Chameleonartig oder Espresso-Panna Cotta

Espresso-Panna Cotta

Panna Cotta ist so ein dankbarer und unkomplizierter Nachtisch…Es passt sich einfach jedem Menü und jeden Wünschen an, denn es ist wandlungsfähig ohne Ende! Im Handumdrehen ist ein ganz normales Rezept durch nur eine zusätzliche Zutat komplett verändert und es entsteht fast schon ein neuer Nachtisch :) Dabei ist das Grundprinzip immer das Gleiche: Sahne mit Zucker aufkochen, optional noch etwas zum Abwandeln dazu, Gelatine dazu, ab in den Kühlschrank und fertig ist das komplett stressfreie Dessert! Und Abwandlungen fallen mir so EINIGE ein….zum Beispiel mit Schokolade und Himbeersoße oder man nimmt statt der Sahne Kokosmilch und eine Schokoladensoße dazu oder oder oder.

Ich hatte mal wieder Lust auf eine zusätzliche Portion Kaffee und habe also noch etwas Espresso-Pulver im Nachtisch unter gebracht. Und eine kleine extra Schicht mit Espresso-Gelee. Doppelt hält bekanntlich besser… Oder man geht ganz auf Nummer sicher und trinkt noch einen Espresso DAZU ;-)

Espresso-Panna Cotta

Dauer: 30 Minuten + 4 Stunden Kühlzeit

Menge: 8 kleine Portionen

Espresso-Gelee

  • 1 Blatt Gelatine
  • 60 ml Espresso
  • 15 g Zucker

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Anschließend die Gelatine im heißen Espresso auflösen und den Zucker unterrühren. Das Espresso-Gelee auf die Gläser verteilen. Kalt stellen.

Espresso-Panna Cotta

  • 4 Blatt Gelatine
  • 200 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 25 g Zucker
  • 2 Pck lösliches Espresso-Pulver für je einen Espresso

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Sahne mit Milch, Espresso-Pulver und Zucker aufkochen. Von der Hitze nehmen und wenn die Mischung nicht mehr kocht, die Gelatine darin auflösen. Alles auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und wenn das Espresso-Gelee fest geworden ist, das Espresso-Panna Cotta darauf geben, bis die Gläschen voll sind. Mindestens 4 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Entweder im Gläschen servieren oder stürzen (dafür das Gläschen kurz in heißes Wasser halten, damit sich die Panna Cotta löst).

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Espresso-Panna Cotta

Frühlingsgrün oder Matcha-Torte mit schwarzem Sesam und weißer Schokolade

Matcha-Torte mit schwarzem Sesam und weißer Schokolade

Heute ist ein toller Tag! Denn das erste, frische Grün blitzt mir aus meinen Balkon-Kästen entgegen. Die Zwiebeln für Tulpen und Osterglöckchen hat eine gute Seele im Herbst in den Kästen verteilt….Das ist jetzt übrigens kein schlecht verstecktes Eigenlob, ich war das nicht (Danke, Mama! )…Auf jeden Fall ist dieses Grün ein ganz klares Zeichen dafür, dass endlich der Frühling da ist! Yeah! Um das ordentlich zu feiern, muss natürlich gleich mal ein Törtchen her – in einem saftigem Frühlingsgrün natürlich :) Für das beste, frühlingshafteste Grün ist der Matcha zuständig, als Deko kam alles an grünem Obst, was ich in die Finger bekommen habe, auf die Torte und unter der samtigen Matcha-Creme mit weißer Schokolade und Mascarpone versteckt sich ein saftiger Biskuit mit schwarzem Sesam. Hört sich doch gut an, oder? :) Dann noch ein kleines Tässchen Kaffee dazu und man ist bestens für die neue Jahreszeit gerüstet :)

Matcha-Torte mit schwarzem Sesam und weißer Schokolade

Dauer: 60 Minuten + 45 Minuten Backzeit (Creme am Vortag vorbereiten)

Hilfreich: Tortenring mit 21 cm Durchmesser, Spritzbeutel mit Sterntülle

Schwarzer Sesam-Biskuit

  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 60 g gemahlener schwarzer Sesam
  • 5 Eier
  • 140 g Mehl
  • 40 g geschmolzene Butter
  • 90 g Zucker
  • 80 g Puderzucker

