Darf’s ein bisschen mehr sein oder Marzipan-Parfait mit Pflaumen

Marzipan-Parfait mit Pflaumen

Darf’s ein bisschen mehr sein? Erinnert euch das auch an die Wursttheke beim Supermarkt? Hier rechnet man allerdings auch mit diesem Satz. Nicht beim Fotografieren von diesem leckeren Marzipan-Parfait mit Pflaumen. Ich hatte eine Scheibe Parfait auf einem Teller arrangiert und nach den ersten paar Fotos dachte ich mir, dass das einfach wie ein Schinken aussieht :D So ein richtig schön marmoriertes Stückchen, was nur darauf wartet in einen wunderbar herzhaften Flammkuchen verwandelt zu werden. Tja. Nur geht es hier nicht um Schinken und Flammkuchen, sondern um Parfait! Ich halbierte die Parfait-Scheibe und die Illusion war zerstört :D Jetzt gibt es also für euch ein paar Fotos von einem wirklich traumhaft cremigen Marzipan-Parfait mit Pflaumen, bei denen absolut keine schinkenlastigen Hintergedanken aufkommen sollten :) Der Flammkuchen wäre allerdings eine tolle Idee, wenn ihr am Überlegen seid, wofür ihr noch einen Nachtisch wie dieses Parfait braucht :D Auf der anderen Seite kann man Parfait auch einfach so essen…Cremiges Marzipaneis, verstrudelt mit fruchtig-frischer Pflaumensoße. Ach ja. Das könnte ich sogar schon zum Frühstück verputzen :)

Marzipan-Parfait mit Pflaumen

Dauer: 40 Minuten + 25 Minuten zum Pflaumenrösten

Hilfreich: Kastenform, Stabmixer, grobe Reibe

  • 500 g Pflaumen
  • 60 g Rohrzucker
  • 120 g Marzipan
  • 150 ml Milch
  • 30 ml Amaretto
  • 20 g Stärke
  • Prise Zimt
  • 250 ml Sahne
  • 2 1/2 EL Puderzucker

Die Pflaumen waschen, halbieren und in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit dem Rohrzucker auf ein Blech geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 25 Minuten rösten. Nach 5-10 Minuten immer mal wieder umrühren. Abkühlen lassen und fein pürieren.

Für die Marzipanmasse das Marzipan grob reiben. Marzipan zusammen mit der Milch und dem Zimt in einen Topf geben und leicht erwärmen. Mit einer Gabel die Milch in das Marzipan einarbeiten, bis alles eine glatte Masse ist. Stärke mit dem Amaretto glatt rühren und zu der Marzipanmilch geben. Einmal unter Rühren aufkochen, bis alles eindickt. Abkühlen lassen und immer mal wieder umrühren, sodass sich keine Haut bildet.

Die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Zunächst 1/4 der Sahne unter die Marzipanmasse rühren und dann den Rest in 3 weiteren Schwüngen unterheben. Die Marzipanmasse in eine Kastenform füllen und das Pflaumenmus darauf verteilen. Mit einer Gabel marmorieren. Das Parfait abdecken und am besten über Nacht einfrieren.

Vor dem Servieren kurz antauen lassen.

Marzipan-Parfait mit Pflaumen

Wer möchte oder Brownie-Tarte mit Kirschen und Kokos

 

Brownie-Tarte mit Kirschen und Kokos

Hände hoch, wer hat Lust auf saftige Brownies mit Kirschen? Komisch, ich höre niemand. Ok, dann muss ich den saftigsten, besten und leckersten Brownie-Tarte die mein Ofen und ich je erblicken dürften, alleine essen. Hartes Leben und immer trifft es ausgerechnet mich…

Ach ja, der Brownie-Tarte hat übrigens noch eine ganz feine Kokosnote und wird durch ein paar Kirschen sogar NOCH saftiger. Hand aufs Herz: Das ist ein wahr gewordener Schokoladentraum! Trotzdem niemand? Na gut :D Dann aber bitte auch nicht hinterhergekleckert kommen à la ich hätte nicht so richtig gefragt und euch eine Chance gegeben :P

Ich koche mir jetzt in aller Ruhe noch eine Tasse Kaffee und dann hilft wohl alles nichts. Ob ich ganz zufällig, ohne Grund die Tür abgeschlossen und den Schlüssel habe stecken lassen? Ich denke nicht. Warum sollte ich so etwas tun?! :D

Brownie-Tarte mit Kirschen und Kokos

 

Brownie-Tarte mit Kirschen und Kokos

Dauer: 20 Minuten + 20 Minuten Backzeit

Hilfreich: Längliche Tarteform (ca. 30 cm x 10 cm)

  • 4 Eier
  • 120 g + 1/2 TL flüssiges Kokosöl (leicht erhitzen, falls es fest ist) + etwas mehr für die Backform
  • 100 g Zucker
  • 60 g Kokosmehl
  • 130 g + 20 g Zartbitterschokolade
  • 10 g Kakaopulver + etwas mehr für die Backform
  • 1/2 TL Salz
  • 3-4 EL Kirschmarmelade mit möglichst vielen Kirschstückchen
  • Kokosflocken

Die Schokolade grob hacken. 130 g Schokolade in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Dann die Schokolade zusammen mit den Eiern, 120 g Kokosöl, Zucker, Kokosmehl, Kakaopulver und Salz in eine Schüssel geben. Zu einem glatten Teig verrühren.

