Normal geht nicht oder schokoladiger Maronenkuchen

Schokoladiger Maronenkuchen

Mir ist aufgefallen, dass es hier noch gar kein Rezept für einen ganz normalen Schokoladenkuchen ohne Schnickschnack gibt! Mit diesem klaren Ziel vor Augen stellte ich mich in die Küche. Mein Blick fiel auf die Packung Maronenmehl. Sollte das eine Prüfung gewesen sein, bin ich wohl mit wehenden Fahnen unter gegangen :D Denn die Idee Schokolade und Maronen zu kombinieren, fand ich sofort absolut backenswert. Sollte das ein Zeichen sein, dann habe ich es sofort erkannt, denn Rezepte für ganz normalen Schokoladenkuchen gibt es vielleicht einfach schon genug! Rezepte für einen saftigen, schokoladigen Maronenkuchen mit einem samtigen Überzug aus Schokoladen-Ganache DEFINITIV noch nicht. Bzw. wenn ihr das hier habt, braucht ihr kein anderes mehr!

Ach und fast hätte ich es noch vergessen! Mit diesem Rezept verabschiede ich mich für dieses Jahr :) Ich wünsche euch schon mal allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch :)

Schokoladiger Maronenkuchen

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 17 cm Durchmesser

Maronenkuchen

  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 100 g Kastanienmehl
  • 5 EL Öl
  • 60 ml Sahne
  • 40 g fein gehackte Vollmilchschokolade
  • 50 g fein gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Pck Backpulver

Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren. Bei 180 °C im Ofen ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Abkühlen lassen.

Schokoladen-Ganache

  • 75 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 75 g gehackte Vollmilchkuvertüre
  • 3 EL Sahne
  • Goldene Zuckerdeko

Die Sahne zusammen mit der Schokolade bei geringer Hitze unter Rühren in einem Topf schmelzen lassen. Den Kuchen damit einstreichen und mit der Zuckerdeko verzieren.

Schokoladiger Maronenkuchen

Keksabfallverwertung oder Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Beim Keksebacken steht man doch jedes Jahr vor der gleichen Frage: Was mache ich mit den übrigen 10 Eiweiß oder 7,5 Eigelb, weil man für die Kekse nur das jeweils andere brauchte?! So selten geht das bei den Keksen mit den Eiern einfach mal auf :D Um euch dieses Jahr eierteschnisch aus der Patsche zu helfen, habe ich hier ein paar Rezepte gesammelt, die den übrigen Eierhälften ein für alle Mal ein Ende bereiten! :D

Übrige Eigelb

Übrige Eiweiß

  • Einfach ALLES mit Baiser: Euer Glück, dass ich so ein großer Baiser-Fan bin :D Hier gibt es ganz viele verschiedene Rezepte mit Baiser, bei denen ihr 1-2 Eiweiß verstauen könnt!
  • Kernige Brot-Cracker: Mit 1 Eiweiß habt ihr tolle Brot-Cracker für das nächste Frühstück oder einfach mal Zwischendurch auf Lager :)
  • Weißes Kaffee-Crème Brûlée Dank 2 Eiweiß und keinem Eigelb erstrahlt die Creme in edlem Weiß. Knackige Karamellkruste gibt es aber trotzdem ;-)
  • Weiße Torte mit Vanille und Birne Mit nur 4 Eiweiß habt ihr alles für diese super schöne Torte zusammen!

Das ist fast ein bisschen wie eine Super-Power, je mehr Eigelb/-weiß ein Rezept vertragen kann, oder? :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Und ja, das wäre hier ja kein richtig vollwertiger Beitrag, wenn es am Ende nicht auch noch ein neues Rezept geben würde! Keine Sorge, es gibt eins :) Hier ist meine ABSOLUTE, UNANGEFOCHTENE Lieblingseiweißverwertung: Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz. Das Rezept bringt gleich 4 Eiweiß unter und ist  so ein toller, einfacher und saftiger Mandelkuchen mit Lebkuchengewürz und Apfel. Hach. Wie gut, dass ich auch Rezepte nur mit Eigelb aufgelistet habe, um noch mehr übriges Eiweiß für diesen Kuchen zu produzieren :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Tarteform mit 20 cm Durchmesser

