Ein langer Leidensweg oder Matcha-Zitronen-Macarons

Matcha-Zitronen-Macarons

Diese Macarons und mich verbindet ein seeeeeeehr langer Leidensweg. Ich weiß gar nicht wie viele Anläufe es brauchte, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Die Macarons wollten nicht richtig im Ofen nach oben gehen und hatten fast alles Risse…2-3 perfekte Macarons pro Blech ist keine wirklich gute Trefferquote (diese seltenen Exemplare kann man hier bewundern) :D Am Anfang hat mich diese ganze Macaron-Misere extrem frustriert und ich hatte mich erstmal damit abgefunden, dass ich mir eben einfach welche kaufe, wenn ich schöne, perfekte Macarons essen möchte. Ein halbes Jahr später hat es mich dann aber irgendwie wieder gepackt und ich dachte, dass ich das einfach nicht auf mir sitzen lassen kann. Das kann doch kein Ding der Unmöglichkeit sein! Also habe ich weiter probiert, verschiedene Rezepte getestet, ein paar Videoanleitungen geschaut, nach Fehlerquellen gesucht und bergeweise Mandel- und Puderzucker-Vorräte gehortet. Für mich was das teilweise schon ein Leidensweg….alles läuft gut und man denkt noch „Diesmal sehen sie so gut aus – endlich habe ich es geschafft.“. Man dreht sich kurz vom Ofen weg, ein siegessicheres Grinsen auf dem Gesicht, die Hände jubilierend in der Luft und dann bemerkt man, dass die kleinen Macaron-Schälchen doch wieder Risse bekommen haben.

Für mein Umfeld sah der Leidensweg etwas anders aus: Mehrere Abende hintereinander habe ich mich jeweils erneut der Macaron-Challenge gestellt. Das bedeutet, dass der Kühlschrank immer einen vollen Teller mit (mehr oder weniger missratenen) Macarons bereit hielt, der bis zum nächsten Tag leer werden „musste“. Aufgeplatzt oder nicht – schmecken tun sie ja trotzdem ziemlich lecker :)

Damit ihr euch nicht auch auf den langen Weg machen müsst und über die gleichen Steine wie ich stolpert, habe ich hier mal alle Tipps, die mir weiter geholfen haben, gesammelt. Für mich kam am Ende der Beste Hinweis von der lieben Anett von Oh, Sprinkles! – nochmal vielen Dank hierfür!

Gesammelte Tipps:

  • Mit kleinen Mengen üben – so kann man schnell Dinge ausprobieren und verbessern (das folgende Rezept eignet sich dazu ganz gut…wenn man einmal den Dreh heraus hat, kann es ruhig verdoppelt werden)
  • Zutaten genau abwiegen und das Sieben von gemahlenen Mandeln nicht vergessen
  • Macaron-Teig lange genug verrühren – der Teig sollte stetig in einem dicken Strang vom Löffel fließen und aussehen wie flüssige Lava. Weiterhin sollte der Teig aber auch nicht wenn er vom Löffel fließt sofort mit der Masse verschmelzen, sondern noch eine Weile sichtbar sein. Kurz: Der Teig darf nicht zu dick- und nicht zu dünnflüssig sein
  • Macaron-Schalen lange genug trocknen lassen. Je nach Luftfeuchtigkeit kann das auch mal 30-45 min dauern. Einfach warten, es lohnt sich
  • Die richtige Ofentemperatur: Wenn die Füßchen direkt unter den Macaron-Schälchen entstehen, ist die Temperatur perfekt. Wenn die Füßchen etwas weiter nach außen weg stehen, ist die Temperatur zu hoch
  • Sobald die Macarons angetrocknet und noch nicht gebacken sind: Seeeeeehr vorsichtig behandeln – es können sonst ganz feine Risse entstehen, die beim Backen später aufbrechen
Matcha-Zitronen-Macarons

Dauer: 1 1/2 – 2 Stunden

Menge: Ca. 40 Stück

Hilfreich: Zerkleinerer oder Küchenmixer, Sieb, Zuckerthermometer Spritzbeutel und Spritztülle mit runder Öffnung

Macaron-Schälchen

  • 75 g geschälte Mandeln
  • 75 g Puderzucker
  • 75 g Zucker
  • 2 x 30 g Eiweiß (2 Eier)
  • 27 g Wasser
  • 1/2 TL Matcha-Pulver

