(K)ein Lottogewinn oder Mandelmuffins mit Kumquatmarmelade und Sahne

Mandelmuffins mit Kumquatmarmelade und Sahne

Im Lotto zu gewinnen ist wohl genau so oder sogar NOCH wahrscheinlicher wie eine Kumquat ohne Kerne zu finden :D So eine mühselige Fummelarbeit. Denn obwohl das ja nur so kleine Dinger sind, passt da eine enorme Menge an Kernen rein! Kurz habe ich überlegt, aber Kerne drin lassen, ist geschmacklich leider auch keine Option :( Am Ende bleibt einem wirklich nichts anderes übrig als in den sauren Apfel zu beißen bzw. die Kerne aus den Kumquats zu operieren.

Jetzt aber genug von dem Gejammer. Denn es gibt in der Tat auch eine gute Nachricht! Es lohnt sich :) Das Endprodukt ist nämlich eine super leckere Kumquatmarmelade mit einer ganz feinen Bitternote, die man nur mit Zitrusfrüchen so toll hin bekommt! Dazu solltet ihr dann UNBEDINGT einen Klecks Sahne und ein paar lauwarme Mandelmuffins genießen. Die sind außen wunderbar knusprig und innen so weich und fluffig. Hach. Seid also nicht traurig, wenn ihr beim Kumquat-Kerne-Lotto nichts gewinnt – geschmacklich habt ihr dafür den absoluten Hauptgewinn :)

Mandelmuffins mit Kumquatmarmelade und Sahne

Dauer: 30 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Menge: 30 kleine Muffins

Hilfreich: Backform für kleine Muffins

Mandelmuffins

  • 140 g Mehl
  • 60 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 120 ml Milch
  • 65 g Sonnenblumenkernöl
  • 1 Ei
  • Mandelblättchen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben. Alles kurz verrühren, bis ein Teig entsteht. Den Teig in die die Muffinförmchen geben und die Mandelblättchen darüber streuen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 15 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Toppings

  • 16 Kumquats
  • 40 g Zucker
  • 1/2 ausgekratzte Vanilleschote
  • 200 ml Sahne
  • 1 geh. EL Vanillezucker

Die Kumquats waschen und in Scheiben schneiden. Kerne dabei entfernen. Den Zucker in einer Pfanne erhitzen, bis er schmilzt und beginnt zu karamellisieren. Dann die Kumquats mit der Vanilleschote dazu geben und rühren. Alles ca. 5 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Die Sahne zusammen mit dem Vanillezucker steif schlagen.

Die Muffins entweder lauwarm oder kalt zusammen mit der Sahne und der Kumquat-Marmelade servieren.

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Mandelmuffins mit Kumquatmarmelade und Sahne

Normal geht nicht oder schokoladiger Maronenkuchen

Schokoladiger Maronenkuchen

Mir ist aufgefallen, dass es hier noch gar kein Rezept für einen ganz normalen Schokoladenkuchen ohne Schnickschnack gibt! Mit diesem klaren Ziel vor Augen stellte ich mich in die Küche. Mein Blick fiel auf die Packung Maronenmehl. Sollte das eine Prüfung gewesen sein, bin ich wohl mit wehenden Fahnen unter gegangen :D Denn die Idee Schokolade und Maronen zu kombinieren, fand ich sofort absolut backenswert. Sollte das ein Zeichen sein, dann habe ich es sofort erkannt, denn Rezepte für ganz normalen Schokoladenkuchen gibt es vielleicht einfach schon genug! Rezepte für einen saftigen, schokoladigen Maronenkuchen mit einem samtigen Überzug aus Schokoladen-Ganache DEFINITIV noch nicht. Bzw. wenn ihr das hier habt, braucht ihr kein anderes mehr!

Ach und fast hätte ich es noch vergessen! Mit diesem Rezept verabschiede ich mich für dieses Jahr :) Ich wünsche euch schon mal allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch :)

Schokoladiger Maronenkuchen

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 17 cm Durchmesser

Maronenkuchen

  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 100 g Kastanienmehl
  • 5 EL Öl
  • 60 ml Sahne
  • 40 g fein gehackte Vollmilchschokolade
  • 50 g fein gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Pck Backpulver

Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren. Bei 180 °C im Ofen ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Abkühlen lassen.

Schokoladen-Ganache

  • 75 g gehackte Zartbitterkuvertüre
  • 75 g gehackte Vollmilchkuvertüre
  • 3 EL Sahne
  • Goldene Zuckerdeko

Die Sahne zusammen mit der Schokolade bei geringer Hitze unter Rühren in einem Topf schmelzen lassen. Den Kuchen damit einstreichen und mit der Zuckerdeko verzieren.

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Schokoladiger Maronenkuchen

 

Keksabfallverwertung oder Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Beim Keksebacken steht man doch jedes Jahr vor der gleichen Frage: Was mache ich mit den übrigen 10 Eiweiß oder 7,5 Eigelb, weil man für die Kekse nur das jeweils andere brauchte?! So selten geht das bei den Keksen mit den Eiern einfach mal auf :D Um euch dieses Jahr eierteschnisch aus der Patsche zu helfen, habe ich hier ein paar Rezepte gesammelt, die den übrigen Eierhälften ein für alle Mal ein Ende bereiten! :D

Übrige Eigelb

Übrige Eiweiß

  • Einfach ALLES mit Baiser: Euer Glück, dass ich so ein großer Baiser-Fan bin :D Hier gibt es ganz viele verschiedene Rezepte mit Baiser, bei denen ihr 1-2 Eiweiß verstauen könnt!
  • Kernige Brot-Cracker: Mit 1 Eiweiß habt ihr tolle Brot-Cracker für das nächste Frühstück oder einfach mal Zwischendurch auf Lager :)
  • Weißes Kaffee-Crème Brûlée Dank 2 Eiweiß und keinem Eigelb erstrahlt die Creme in edlem Weiß. Knackige Karamellkruste gibt es aber trotzdem ;-)
  • Weiße Torte mit Vanille und Birne Mit nur 4 Eiweiß habt ihr alles für diese super schöne Torte zusammen!