Die Tarteform mit Kokosöl einreiben und mit Kakaopulver ausstreuen. Den Teig in die Form füllen und die Kirschmarmelade auf den Teig verteilen – hier am besten die ganzen Früchte aus dem Gläschen angeln, das schmeckt am besten :) Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Wenn die Tarte abgekühlt ist, mit Kokosflocken dekorieren. 20 g Schokolade mit 1/2 TL Kokosöl schmelzen und mit einem Löffel ebenfalls über die Tarte träufeln.

Brownie-Tarte mit Kirschen und Kokos

Schnittige Sache oder Joghurttorte mit Pflaume und Walnuss

Joghurttorte mit Pflaume und Walnuss

Der Anschnitt einer Torte ist ja immer so eine Sache. Vor allem, wenn man sich noch einigermaßen hübsche Bilder von dem angeschnittenen Törtchen erhofft. Irgendwie muss alles einfach perfekt passen. Der Biskuit nicht zu hart, sonst quillt die Creme an der Seite heraus, die Creme nicht zu weich, da sonst das gleiche Problem. Aber auch nicht zu fest, denn gut schmecken soll es ja auch noch (und es gibt nichts Besseres als eine samtig-zarte Creme, oder?!). Außerdem darf beim Schneiden auch nichts am Messer hängen bleiben, wie zum Beispiel eine Nuss oder ein Obststückchen, denn sonst werden die einzelnen Schichten optisch in Mitleidenschaft gezogen. Hm….ganz schön viele Faktoren, die einen fotogenen Tortenanschnitt vernichten könnten.

Mein erster Gedanke: Torte einfrieren, dann bleibt alles schön da wo es sein soll…nur welches Messer ist dann noch scharf genug?! Bräuchte man hier vielleicht eher einen Eispickel oder die Kreissäge… :D Eispickel hebt die Vorteile vom Einfrieren gerade wieder auf und bis man so eine Kreissäge sauber gemacht und einigermaßen desinfiziert hat, dass man damit guten Gewissens eine Torte schneiden könnte, ist diese in der Zeit wahrscheinlich auch wieder aufgetaut….Ach es ist nicht einfach. Oder doch? Ich habe mich am Ende für mein heiß geliebtes Filetier-Messer entschieden. Das Messer ist schön dünn und dafür super scharf. Das ging durch die (dann doch nicht tiefgefrohrene :D ) Torte wie Butter! Luftiger Walnuss-Biskuit, samtiges Joghurt-Mousse und selbst die Pfläumchen blieben alle an Ort und Stelle und ich war durchaus sehr glücklich mit dem Ergebnis! Übrigens war ich das auch noch, als ich ein Stück und sicherheitshalber auch noch ein zweites Stück probiert hatte :D

Das könnte sogar fast mein neues Lieblingspflaumenrezept werden…Und das heißt schon eine ganze Menge bei mir als bekennender Pflaumenfanatiker! :) Bei den Bildern muss ich immer noch mit einem leicht sabbrigen Grinsen an das luftige Joghurt-Mousse zusammen mit den frischen Pflaumen, einer feinen Vanillenote und dann den nussigen Walnuss-Biskuit denken…Hach. Was für ein Spätsommerträumchen :)

Joghurttorte mit Pflaume und Walnuss

Dauer: 80 Minuten + 10 Minuten Backzeit + 1 Nacht Kühlzeit

Hilfreich: Tortenring mit 17 cm Durchmesser, Spritzbeutel mit sternförmiger Spritztülle

Walnuss-Biskuit

  • 3 Eier
  • 90 g Zucker
  • 60 g Mehl
  • 70 g gemahlene Walnüsse
  • 20 ml Milch

Die Eier trennen. Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. In einer anderen Schüssel die Eigelb mit dem restlichen Zucker cremig aufschlagen. Dann Mehl, Walnüsse, Milch und 1/3 des Eischnees zugeben und alles vorsichtig vermengen. Anschließend in zwei Portionen den restlichen Eischnee unterheben. Die Biskuit-Masse auf ein Blech mit Backpapier geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 10 Minuten backen, bis der Biskuit etwas Farbe bekommen hat. Abkühlen lassen.

Pflaumenfüllung

  • 500 g Pflaumen
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zimtstange
  • 50 g Zucker

Die Pflaumen waschen, halbieren und den Kern entfernen. In dünne Spalten schneiden. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark mit einem Messer heraus kratzen. Vannilleschote, -mark, Zimt, Pflaumen, Zucker und 20 ml Wasser in eine Pfanne geben und aufkochen. Anschließend vor sich hin köcheln lassen, bis nur noch sehr wenig Flüssigkeit übrig bleibt und die Pflaumen anfangen zu zerfallen. Abkühlen lassen und dann die Zimtstange und Vanilleschoten entfernen.