  • 110 g Butter
  • 110 g Puderzucker
  • 50 g Mehl
  • 4 Eiweiß
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Apfel
  • 3 TL Aprikosenmarmelade ohne Stückchen

Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Umrühren so lange erhitzen, bis sich die Butter bräunlich verfärbt und nussig riecht. Durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Butter zusammen mit dem Puderzucker, Mehl, Eiweiß, Mandeln und Gewürz glatt rühren. Den Teig in eine Tarteform füllen. Apfel waschen, halbieren, entkernen und in feine Spalten schneiden. Die Apfelspalten über der Tarte auffächern und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Wenn die Tarte aus dem Ofen kommt, Marmelade mit 1 TL Wasser aufkochen und die Tarte damit bepinseln. Abkühlen lassen.

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Mohnsatt oder kleine Mohnstollen

Kleine Mohnstollen

Wenn man es ganz genau nimmt, handelt es sich hier gar nicht um ein Stollenrezept… und das obwohl der Titel es ja doch vermuten lässt. Typischer Stollenteig enthält nämlich eine ganze Menge mehr Butter, damit er sich länger hält. Bei meinen kleinen Stollen (ich nenne sie trotzdem einfach so, weil sie so aussehen :D ) ist es ein ganz normaler Hefeteig, aber die Haltbarkeit ist in diesem Fall zum Glück absolut nicht relevant. Denn die Betonung liegt hier nicht auf Stollen, sondern auf MOHN :) Der Mohn macht die kleinen Dinger unglaublich saftig und so lecker, dass sie sich bei mir noch nicht mal einen ganzen Tag gehalten haben!

Der nächste entscheidende Punkt ist außerdem, dass der Teig weniger als Teig, sondern als Mohnbefestigung zu sehen ist. Wer möchte kann die Füllung natürlich auch einfach pur löffeln. Nicht, dass ich das tatsächlich gemacht hätte, aber ich kann mir so was immer sehr gut vorstellen :D Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Auge ja eben auch mit isst. Deswegen habe ich mich für einen Hauch Hefeteig entschieden, der diese saftige Mohnfüllung in ein paar kleine, schnuckelige Stollen verwandelt.

Zu einem kleinen Stollen brauche ich dann nur noch eine große Tasse Kaffee und mein Mohnglück ist perfekt :)

Kleine Mohnstollen

Dauer: 50 Minuten + 90 Minuten Zeit zum Gehen + 15 Minuten Backzeit

Menge: 13 Stück 

Hefeteig

  • 150 ml Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 30 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 300 g Mehl
  • 45 g weiche Butter

Für den Teig die Milch in einem Topf lauwarm erwärmen. 30 g Mehl und Zucker einrühren und die Hefe hinein krümeln. An einem warmen Ort abgedeckt ca. 10 Minuten gehen lassen, bis sich Bläschen gebildet haben. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und gut verkneten, bis ein seidig glänzender Teig, der noch etwas klebrig ist, entstanden ist. Abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen, bis der Teig merklich an Volumen zugelegt hat (in dieser Zeit die Mohnfüllung zubereiten). Den Teig nochmals durchkneten.

Mohnfüllung

  • 250 g gemahlener Mohn
  • 200 ml + 1 EL Milch
  • 110 g Zucker
  • 130 g Marzipan
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Eigelb

Das Marzipan würfeln. Mohn, 200 ml Milch, Zucker, Marzipan, Mandeln und Zimt in einen Topf geben. Unter Rühren einmal aufkochen – das Marzipan dabei mit dem Löffel einarbeiten. Abkühlen lassen.

Den fertig gegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsplatte zu einem länglichen Rechteck ausrollen (ca. 90 cm x 15 cm). Die Mohnfüllung darauf verteilen und die obere, lange Kante frei lassen. Nun von unten den Teig zusammen rollen und das Teigstück ohne Füllung gut fest drücken. Mit einem Messer Stücke von ca. 8 ca. abschneiden und entweder in längliche Förmchen setzen oder einfach so auf ein Blech mit Backpapier. Erneut abdecken und 20 Minuten gehen lassen.

Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die kleinen Stollen damit bepinseln. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

Kleine Mohnstollen

Wenn nichts klappt oder Vanille-Cheesecake mit Rotwein und Granatapfel

Vanille-Cheesecake mit Rotwein und Granatapfel

Ich bin ganz ehrlich, das ist die zweite Version dieses Kuchens :D Denn die erste war so gar nicht das, was ich mir vorgestellt habe. In meiner Vorstellung sollte das nämlich ein tiefroter, fast schon samtiger Cheesecake werden, auf dem ein paar Goldpünktchen eine heimelige, vorweihnachtliche Stimmung verbreiten. Meine Idee zur Umsetzung: Granatapfelsaft im Cheesecake. Ich gebe zu, als ich alles zusammen rührte, hätte mir schon dämmern können, dass das nix wird :D Denn statt einem luxuriösen Dunkelrot hatte ich gerade mal ein helles Braunrosa. Anschließendes Backen hat die Farbe nicht gerade besser gemacht. Da ich nicht mit Lebensmittelfarbe nachhelfen wollte, musste ich mich wohl oder übel von meiner tollen Granatapfelsaft-im-Cheesecake-Idee verabschieden.

Goldene Backregel: Wenn nichts klappt, dann hilft ein Gläschen Wein! Aber bevor ihr euch jetzt großzügig eins eingießt – der Wein landet im Kuchen! Bzw. auf dem cremigen Vanille-Cheesecake! Hier kommt die tolle Farbe durch eine eingekochte Rotweinsoße und Granatapfelkerne ins Spiel…Das Ergebnis ist GENAU so wie ich mir das vorgestellt hatte, vielleicht sogar noch ein bisschen besser :) Und geschmacklich habe ich auch echt nix zu meckern. In Zukunft werde ich alles Vanillige mit dieser unfassbar guten Rotweinsoße übergießen und ein paar Granatapfelkernchen (die knacken so toll und sind der beste Kontrast zu dem cremigen Cheesecake!) darüber verteilen :D

Was ihr dann mit der restlichen Flasche Wein macht, ist auch klar, oder? Ihr backt gleich noch einen zweiten Cheesecake, denn der erste wird viel zu schnell aufgegessen sein :)

Vanille-Cheesecake mit Rotwein und Granatapfel

Dauer: 40 Minuten + 50 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 15 cm Durchmesser

Schokoladenmürbeteig

  • 60 g weiche Butter
  • 25 g Zucker
  • 85 g Mehl
  • 15 g Kakaopulver
  • 1/4 TL Salz

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und die Backform mit dem Teig auskleiden, sodass ein ca. 3 cm hoher Rand entsteht. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit beim Backen keine Luftblasen entstehen. 10 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen.

Vanille-Cheesecake

  • 1 Ei
  • 40 g Zucker
  • 1/2 EL Vanillezucker
  • 80 g Magerquark
  • 180 g Frischkäse
  • 1/2 Vanilleschote

Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark mit einem Messer heraus kratzen (ausgekratzte Vanilleschote für die Rotweinsoße aufheben!). Vanillemark zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und glatt rühren. Die Cheesecake-Masse auf den vorgebackenen Boden geben und dann im vorgeheizten Ofen 10 Minuten bei 180 °C backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren und den Cheesecake weitere 20 Minuten fertig backen. Den Ofen ausschalten und einen Topflappen zwischen die Ofentür klemmen, sodass diese einen Spalt weit offen bleibt. Den Kuchen noch 10 Minuten im Ofen auskühlen lassen, dann aus dem Ofen nehmen und fertig abkühlen lassen. Anschließend für mindestens 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Rotweinsoße und Deko

  • 40 g Zucker
  • 330 ml Rotwein
  • 1 Zimtschote
  • 1/2 ausgekratzte Vanilleschote
  • 1/2 Granatapfel
  • Blattgold

Zucker, Rotwein, Zimtschote und ausgekratzte Vanilleschote in einen Topf geben. Aufkochen und so lange vor sich hin kochen lassen, bis die Flüssigkeit auf 45 g einreduziert ist (ich habe dafür alles zur Kontrolle in einen kalten Topf gegossen und dann gewogen). Die Soße abkühlen lassen. Vor dem Servieren die Soße auf dem Cheesecake verteilen. Mit Granatapfelkernen und Blattgold dekorieren.

Vanille-Cheesecake mit Rotwein und Granatapfel