fruchtig frisch oder Käsekuchen mit Erdbeeren

Wenn es einen Kuchen gibt, der einfach IMMER geht, dann ist es bei mir definitiv Käsekuchen. Jaja, prinzipiell geht bei mir eigentlich immer jeder Kuchen :D Aber Käsekuchen mag ich einfach besonders gerne.

Egal ob zum Frühstück, als Mittagsessensersatz, nach dem Mittagessen, zum Nachmittagskäffchen oder als kleines, feines Dessert nach dem Abendessen auf der Couch. Ich liiiiiiiiebe Käsekuchen :)

Um dem ganzen allerdings mal einen neuen, saisonalen Twist zu geben, habe ich dieses Mal einen Erdbeersoße in die Käsekuchenmasse gestrudelt. An sich wollte ich den Kuchen auch recht leicht halten (also keine Butter und relativ viel Magerquark), damit man anschließend guten Gewissens einen großen Klecks Sahne dazu geben kann :D Eiweißschlagen und ähnlich Aufwendiges wollte ich mir auch sparen, dadurch wird der Kuchen etwas kompakter – von der Konsistenz eher wie Cheesecake, aber genauso wollte ich das auch. Wer es lieber etwas luftiger haben möchte, kann das Eiweiß natürlich auch steif schlagen und dann unter die Masse heben.

Das Endergebnis hat das Potenzial mein neuer Lieblingskäsekuchen zu werden! :) Fruchtig frisch, cremig und bitte auf gar keinen Fall ohne einen großen Klecks Sahne und eine große Tasse Kaffee servieren :)

Käsekuchen mit Erdbeeren

Dauer: 40 Minuten + 53 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 20 cm Durchmesser

Mürbeteig

  • 100 g Mehl
  • 30 g Zucker
  • 70 g weiche Butter
  • Prise Salz

Den Ofen auf 180 °C vorheizen

Alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig rund ausrollen und den Boden der Backform damit auskleiden. Mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Den Boden 13 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Erdbeersoße

  • 200 g TK-Erdbeeren, aufgetaut
  • 20 g Zucker
  • 10 g Stärke

Die Erdbeeren mit dem Zucker pürieren. Zunächst 2 EL Erdbeerpüree mit der Stärke glatt rühren, dann das restliche Püree dazugeben und verrühren. Unter ständigem Rühren die Erdbeersoße erhitzen, bis sie kocht und eindickt. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Käsekuchen

  • 1 Vanilleschote
  • 40 g Stärke
  • 120 g Zucker
  • 1 Ei
  • 700 g Magerquark
  • 300 g Frischkäse

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.

Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit einem Messer das Vanillemark heraus kratzen. Vanillemark mit Stärke, Zucker und Ei glatt rühren. Anschließend Quark und Frischkäse dazu geben und glatt rühren.

Die Quarkmasse auf den vorgebackenen Boden geben und die Erdbeersoße in Klecksen dazu geben. Mit einer Gabel verstrudeln. Den Käsekuchen 40 Minuten backen. Abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Mit frischen Erdbeeren und geschlagener Sahne servieren.

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Bitte nicht nachmachen oder Körnerbrot mit Walnüssen

Bitte macht das hier auf keinen Fall nach!

Hm…das ist vielleicht eine etwas irreführende Botschaft. Denn damit meine ich AUF GAR KEINEN FALL das Körnerbrot! Nein! Nein! Nein! :D Im Gegenteil – gerade jetzt ist doch ein Brotrezept OHNE Hefe und OHNE Mehl extrem praktisch, oder? :) Dadurch entfallen auch gleich sämtliche, manchmal gar nicht so unkomplizierte Geh- und Falt- und Knetprozeduren. Einfach alles zusammen rühren, über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag backen. Ihr müsst noch nicht mal den Ofen vorheizen :D Das ist fast schon lächerlich einfach… Und die Belohnung für dieses bisschen Arbeit ist ein super saftiges Brot! Mit ganz viel Kernen, Walnüssen, dazu ein Hauch kalte Butter und eine Prise Salz. Mit einer großen Tasse Kaffee macht das mein Frühstück perfekt :)

Ach ja…was genau sollt ihr davon jetzt aber nicht nachmachen?! Das Brot meine ich ja nicht ;-) Es geht um etwas anderes: Ich habe das Brot schon so, so oft gebacken. Als ich dann eins zum Fotografieren backen wollte, hatte ich die „geniale“ Idee die Kastenform mit Backpapier auszukleiden und das Brot dann darin zu backen. Das sieht bestimmt auf den Fotos richtig schön aus, dachte ich. Ich bin ganz ehrlich – ich finde das sieht auf den Fotos wirklich richtig toll aus. Der eigentliche Sinn des Brots ist ja aber nicht schön fotogen zu sein, sondern man möchte das ja ESSEN. Und hier liegt der Hase begraben. Oder klebt das Backpapier am Brot :D Ich musste leider das Backpapier mit einem Messer vom Brot weg operieren. Höchst unschön. Also backt das Brot lieber ohne Backpapier – es löst sich auch so aus der Form, versprochen :)

Körnerbrot mit Walnüssen

Dauer: 15 Minuten + 55 Minuten Backzeit + 1 Nacht Einweichzeit

Hilfreich: Kastenform

  • 450 ml Wasser
  • 150 g gemischte, kernige Flocken (oder nur kernige Haferflocken)
  • 100 g geschrotete Leinsamen
  • 45 g Kürbiskerne
  • 60 g Walnüsse
  • 40 g Sesam
  • 60 g gemahlene Flohsamenschalen
  • 1 1/2 TL Salz

Alle Zutaten zusammen in einer Schüssel gut verrühren. Abgedeckt über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Tag die Masse in eine Kastenform geben und mit einem Löffel flach drücken. Das Brot in den kalten Ofen stellen und bei 180 °C Unter-Oberhitze 55 Minuten backen. Nach dem Backen das Brot aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollkommen auskühlen lassen.

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