Teigbewunderung oder Brownies mit Schokoladen-Süßkartoffel-Frosting

Brownies mit Schokoladen-Süßkartoffel-Frosting

Ich gehe jetzt mal volles Risiko ein, dass ihr mich für total bekloppt haltet. Aber dieser Brownieteig ist wirklich eins der schönsten Dinge überhaupt. So ein matt-seidiger Glanz, cremige Konsistenz…ich kann gar nicht mehr mit der Schwärmerei aufhören! Und weil so ein optisch extrem ansprechender Teig, der zu einem ultra schokoladigen und saftigen Brownie gebacken wird, noch lange nicht genug ist, kommt noch ein Schokoladen-Frosting oben drauf. Und was für ein Frosting! Ein ganz leicht glänzendes, samtiges, cremiges..ach ich fang schon wieder an :D Auf jeden Fall erratet ihr NIE was da drin ist (außer ihr habt den Titel aufmerksam gelesen… :D). KEINE Butter, KEIN Zucker, KEINE Sahne und trotzdem sieht das extrem sahnig aus, oder? Es ist einfach Schokolade und Süßkartoffel. Das wollte ich schon ewig mal ausprobieren und ich könnte mich ohrfeigen, dass ich das nicht schon früher mal gemacht habe. Denn es ist so lecker! Im Notfall kann man auch den Brownie weg lassen und nur das Frosting essen…Bisschen Kartoffelpüree hat noch keinem geschadet, oder? Und das bisschen Brownie und vielleicht ein kleiner Espresso dazu auch nicht :D

Brownies mit Schokoladen-Süßkartoffel-Frosting

Dauer: 35 Minuten + 60 Minuten zum Einweichen+ 25 Minuten zum Backen

Menge: 14 kleine Brownie-Wüfel

Hilfreich: Standmixer, runde Backform oder Tortenring mit 18 cm Durchmesser

  • 80 g Haferflocken
  • 150 g Joghurt
  • 2 Eier
  • 120 g Kokosblütenzucker (oder normalen Zucker)
  • 90 g weiches Kokosöl – falls es zu fest ist, leicht erhitzen (oder weiche Butter)
  • 60 g Kakaopulver
  • 20 g Stärke
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Pck lösliches Espressopulver für einen Espresso
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel
  • 80 g Zartbitterschokolade
  • 20 g Vollmilchschokolade
  • Geröstete Haselnüsse
  • Kakao-Nibs

Die Haferflocken in Standmixer zu feinem Mehl mahlen. Das Hafermehl mit dem Joghurt verrühren und 1 Stunde einweichen lassen. Anschließend Eier, Zucker, Kokosöl, Kakaopulver, Espressopulver, Stärke, Zimt und Backpulver unterrühren. Den Tortenring auf ein Blech mit Backpapier setzen und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit für das Frosting die Süßkartoffen schälen, würfeln und in einem Topf mit Wasser ca. 20 Minuten weich kochen. Das Wasser abgießen und die Kartoffelwürfel mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken. 130 g von dem Süßkartoffelpüree abmessen. Die Schokolade hacken und unter das abgewogene Püree rühren, bis sie geschmolzen ist. Die Masse in den Standmixer füllen und zu einer glatten Masse pürieren. Das Frosting auf dem Brownie verteilen und glatt streichen. Mit Haselnüssen und Kakao-Nibs bestreuen.