4 Eier trennen. Eigelb und ein ganzes Ei zusammen mit dem Puderzucker, dem Sesam und den Mandeln schaumig schlagen. Mehl und Butter vorsichtig kurz unterrühren. In einer weiteren Schüssel das Eiweiß zusammen mit dem Zucker steif schlagen. In 3 Portionen vorsichtig unter die Mandel-Masse heben. Den Teig auf drei runde Backformen von 21 cm Durchmesser aufteilen (oder in einer Form dreimal hintereinander backen) und bei 180 °C ca. 15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Matcha-Creme mit weißer Schokolade & Dekoration

  • 130 g gehackte, weiße Schokolade
  • 250 ml + 4 TL Sahne
  • 300 g Mascarpone
  • 2 1/2 TL Matcha-Pulver
  • 1 Kiwi
  • 1 Bio-Limette

Am besten am Vortag die 250 ml Sahne aufkochen. Vom Herd nehmen, die Schokolade dazu geben und ab und zu umrühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Masse abkühlen lassen und anschließend am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag wenn die Tortenböden gebacken und abgekühlt sind, die Sahne mit der weißen Schokolade und der Mascarpone steif schlagen. 2 TL von dem Matcha-Pulver mit den 4 TL Sahne glatt rühren. 2 TL von der Matcha-Sahne unter die Mascarpone-Creme rühren. Einen Tortenboden auf eine Platte setzen. 3 EL der Mascarpone-Creme darauf verstreichen, den nächsten Tortenboden darauf setzen. Wieder 3 EL Creme verstreichen und den letzten Tortenboden mittig darauf setzen. Leicht andrücken. Die komplette Torte mit der Creme einstreichen (ich habe dafür ein glattes Messer benutzt). Nun die restliche Matcha-Sahne-Creme unter die Mascarpone-Creme rühren und ein paar Kleckse davon unten am Rand der Torte verteilen. Mit einem Messer glatt streichen. So entsteht ein leichter Grünverlauf an der Torte :) Die restliche Mascarpone-Creme in einen Beutel mit Sterntülle füllen. Die Torte mit etwas Matcha bestäuben und mit Kiwi-, Limettenscheiben und der Creme dekorieren.

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Matcha-Torte mit schwarzem Sesam und weißer Schokolade

Daseinsberechtigungen oder hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Ich weiß nicht woran das liegt, aber ich esse mein Brot am liebsten, wenn ich mir eine dicke Scheibe mit dem Messer vom Laib abschneide. Klar ist die dann meistens nicht überall gleich dick, aber mit ein bisschen Butter oder Frischkäse lässt sich das dann schon irgendwie glatt spachteln. Noch nicht ein einziges Mal habe ich mir gedacht „Hach, jetzt eine Brotschneidemaschine, das wäre es jetzt!“. Bis ich diese Kekse gemacht habe. Denn man backt zunächst einen recht kompakten Kuchen und schneidet ihn dann in möglichst dünne Scheiben um diese im Ofen knusprig zu backen. Und je dünner die Scheiben, desto mehr Scheiben kann man schneiden – ein richtiger Teufelskreis. Mir ist nach der Hälfte fast der Arm ab gefallen und da schlich sich dieser Gedanke in meinem Kopf: „Mit einer Brotschneidemaschine wären die Scheiben sicher NOCH dünner und du wärst schon längst fertig.“ Da mir die Kekse wirklich super gut schmecken (schön knusprig, schokoladig und mit Mandeln KANN man nichts falsch machen :) ) und ich sie unbedingt viel öfters backen muss, würde sich so eine Brotschneidemaschine sogar FAST rentieren (ignorieren wir einfach mal die Frage, wo ich so eine Maschine in der Küche noch unterbringen würde :D). Ich glaube sogar dass so eine Maschine nicht für Brot, sondern für diese Kekse erfunden wurde – macht viel mehr Sinn :D Nur klingt Keksschneidemaschine etwas holprig und daher der Name Brotschneidemaschine.

