Hitzeschaden oder Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Sicherlich könnt ihr euch noch an die letzten, extrem heißen Wochen erinnern… Dagegen ist es momentan fast schon ein bisschen kühl :D  Genau zu dieser schweißreichen Zeit hatte ich die aberwitzige (fast hätte ich „aberschwitzige“ geschrieben :D) Idee diesen Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka zu BACKEN. Oh ja, richtig gelesen. Trotz der tropischen Temperaturen, die bereits in unserer Wohnung herrschten, wurde der Ofen todesmutig angeschmissen. Ich kann schon mal vorwegnehmen: Ich habe es (gerade so) überlebt und es hat sich durchaus gelohnt! Überhaupt habe ich bei dieser grenzwertigen Aktion natürlich nur an euch gedacht. Selbst im Sommer sollt ihr doch schließlich mit den leckersten Rezepten versorgt werden und da kann ich mich nicht einfach aus der Pflicht stehlen, wenn es mal so läppische 15°C mehr als meine Wohlfühltemperatur hat… Ach ja, und ich hatte ein kleines bisschen Lust auf Streuselkuchen mit Himbeeren :D

Jetzt aber genug von meinem Gejammer und zurück zum eigentlichen Thema: Streuselkuchen! Dadurch, dass der gleiche Teig für den Boden und die Streusel verwendet wird, hat man einen knusprigen Boden und lecker buttrige Streusel und das mit nur einem Teig und einer Schüssel die hinterher abgewaschen werden muss :) Dazwischen versteckt sich eine ordentliche Ladung frisch-fruchtiger Himbeeren. Das schreit geradezu nach einem großzügigen Klecks Sahne oder einer Kugel Vanilleeis, oder was meint ihr? :) Und natürlich einer Tasse Kaffee ;-) Als kleines Geschmacksextra habe ich außerdem zu den Himbeeren noch eine geriebene Tonkabohne gegeben. Das gibt dem Kuchen eine ganz tolle Vanillenote und passt hervorragend zu den Himbeeren und Mandeln im Teig.

Heute ist es hier schon wieder relativ warm, aber wenn ich das so schreibe und an so ein verboten gutes Stückchen Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka denke, bin ich tatsächlich schon wieder sehr versucht… :D

Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Dauer: 20 Minuten + 45 Minuten Backzeit

Hilfreich: Rechteckige Backform 20 cm x 20 cm

  • 220 g Butter
  • 340 g Mehl
  • 130 g + 90 g Zucker
  • 200 g gehackte Mandeln
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 fein geriebene Tonkabohne
  • 1 kg TK-Himbeeren (leicht angetaut)
  • 40 g Stärke
  • 3 EL Mandelblättchen

Für den Teig die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Anschließend Mehl, 130 g Zucker, Mandeln und Salz unterkneten. 2/3 des Teigs in die Backform als Boden drücken und bei 180 °C 15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis der Boden etwas Farbe bekommen hat.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür die Himbeeren mit 90 g Zucker, geriebener Tonkabohne und der Stärke vermischen. Die Mischung auf den vorgebackenen Boden geben. Den restlichen Teig als Streusel über dem Kuchen verteilen. Die Mandelblättchen ebenfalls darüber streuen. Bei 180 °C weitere 30 Minuten fertig backen.

Nach dem Backen ist bei mir etwas Himbeersaft aus dem Backrahmen auf das Blech gelaufen – hier am besten das Blech ein bisschen schräg stellen (zum Beispiel ein Küchenhandtuch unter die eine Seite vom Blech legen), sodass sich der Saft in einer Ecke sammelt und der Kuchen nicht zu sehr aufweicht.

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Streuselkuchen mit Himbeeren und Tonka

Unterschwellige Sehnsucht oder Espresso-Cheesecake mit Haselnuss und weißer Schokolade

Espresso-Cheesecake mit Haselnuss und weißer Schokolade

Ich bin der Meinung ich habe eine unterschwellige Sehnsucht. Ich bin auch der Meinung ihr kommt nie drauf wo nach :D Na? Habt ihr eine Idee? Ich rede von Ricotta, einem italienischen Frischkäse :D Und seit neustem hat sich diese Sehnsucht ganz konkret in einem Espresso-Cheesecake mit weißer Schokolade manifestiert. Ich. Brauche. UNBEDINGT. Mehr. Von. Diesem. Kuchen!!! Ohne ihn erscheint alles so sinnlos und das Leben ist ganz farblos…