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Brownies mit Schokoladen-Süßkartoffel-Frosting

Quelle:

Idee für das Frosting von food52.com

Dessert zum Frühstück oder Matcha-Joghurt mit Himbeeren und gerösteten Orangen

Matcha-Joghurt mit Himbeeren und gerösteten Orangen

Dessert zum Frühstück! Was für ein verspätetes Weihnachtsgeschenk :) Und Geburtstag noch mit dazu :D Der ursprüngliche Plan war eigentlich auf den Matcha-Joghurt noch ein bisschen Zucker zu streuen und sogar noch ein Crème Brûlée daraus zu machen. Aber wenn man Zucker auf Joghurt streut, dann zieht das schneller Wasser, als man es mit dem Flambierbrenner weg brennen kann. Und weil das jedes Kind weiß, hab ich es gar nicht erst ausprobiert…nicht :D Auf jeden Fall wollte ich einfach noch irgendwas zu den fruchtigen Himbeeren und der ultra sahnigen Matcha-Joghurt-Creme. Nachdem ich mich von der Crème Brûlée-Idee verabschiedet hatte und ich mich von diesem schweren Schicksalsschlag erholt hatte, entdeckte ich noch ein paar Orangen in der Küche. Orangen, an denen ich meine ganze Frustration auslassen konnte :) Mit dem schärfsten Messer bewaffnet, wurden die Orangen massakriert ähm filetiert und mit etwas Rohrzucker unter dem Ofengrill geröstet. Was sich nach sinnlosem Gemetzel anhört, war natürlich wohl durchdacht :D Und am Ende war es genau das, was für ein ober leckeres Dessert-Frühstück noch gefehlt hat! Also zusätzlich zum Kaffee ;-)

Wer das ganze wirklich als Dessert servieren möchte (warum auch immer man das wollen sollte…), kann den Joghurt vielleicht noch etwas süßer machen. Zum Frühstück fand ich es allerdings nicht ganz so süß genau richtig.

Matcha-Joghurt mit Himbeeren und gerösteten Orangen

Menge: 3 Portionen

Dauer: 20 Minuten

  • 1 Bio-Orange
  • 150 g TK-Himbeeren
  • 3 TL gehackte Mandeln
  • 3 TL Haferflocken
  • 1 gehäufter TL Matcha-Pulver (oder etwas mehr, je nach Geschmack)
  • 400 g griechischer Joghurt
  • 3 gestrichene TL Kokosblüten-Zucker (oder Honig)
  • 3 TL Rohrzucker

Die Orange abwaschen und die Hälfte der Schale fein abreiben. Die Schale mit den aufgetauten Himbeeren vermischen. Auf drei Gläschen aufteilen. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie etwas braun werden. Abkühlen lassen und auf die Himbeeren geben. Die Haferflocken ebenfalls auf die Himbeeren geben. In einer Schüssel den Joghurt zusammen mit dem Kokosblüten-Zucker und dem Matcha-Pulver verrühren. Den Matcha-Joghurt ebenfalls in die Gläschen geben und glatt streichen.

Die Orange filetieren. Dazu mit einem scharfen Messer „Deckel“ und „Boden“ der Orange abschneiden. Dann die restliche Schale ringsum von oben nach unten abscheiden, sodass auch die weiße Haut entfernt wird. Danach sollte die Orange komplett von der Schale befreit sein. Nun die Filets heraus schneiden. Dazu an den Trennwänden entlang schneiden und die Filets heraus lösen. Die Orangenfilets auf ein Blech geben und mit dem Rohrzucker bestreuen. Nutzt die Grillfunktion in eurem Ofen und heizt diesen auf 250 °C um die Filets ca. 10 Minuten zu rösten (zwischendurch immer mal wieder kontrollieren, damit nichts zu dunkel wird). Die Orangenfilets auf den Matcha-Joghurt geben und mit etwas Matcha-Pulver bestreuen.