Das ist fast ein bisschen wie eine Super-Power, je mehr Eigelb/-weiß ein Rezept vertragen kann, oder? :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Und ja, das wäre hier ja kein richtig vollwertiger Beitrag, wenn es am Ende nicht auch noch ein neues Rezept geben würde! Keine Sorge, es gibt eins :) Hier ist meine ABSOLUTE, UNANGEFOCHTENE Lieblingseiweißverwertung: Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz. Das Rezept bringt gleich 4 Eiweiß unter und ist  so ein toller, einfacher und saftiger Mandelkuchen mit Lebkuchengewürz und Apfel. Hach. Wie gut, dass ich auch Rezepte nur mit Eigelb aufgelistet habe, um noch mehr übriges Eiweiß für diesen Kuchen zu produzieren :D

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Dauer: 25 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Tarteform mit 20 cm Durchmesser

  • 110 g Butter
  • 110 g Puderzucker
  • 50 g Mehl
  • 4 Eiweiß
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Apfel
  • 3 TL Aprikosenmarmelade ohne Stückchen

Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Umrühren so lange erhitzen, bis sich die Butter bräunlich verfärbt und nussig riecht. Durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Butter zusammen mit dem Puderzucker, Mehl, Eiweiß, Mandeln und Gewürz glatt rühren. Den Teig in eine Tarteform füllen. Apfel waschen, halbieren, entkernen und in feine Spalten schneiden. Die Apfelspalten über der Tarte auffächern und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Wenn die Tarte aus dem Ofen kommt, Marmelade mit 1 TL Wasser aufkochen und die Tarte damit bepinseln. Abkühlen lassen.

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Apfel-Tarte mit Lebkuchengewürz

Mohnsatt oder kleine Mohnstollen

Kleine Mohnstollen

Wenn man es ganz genau nimmt, handelt es sich hier gar nicht um ein Stollenrezept… und das obwohl der Titel es ja doch vermuten lässt. Typischer Stollenteig enthält nämlich eine ganze Menge mehr Butter, damit er sich länger hält. Bei meinen kleinen Stollen (ich nenne sie trotzdem einfach so, weil sie so aussehen :D ) ist es ein ganz normaler Hefeteig, aber die Haltbarkeit ist in diesem Fall zum Glück absolut nicht relevant. Denn die Betonung liegt hier nicht auf Stollen, sondern auf MOHN :) Der Mohn macht die kleinen Dinger unglaublich saftig und so lecker, dass sie sich bei mir noch nicht mal einen ganzen Tag gehalten haben!

Der nächste entscheidende Punkt ist außerdem, dass der Teig weniger als Teig, sondern als Mohnbefestigung zu sehen ist. Wer möchte kann die Füllung natürlich auch einfach pur löffeln. Nicht, dass ich das tatsächlich gemacht hätte, aber ich kann mir so was immer sehr gut vorstellen :D Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Auge ja eben auch mit isst. Deswegen habe ich mich für einen Hauch Hefeteig entschieden, der diese saftige Mohnfüllung in ein paar kleine, schnuckelige Stollen verwandelt.

Zu einem kleinen Stollen brauche ich dann nur noch eine große Tasse Kaffee und mein Mohnglück ist perfekt :)

Kleine Mohnstollen

Dauer: 50 Minuten + 90 Minuten Zeit zum Gehen + 15 Minuten Backzeit

Menge: 13 Stück 

Hefeteig

  • 150 ml Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 30 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 300 g Mehl
  • 45 g weiche Butter

Für den Teig die Milch in einem Topf lauwarm erwärmen. 30 g Mehl und Zucker einrühren und die Hefe hinein krümeln. An einem warmen Ort abgedeckt ca. 10 Minuten gehen lassen, bis sich Bläschen gebildet haben. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und gut verkneten, bis ein seidig glänzender Teig, der noch etwas klebrig ist, entstanden ist. Abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen, bis der Teig merklich an Volumen zugelegt hat (in dieser Zeit die Mohnfüllung zubereiten). Den Teig nochmals durchkneten.

Mohnfüllung

  • 250 g gemahlener Mohn
  • 200 ml + 1 EL Milch
  • 110 g Zucker
  • 130 g Marzipan
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Eigelb

Das Marzipan würfeln. Mohn, 200 ml Milch, Zucker, Marzipan, Mandeln und Zimt in einen Topf geben. Unter Rühren einmal aufkochen – das Marzipan dabei mit dem Löffel einarbeiten. Abkühlen lassen.

Den fertig gegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsplatte zu einem länglichen Rechteck ausrollen (ca. 90 cm x 15 cm). Die Mohnfüllung darauf verteilen und die obere, lange Kante frei lassen. Nun von unten den Teig zusammen rollen und das Teigstück ohne Füllung gut fest drücken. Mit einem Messer Stücke von ca. 8 ca. abschneiden und entweder in längliche Förmchen setzen oder einfach so auf ein Blech mit Backpapier. Erneut abdecken und 20 Minuten gehen lassen.

Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die kleinen Stollen damit bepinseln. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

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Kleine Mohnstollen