Die nicht ganz so geheime Geheimzutat, die den Cheesecake wunderbar cremig und sahnig macht? RICOTTA! Tada, große Überraschung :D An den Ricotta kuscheln sich noch ein paar Tässchen Espresso, ein knuspriger Haselnussboden und eine luxuriöse Schicht aus weißer Schokolade. Hach. Ihr versteht jetzt, warum die Kuchenform für dieses Prachtexemplar von Cheesecake gar nicht groß genug sein kann, oder? :D

Falls ihr zufälligerweise meine ricottalastige Sehnsucht teilt, habe ich hier noch ein paar Inspirationen ;-)

Und sogar etwas Herzhaftes ist dabei: Spinat-Ricotta-Muffins :D

Espresso-Cheesecake mit Haselnuss und weißer Schokolade

Dauer: 45 Minuten + 55 Minuten Backzeit + 3 Stunden (oder über Nacht) Kühlzeit

Hilfreich: Tortenring mit 20 cm Durchmesser 

Haselnussmürbeteig

  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 110 g weiche Butter
  • 40 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 2 Prisen Salz

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten. Tortenring auf ein Blech mit Backpapier setzen und mit dem Teig auskleiden, sodass ein ca. 3 cm hoher Rand entsteht. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit beim Backen keine Luftblasen entstehen. 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen.

Espresso-Cheesecake

  • 200 g saure Sahne
  • 250 g Ricotta
  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Magerquark
  • 40 g Stärke
  • 80 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 4 Pck lösliches Espressopulver für je einen Espresso

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und glatt rühren. Die Cheesecake-Masse auf den vorgebackenen Boden geben und dann im vorgeheizten Ofen 10 Minuten bei 180 °C backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren und den Cheesecake weitere 30 Minuten fertig backen. Mit einem Messer den Kuchen vom Tortenring lösen, wenn der Kuchen frisch aus dem Ofen kommt – so reißt er beim Abkühlen nicht ein.

Deko

  • 75 g weiße Kuvertüre
  • 25 g Sahne
  • 2 EL Ricotta
  • Kaffeebohnen
  • Haselnüsse
  • geraspelte Zartbitterschokolade

Für die Schokoladenschicht die Kuvertüre hacken und zusammen mit der Sahne bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen lassen. Auf dem abgekühlten Kuchen verteilen. Den Kuchen nun am besten für 3 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Anschließend den Kuchen mit Kaffeebohnen, Ricotta, Haselnüssen und Schokolade dekorieren.

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Espresso-Cheesecake mit Haselnuss und weißer Schokolade

Zum Anbeißen oder Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico

Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico

Ihr könnt euch doch sicher noch daran erinnern, wie sehr ich mich über mich selbst gefreut habe, dass ich zu den Eisbeißern zähle, oder? Denn damit tut man sich um einiges leichter, wenn man schöne Fotos von Eis machen möchte :) Allerdings sind diese Fähigkeiten wohl leider nicht 1 zu 1 übertragbar, wenn es um Canapés geht. Fragt nicht wie viele Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico ich anbeißen „musste“, bis ich diesen Prachtanbiss (siehe nächstes Bild) zustande brachte :D Nur zur Sicherheit – und wirklich nur deshalb – habe ich danach noch weiter gemacht, ob es nicht NOCH besser geht. Geht nicht. Aber es hat einfach zu gut geschmeckt :D

Jetzt aber genug von der ganzen Beißerei, denn ihr wollt ja vielleicht auch etwas zwischen die Zähne :) Hierfür würde ich euch diese Canapés dringend empfehlen! Gestapelt wird hier Pumpernickel mit einer feinen Creme aus Avocado. Das ist erst mal nichts Spektakuläres. So richtig lecker wird es erst, wenn man dann noch Blaubeeren, Balsamico-Creme und Zitronenschale dazu gibt!

Die Canapés sind ein super schönes Fingerfood oder auch eine kleine Vorspeise. Das beste überhaupt: Die Zubereitung erfordert keine zusätzliche Hitze, denn davon gibt es ja schon genug :D Und ich habe ja schon den Job mit den Fotos übernommen, also fällt bei euch auch das ästhetische Abbeißproblem weg :)

Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico

Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico

Dauer: 20 Minuten

Menge: 7 Stück 

  • 21 runde Scheiben Pumpernickel (Durchmesser ca. 5 cm) – oder einfach Kreise aus normalen Scheiben ausstechen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1/2 Avocado (ca. 90 g)
  • 40 g Frischkäse
  • 150 g Blaubeeren
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 7 TL Balsamico-Creme

Die Avocado zusammen mit dem Frischkäse, dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer pürieren oder mit einer Gabel zerdrücken. Nun alle 21 Scheiben Pumpernickel damit bestreichen. Nun immer drei Scheiben übereinander setzen und auf die oberste Scheibe einige Blaubeeren geben. Noch etwas geriebene Zitronenschale über den Canapés verteilen und kurz vor dem Servieren je 1 TL Balsamico-Creme auf jedes Canapé geben.