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Matcha-Joghurt mit Himbeeren und gerösteten Orangen

Geordnetes Chaos oder Schwarz-Weiß-Kuchen

Schwarz-Weiß-Kuchen

Wie würde wohl ein Marmorkuchen aussehen, wenn ihn ein Ordnungsfanatiker backt? Ich glaube genau so :D Ich finde das gestreifte Muster hat fast schon eine hypnotisierende Wirkung. Man isst ein Stück nach dem anderen und bleibt dabei so was von gelassen und entspannt :D Immer schon Streifen für Streifen. Zwischendurch ein Schlückchen Kaffee…so lässt es sich leben :) Ach ja, fast hätte ich noch diese leckere Schokoladen-Ganache vergessen. Die rundet den Kuchen erst so richtig ab! Nicht nur geschmacklich, denn vor dem ersten Anschnitt ahnt noch keiner was für ein schönes Muster zum Vorschein kommt. Ich hab mich gefreut wie ein kleiner Schneekönig als es dann so weit wer…fast so wie Geburtstag und Weihnachten zusammen. Essen, dass begeistert :D

Noch ein kleiner Hinweis am Rande…Ich nutze nicht oft die Grillfunktion im Ofen. Für das beste Ergebnis, sollte man sie für diesen Kuchen aber tatsächlich verwenden. Man muss das Blech allerdings nicht zwingend in die oberste Schiene schieben (komischerweise dachte ich immer, dass man das müsste…). Zum einen funktioniert das genau so gut, wenn man das Blech in die mittlere Schiene schiebt und zum anderen kann sich der Backrahmen dann nicht mit der Heizspirale verkeilen. Ganz theoretisch könnte dann nämlich das Backpapier ankokeln, während man panisch versucht das Blech IRGENDWIE aus dem Ofen zu zerren :D Ganz theoretisch… :D

Schwarz-Weiß-Kuchen

Dauer: 60 Minuten + 25 Minuten Backzeit

Hilfreich: Eckiger Backrahmen 24 x 24 cm, Gitter zum Abtropfen für den Kuchen

Gestreifter Kuchen

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 7 Eier
  • 150 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Milch
  • 60 g Nougat

Den Ofen auf 250 °C mit der Grillfunktion vorheizen. Butter mit Zucker schaumig schlagen. Die Eier trennen und die Eigelb nach und nach unter die Buttermasse schlagen. Anschließend Mehl und Speisestärke unterrühren. Die Eiweiß mit einer Prise Salz in einer extra Schüssel schaumig schlagen. Das Eiweiß unter den Teig heben. Nun den Teig halbieren und in zwei Schüsseln geben (ich habe ihn dafür abgewogen) und in die eine Hälfte noch das Kakaopulver und die Milch rühren.

Den Backrahmen auf ein Blech mit Backpapier setzen. Die Hälfte des hellen Teigs gleichmäßig darin verteilen und ca. 5 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Hälfte des Schokoladenteigs auf dem vorgebackenen, hellen Teig verteilen. Ebenfalls 5 Minuten backen. Dann den restlichen hellen Teig einfüllen, glatt streichen, 5 Minuten backen und schließlich den restlichen Schokoladenteig mit den bisherigen drei Schichten ebenfalls 5 Minuten backen. Nun den Backrahmen mit Alufolie abdecken und den Ofen auf 150 °C Umluft umstellen. Kurz die Ofentür offen lassen, damit der Ofen etwas abkühlt. Den Kuchen weitere 5 Minuten fertig backen. Abkühlen lassen.

Nun den Kuchen zuschneiden. Dafür den Kuchen zunächst mit einem Messer vom Backrahmen lösen. Den Rand des Kuchens ebenfalls dünn abschneiden. Der Kuchen sollte ca. 2,5 cm hoch sein. 6 Streifen von 3,75 cm breite schneiden. Jeweils zwei Streifen halbieren. Nougat in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Auf die 4 nicht halbierten Streifen jeweils eine dünne Schicht Nougat streichen und einen halbierten Streifen legen, sodass sich immer heller und dunkler Kuchen abwechselt. Nun einen „Kuchenstrang“ so hinlegen, dass die Streifen waagrecht verlaufen. An einer Seite mit Nougat bestreichen. Einen „Kuchenstrang“ mit senkrechten Streifen nun an die Seite mit Nougat drücken. Die beiden anderen „Kuchenstränge“ auf die gleiche Weise mit Nougat verkleben. Zwei Kuchenstränge oben mit Nougat bestreichen und die anderen beiden so darauf setzen, das immer ein Strang mit waagrechten Streifen an einen mit senkrechten Streifen liegt. Fest in Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Zartbitter-Ganache & Dekoration