Joghurt-Mousse

  • 250 g griechischer Joghurt
  • 40 g Zucker
  • 2 1/2 Blatt Gelatine
  • 30 ml Milch
  • 200 ml Sahne

Vor der Joghurt-Mousse die Biskuit-Böden vorbereiten. Dafür mit dem Tortenring 4 Böden ausstechen. Ich habe 2 ganze Böden ausgestochen und die anderen 2 aus dem restlichen Biskuit zusammen „gebaut“ – also zum Beispiel 2 Halbkreise zu einem Boden zusammen gesetzt. Bei der fertigen Torte sieht man das nicht mehr, wenn ihr eure Böden so zusammen bastelt ;-)

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen lassen. Joghurt mit Zucker glatt rühren. Die Milch mit der Gelatine erwärmen (nicht kochen!), bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Unter Rühren die Gelatinemilch in den Joghurt rühren. Den Joghurt in den Kühlschrank stellen und sobald er anfängt etwas fester zu werden (am besten alle 5 Minuten kontrollieren), die Sahne steif schlagen und unterheben.

Nun die Torte zusammen setzen: Dafür den Tortenring auf eine Tortenplatte stellen und den ersten Biskuit-Boden hinein legen. 1/4 der Joghurt-Mousse auf den Boden geben und glatt streichen. 2 EL der Pflaumenfüllung für die Dekoration zur Seite stellen. 1/3 von der restlichen Pflaumenfüllung auf dem Joghurt-Mousse verteilen. Den nächsten Boden in den Tortenring legen und leicht fest drücken. Erneut 1/4 Joghurt-Mousse und 1/3 Pflaumenfüllung verteilen. Den 3. Boden darauf geben und wieder 1/4 Joghurt-Mousse und 1/3 Pflaumenfüllung verteilen. Den letzten Boden darauf geben und das restliche Joghurt-Mousse auf der Torte glatt streichen. Über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Dekoration

  • 100 g Sahne
  • 1 EL Puderzucker

Die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Die Torte mit einem Messer vom Tortenring lösen. Die Torte beliebig mit der Sahne und der restlichen Pflaumenfüllung dekorieren.

Joghurttorte mit Pflaume und Walnuss

Die entscheidende Frage oder Pistazienkuchen mit Nektarine

Pistazienkuchen mit Nektarine

Diesen Pistazienkuchen mit Nektarine habe ich einer Frage gewidmet, einer entscheidenden Frage: Mit oder ohne Backpulver und wenn ja, wie viel davon :D Um mir diese doch sehr theoretische Frage etwas zu versüßen, habe ich einfach eine Version des Kuchens mit (1 TL) und eine ohne Backpulver gebacken. Geschmeckt hat beides :D Und wie nicht anders zu erwarten, ist der Kuchen mit Backpulver mehr aufgegangen…für meinen Geschmack allerdings etwas zu sehr, sodass die Nektarinen auf dem Kuchen ein bisschen unschön verrutscht sind. Die Version ohne Backpulver sieht dagegen aus wie gemalt und ist besonders saftig. Die Antwort auf die Frage lautet also…Kommt drauf an, aber immer mit Kaffee :D

Für mich ist die Antwort die goldene Mitte, also etwas Backpulver (1/4 TL), damit der Kuchen noch ein klein wenig aufgeht, die Nektarinen aber an Ort und Stelle bleiben und der Kuchen so richtig schön saftig ist. Wer den Kuchen gerne NOCH saftiger und „marzipan-artiger“ von der Konsistenz her mag, lässt das Backpulver komplett weg und wer seinen Kuchen am liebsten schön locker hat, der gibt 1/2 bis 1 TL Backpulver dazu – saftig ist er dann immer noch :)

Ich denke damit wären dann alle Kuchenvorlieben was die Konsistenz angeht abgedeckt, oder? Und der Geschmack? Das wichtigste überhaupt! Unabhängig vom Backpulver schmeckt der Kuchen ganz fein nach Pistazie und die Nektarinen sind der perfekte, fruchtige Gegenpart dafür :)

Pistazienkuchen mit Nektarine

Pistazienkuchen mit Nektarine

Dauer: 20 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Tarteform mit 20 cm Durchmesser

  • 180 g Mehl
  • 2 Eier
  • 45 g weiche Butter
  • 110 g Zucker
  • 125 ml Milch
  • 45 g gemahlene Pistazien
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1 Nektarine
  • 2 TL helle Marmelade ohne Stückchen, z.B. Aprikose

Die Butter zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen (die Masse sollte etwas heller geworden sein). Anschließend die Eier einzeln gut unterrühren und zum Schluss Milch, Mehl, Pistazien und Backpulver dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren. Die Nektarine waschen, und in dünne Spalten schneiden. Diese auf dem Kuchen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe). Wenn der Kuchen heiß aus dem Ofen kommt, mit einem Pinsel die Marmelade auf den Nektarinen verteilen. Abkühlen lassen.

Pistazienkuchen mit Nektarine