Die Mandeln mit dem Puderzucker zusammen in einem Küchenmixer fein mahlen. Das Mandel-Zucker-Puder zusammen mit dem Matcha-Pulver durch ein relativ feines Sieb sieben. Es ist wichtig, dass die Mandeln wirklich ganz fein gemahlen sind. Grobe Reste, die im Sieb zurück bleiben nochmals mahlen oder falls es nicht so viele sind, zur Seite legen. Die Mandeln mit der Hälfte des Eiweißes (30 g) verrühren. Die andere Hälfte steif schlagen. Den Zucker mit dem Wasser in einem Topf aufkochen und so lange kochen, bis die Masse eine Temperatur von 115 °C erreicht hat. Den heißen Zucker in einem dünnen Strahl in das steif geschlagene Eiweiß gießen. Dabei mit einem Handrührer die Masse weiter schlagen. So lange weiter schlagen, bis die Masse nur noch lauwarm ist. Wenn man den Rührer aus der Masse heraus nimmt, sollten dicke Eiweiß-Spitzen an den Rührern hängen. 1/3 des Eischnees unter die Mandelmasse rühren und dann den Rest unterheben. So lange weiter rühren bis der Teig wie flüssige Lava aussieht und in einem dicken Strahl von eurem Löffel läuft. Eventuell dafür mit dem Löffel am Rand der Schüssel etwas Luft aus dem Teig drücken (Vorsicht, der Teig darf allerdings auch nicht zu flüssig werden!). Alles in einen Spritzbeutel mit runder Öffnung füllen und diesen mit einem Klipp verschließen. Gleichmäßige Kreise in der Größe von einer 1-Euro-Münze auf ein Blech mit Backpapier spritzen. Wenn das Blech voll ist, das Blech auf eine harte Oberfläche schlagen, damit die Oberflächen der Macaron-Schälchen komplett glatt werden. Die Schälchen 30-40 Minuten trocknen lassen (d.h. wenn man mit einem Finger dagegen tippt, sollte kein Teig am Finger kleben bleiben). Die Schälchen im Ofen bei 140 °C ca. 10 Minuten backen (wenn man mit einem Löffel dagegen tippt, sollten die Macarons sich nicht bewegen). Abkühlen lassen und dann mit einem Messer vorsichtig vom Backpapier lösen.

Füllung

  • 70 g weiße Schokolade
  • 2 EL Frischkäse
  • 1/2 TL Matcha-Pulver
  • 2 EL Lemon-Curd (Alternativ abgeriebene Schalte von 1 Bio-Zitrone)

Für die Füllung die weiße Schokolade in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen. Frischkäse unterrühren. Matcha-Pulver durch ein feines Sieb auf die Schokomasse sieben und ebenfalls unterrühren (so entstehen keine Klümpchen). Abkühlen lassen. Wer kein Lemon Curd hat oder verwenden möchte, kann einfach noch geriebene Zitronenschale unter die Matcha-Creme rühren. Die Creme in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden.

Jeweils gleich große Macaron-Schälchen zusammen suchen und auf die Hälfte etwas Creme spritzen. Die anderen Macaron-Schälchen vorsichtig auf die Creme drehen (nicht drücken, sonst zerdrückt ihr die Schälchen). Abgedeckt am besten einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen. Ständige Qualitätskontrollen im Stundentakt können durchgeführt werden ;-)

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Matcha-Zitronen-Macarons

Quelle:

Macaron-Schälchen aus ohsprinkles.com

„Hefe-Häschen“ oder Quarkzopf

Quarkzopf

Als ich mich auf die Suche nach neuen Ideen für Ostern dieses Jahr gemacht habe, waren ein paar kleine Häschen aus Hefeteig wirklich fast das aller niedlichste, was ich gefunden habe. Die noch etwas süßere Alternative war ein Mobile aus gefilzten, kleinen, super knuffigen Filz-Häschen. Man muss aber auch realistisch bleiben und ich sah im Rahmen meiner Möglichkeiten wenig bis keine Geling-Chancen im Mobile-Bereich :D Deswegen habe ich mich erstmal an den Häschen versucht. Aber auch hier wird das alles nicht immer so, wie man es gerne hätte. Meine kleinen Zombie-Bälle hatten leider nur wenig Ähnlichkeit mit den süßen, kleinen, fluffig-knuffigen Häschen, die mir im Kopf herum schwirrten. Was mich über die Trauerphase etwas hinweg getröstet hat, war dann am Ende ein Quarkzopf, den ich aus dem übrigen Hefeteig gemacht habe :) Leider nicht ganz so niedlich wie die süßen Häschen, dafür ober-lecker und aus süßem Häschen-Hefeteig geformt – wenn man genau hin sieht, kann man an der ein oder anderen Stelle ein kleines, flauschiges Ohr heraus luken sehen :D

Quarkzopf

Dauer: 20 Minuten + 1 Std Zeit zum Gehen + 40 Minuten Backzeit

Hefeteig

  • 500 g Mehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 70 g weiche Butter
  • 100 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • Sahne

Mehl, Hefe, Ei, Butter, Milch und Zucker verkneten, bis ein homogener Teig entsteht. An einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Füllung

  • 350 g Quark
  • 70 g Zucker
  • Vanillemark

Alle Zutaten für die Füllung verrühren. Den Hefeteig zu einem Rechteck ausrollen und die Quarkfüllung darauf verstreichen. Von der langen Seite her aufrollen und die Rolle einmal in der Mitte der Länge entlang aufschneiden. An einem Ende die Rolle jedoch ganz lassen. Von diesem Ende aus beginnend die beiden Teigstränge (immer mit der Schnittfläche nach oben) umeinander schlingen. Also immer den einen Teigstrang über den anderen legen. Die Enden zusammen drücken und den Zopf mit Sahne bestreichen. Im Ofen bei 180 °C ca. 40 Minuten backen.