  • 150 ml Sahne
  • 150 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 EL Butter
  • Kakaopulver

Die Sahne in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und Schokolade sowie Butter dazu geben. Für eine kurze Zeit stehen lassen und dann so lange rühren, bis sich alles aufgelöst hat und eine glatte Masse entstanden ist. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, die Frischhaltefolie entfernen und den Kuchen am besten auf ein Abtropfgitter stellen. Die noch warme Ganache über den Kuchen gießen, sodass er komplett damit bedeckt ist. Evtl. mit einem Messer etwas nachhelfen. Den Kuchen gut abtropfen lassen und anschließend auf eine Kuchenplatte setzen. Die Ganache mindestens 30 Minuten im Kühlschrank anziehen lassen. Mit Kakaopulver bestäuben. Ich habe vorher noch ein paar Blätter auf den Kuchen gelegt und dann das Kakaopulver darüber verteilt. Die Blätter dann vorsichtig vom Kuchen entfernen.

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Schwarz-Weiß-Kuchen

Quelle:

Abgewandelt aus larecetadelafelicidad.com

Chameleonartig oder Espresso-Panna Cotta

Espresso-Panna Cotta

Panna Cotta ist so ein dankbarer und unkomplizierter Nachtisch…Es passt sich einfach jedem Menü und jeden Wünschen an, denn es ist wandlungsfähig ohne Ende! Im Handumdrehen ist ein ganz normales Rezept durch nur eine zusätzliche Zutat komplett verändert und es entsteht fast schon ein neuer Nachtisch :) Dabei ist das Grundprinzip immer das Gleiche: Sahne mit Zucker aufkochen, optional noch etwas zum Abwandeln dazu, Gelatine dazu, ab in den Kühlschrank und fertig ist das komplett stressfreie Dessert! Und Abwandlungen fallen mir so EINIGE ein….zum Beispiel mit Schokolade und Himbeersoße oder man nimmt statt der Sahne Kokosmilch und eine Schokoladensoße dazu oder oder oder.

Ich hatte mal wieder Lust auf eine zusätzliche Portion Kaffee und habe also noch etwas Espresso-Pulver im Nachtisch unter gebracht. Und eine kleine extra Schicht mit Espresso-Gelee. Doppelt hält bekanntlich besser… Oder man geht ganz auf Nummer sicher und trinkt noch einen Espresso DAZU ;-)

Espresso-Panna Cotta

Dauer: 30 Minuten + 4 Stunden Kühlzeit

Menge: 8 kleine Portionen

Espresso-Gelee

  • 1 Blatt Gelatine
  • 60 ml Espresso
  • 15 g Zucker

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Anschließend die Gelatine im heißen Espresso auflösen und den Zucker unterrühren. Das Espresso-Gelee auf die Gläser verteilen. Kalt stellen.

Espresso-Panna Cotta

  • 4 Blatt Gelatine
  • 200 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 25 g Zucker
  • 2 Pck lösliches Espresso-Pulver für je einen Espresso

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Sahne mit Milch, Espresso-Pulver und Zucker aufkochen. Von der Hitze nehmen und wenn die Mischung nicht mehr kocht, die Gelatine darin auflösen. Alles auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und wenn das Espresso-Gelee fest geworden ist, das Espresso-Panna Cotta darauf geben, bis die Gläschen voll sind. Mindestens 4 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Entweder im Gläschen servieren oder stürzen (dafür das Gläschen kurz in heißes Wasser halten, damit sich die Panna Cotta löst).

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Espresso-Panna Cotta