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Blaubeer-Avocado-Canapés mit Balsamico

Serienmarathon oder Kokos-Marshmallows mit Matcha

Kokos-Marshmallows mit Matcha

Uuuuund hier kommt die sehnlichst erwartete, nächste Folge von „Selbstgemacht ist doch gar nicht so schwer wie gedacht“. Das ist zwar ein etwas länglicher Titel, ich weiß, aber die Serie fesselt einen von der ersten Minuten an (die Küche) – versprochen! :D
Was bisher geschah:

Nun also die Fortsetzung meiner Lieblingsserie :) Es gibt – natürlich selbstgemachte – Marshmallows! Und weil wir sie selbst machen, werden das auch keine profanen, langweiligen Marshmallows ohne alles. Nein, nein, nein! Heute gibt es KOKOS-Marshmallows mit MATCHA :) Das macht gleich viiiiel mehr her, oder? Und ob ihr es glaubt oder nicht, das geht ja mal sowas von lachhaft einfach, diese flaumigen Würfelchen selbst zu machen. Ich hatte mich da auf ein weit komplizierteres Projekt eingestellt und kaum hatte ich angefangen, war ich auch schon wieder fertig. Belohnt werdet ihr dann mit den leckersten Marshmallows überhaupt! Flaumig, weich und der Matcha zusammen mit den Kokosflocken ist für mich der perfekte Gegenpart zu der Süße. Und natürlich ein Kaffee :D

Falls euch die Serie genau so angefixt hat wie mich, spricht absolut gar nichts dagegen gleich alle vier Folgen hintereinander zu „schauen“ :D Das Ergebnis kann man dann optimaler Weise vor dem Fernseher zu der zweitliebsten Serie knabbern :)

Kokos-Marshmallows mit Matcha

Kokos-Marshmallows mit Matcha

Dauer: 20 Minuten + 1 Stunde Zeit zum Festwerden

Menge: 50 Stück

Hilfreich: Runde Form mit 24 cm Durchmesser, Sieb

  • 2 Pck Gelatine
  • 250 g + 1 EL Puderzucker
  • 2 Msp Salz
  • 1 EL Stärke
  • 7 EL Kokosflocken
  • 3 TL Matcha-Pulver
  • Neutrales Öl

Die Form vorbereiten. Dafür die Form einmal einölen und über den Boden 1 EL Puderzucker und 1 EL Stärke sieben.

Die Gelatine mit 150 ml Wasser 5 Minuten einweichen. Den Puderzucker und das Salz in eine Rührschüssel geben. Die Gelatine aufkochen und dann sofort unter Rühren in die Schüssel mit dem Puderzucker gießen. Mit der Küchenmaschine oder einem Handrührer steif schlagen (das dauert ca. 4 Minuten). Wenn man den Rührer aus der Masse nimmt, sollte die Marshmallow-Masse nicht mehr nach untern laufen, sondern am Rührer hängen bleiben – dann ist sie fertig. Jetzt zügig arbeiten, da die Masse relativ schnell fest wird. Die Hälfte der Marshmallow-Masse in die vorbereitete Form geben, 3 EL Kokosflocken darüber streuen und leicht unterrühren. In die andere Hälfte das Matcha-Pulver sieben und verrühren. Die Matcha-Marshmallow-Masse auf die Kokosmasse geben und glatt streichen. 2 EL Kokosflocken auf der Masse verteilen. Die Marshmallows ca. 1 Stunde abkühlen und fest werden lassen.

Ein Messer mit Öl einreiben und damit die Marshmallow-Masse von der Form lösen. Das Messer immer wieder mit Öl abreiben und die Marshmallow-Masse in Würfel schneiden. Die Würfel an der Schnittkante in die restlichen Kokosflocken drücken, da sie sonst aneinander kleben. Marshmallows entweder sofort essen oder in einer Dose aufbewahren.

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Kokos-Marshmallows mit Matcha