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Quarkzopf

Streifen machen schlank oder Tiramisu-Zebrakuchen

Tiramisu-Zebrakuchen

Was darf bei einem ordentlichen Tiramisu auf keinen Fall fehlen? Mascarpone, Espresso, Amaretto und eine samtige Schicht Kakao! Und genau das alles ist auch in dem Tiramisu-Zebrakuchen drin! Und ja, das hört sich nicht nur verdammt lecker an – ist es auch! Vor allem mit einer großen Tasse Kaffee dazu ;-) Und außerdem machen Streifen ja bekanntlich auch noch schlank. Also ruhig zwei bis drei Stückchen essen. Der Figur zuliebe :D

Tiramisu-Zebrakuchen

Dauer: 20 Minuten + 1 Stunde Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit einem Durchmesser von ca. 20 cm

Kuchen

  • 180 g weiche Butter
  • 3 Eier
  • 250 g Zucker
  • 220 g Mascarpone
  • 300 g Mehl
  • 100 ml Milch
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 3 Päckchen lösliches Espressopulver (ca. 3 TL)
  • 1 1/2 EL Kakaopulver
  • 2 EL Milch
  • 2 EL Amaretto oder Amaretto-Sirup

Die Butter mit dem Zucker verrühren und die Eier einzeln unterschlagen. Dann Mascarpone, Milch, Mehl und Backpulver untermischen. Den Teig zu gleichen Teilen auf drei Schüsseln aufteilen. In die eine Schüssel das Espressopulver in den Teig rühren, in die zweite Schüssel das Kakaopulver mit 2 EL Milch und in die dritte Schüssel den Amaretto bzw. den Sirup. In eine runde Kuchenform nun immer hintereinander einen Esslöffel von dem Schokoladenteig, Amarettoteig, Espressoteig, dann wieder Schokoladenteig usw. in die Mitte der Backform setzen bis alle drei Teigsorten leer sind (wer es etwas eiliger hat, kann alle drei Teigsorten in die Form geben und mit einer Gabel marmorieren). Die Kuchenform leicht auf die Arbeitsplatte klopfen, so dass sich der Teig in der Form verteilt. Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde backen.

Amaretto-Guss

  • 1 EL Amaretto oder Amaretto-Sirup
  • 4-5 EL Puderzucker
  • Milch
  • Kakaopulverr

Puderzucker und Amaretto bzw. Amaretto-Sirup in eine Schüssel geben. Immer ein wenig Milch unterrühren, bis ein zäher Guss entsteht. Diesen über den abgekühlten Kuchen streichen und mit Kakaopulver bestäuben.

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Tiramisu-Zebrakuchen

Einfache Eleganz oder Lachs-Tatar mit Ofenrösti

Lachs-Tatar mit Ofenrösti

Ob als kleine, feine Häppchen zum Sekt, dekadente Vorspeise oder einfach so…das Lachs-Tatar mit Ofenrösti ist super einfach und schnell vorbereitet und macht einen ziemlich schicken Eindruck! Außerdem ist es geschmacklich eine BOMBE :-) Knuspriger Rösti und ein frisches, zitroniges Lachs-Tatar! Die Rösti werden ganz stressfrei einfach in den Ofen geschmissen. Das spart Zeit, die Rösti sind weniger fettig im Vergleich zu der Variante mit dem Anbraten in der Pfanne und sie werden einfach ULTRA knusprig! Schmeckt nach mehr…ich habe jetzt auf jeden Fall Hunger bekommen und muss los um mir nochmal ein Stück Lachs und Kartoffeln zu kaufen :D

Lachs-Tatar mit Ofenrösti

Dauer: 30 Minuten + 20 Minuten Backzeit 

Menge: 2 Portionen oder 4 Vorspeisen

Hilfreich: Grobe Reibe

Lachs-Tatar

  • 200 g sehr frisches Lachsfilet ohne Haut
  • abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 Salatgurke
  • 1 1/2 EL Olivenöl
  • evtl. etwas Vanillemark

Den Lachs in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und dann die Scheiben würfeln. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Die Gurke ebenfalls waschen, der länge nach vierteln, die Kerne mit einem Messer abschneiden (sonst zieht das Tatar zu viel Wasser) und ebenfalls fein würfeln. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, mit Salz abschmecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Ofenrösti zubereiten.

Ofenrösti

  • 600 g Kartoffeln
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Salz

Die Kartoffeln schälen und fein reiben. Mit Mehl, Olivenöl und Salz in einer Schüssel vermengen. Kleine Portionen auf ein Blech mit Backpapier setzen und diese mit einem Löffel flach drücken. Im vorgeheizten Ofen 20 Minuten bei 200 °C backen. Dann mit einem Messer von dem Backtrennpapier lösen, einmal wenden und weitere 5 Minuten backen (man kann die Rösti auch in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten 3-4 Minuten anbraten). Zusammen mit dem Lachs-Tatar und etwas Joghurt genießen.

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Lachs-Tatar mit Ofenrösti