Naja…vielleicht spricht da auch nur mein müder Arm aus mir, der sich nach so einem kleinen Maschinchen sehnt. Falls es euch die Kekse genau so angetan haben wie mir, würde ich euch auf jeden Fall eins raten:  Aus ästhetischen Gründen die eine Hälfte mit dem Messer in der rechten Hand und die andere Hälfte der Kekse mit links abschneiden. Denn das zählt sicher schon als Workout und da sollte man auf keinen Fall eine Seite vernachlässigen :D Für alle mit Brotschneidemaschine: Freut euch, die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt :) Ihr könnt euch mit einem Kaffee zurück lehnen und der Maschine quasi beim Arbeiten zusehen. Für alle ohne Maschine: Da hat man sich doch nach so einem straffen Sportprogramm ein paar Extra-Kekschen zu seinem Kaffee verdient, oder? :D

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Dauer: 20 Minuten + 70 Minuten Backzeit

Menge: 2 Bleche

Hilfreich: Kastenform

  • 2 Eiweiß
  • 75 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Kakao-Pulver
  • 110 g Mandeln
  • 20 g Kakao-Nibs

Das Eiweiß zu einem cremigen Schnee schlagen und den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Anschließend die anderen Zutaten in die Schüssel geben und vorsichtig unterrühren, bis keine Mehlklümpchen mehr im Teig sind. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 40 Minuten backen. Am besten über Nacht auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen in ganz dünne Scheiben schneiden. Diese nebeneinander auf ein Blech mit Backpapier legen und erneut 40 Minuten bei 90 °C im Ofen backen, bis die Kekse knusprig sind. In einer luftdichten Dose aufbewahren, sonst bleiben die Kekse nicht knusprig.

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Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Quelle:

Abgewandelt aus der Zeitschrift Gusto 1/2005

Immun-Booster oder Zitronencreme-Schnittchen

Zitronencreme-Schnittchen

Erkältungsprävention ist wohl DAS Wort für diesen Winter. Wer schon krank war, tut alles damit es einen nicht nochmal erwischt und wer noch verschont geblieben ist, tut alles damit das auch so bleibt. In den Apotheken gibt es ja allerlei Mittelchen und sonst wird zum Beispiel Ingwer nachgesagt, dass das ganz gut fürs Immunsystem sein soll. Spaß macht das allerdings eher nicht, wenn man irgendwelche Tabletten schluckt und Ingwer ist ja auch nicht Jedermanns Sache. Warum also nicht dieses ganze „Ich tue etwas für mein Immunsystem“-Ding so verpacken, dass es auch Spaß macht? Und lecker schmeckt. Statt Ingwercreme-Schnittchen habe ich mich am Ende dann doch für die zitronige Variante entschieden :D Ganze11 Zitronen verstecken sich in diesen kleinen, cremigen Teilchen…wenn das mal nicht DIE Vitamin C-Bombe ist, weiß ich auch nicht mehr :) Bleibt gesund und vergesst den Kaffee dazu nicht :)

Zitronencreme-Schnittchen

Dauer: 40 Minuten + 25 Minuten Backzeit

Menge: 40 kleine Schnittchen

Hilfreich: Eckiger Backrahmen 25 x 25 cm

Lemon Curd

  • 1 Vanilleschote
  • 480 ml Zitronensaft von ca. 11 Zitronen
  • Abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
  • 60 ml Sahne
  • 320 g Zucker
  • 110 g Butter
  • 8 Eier
  • 4 Eigelb
  • 1 TL Salz

Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark mit einem Messer heraus kratzen. Vanillemark zusammen mit Zitronensaft, Zitronenschale, Butter und Sahne einmal aufkochen. In einer extra Schüssel die Eigeln, Eier und den Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Den heißen Zitronensaft langsam dazu gießen und immer weiter rühren. Ist der komplette Zitronensaft mit der Eiermasse verrührt alles zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze so lange erhitzen (nicht kochen) bis die Zitronencreme eindickt und ein puddingähnliche Konsistenz hat.

Hafer-Mürbeteig & Dekoration

  • 220 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 260 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g Haferflocken
  • 30 g Ricotta oder Frischkäse
  • 20 g Quark
  • 10 g Puderzucker

Für den Mürbeteig die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend Eigelb, Mehl, Salz und Haferflocken dazu geben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Auf einem Blech mit Backpapier den Teig zu einem Rechteck von 25 x 25 cm ausrollen und den Backrahmen darauf stellen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 15 Minuten backen. Anschließend die Zitronencreme darauf geben und weitere 10 Minuten backen. Die Zitronencreme sollte danach etwas fester geworden sein, aber wie Wackelpudding wackeln, wenn etwas am Blech rüttelt. Den Kuchen abkühlen lassen und anschließend mindestens 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren in kleine Schnittchen schneiden. Ricotta mit Quark und Puderzucker glatt rühren. Die Creme in eine Tüte füllen, die Spitze abschneiden und die Schnittchen damit dekorieren.

Ein kleiner Hinweis: Bei den Schnittchen bleibt relativ viel Eiweiß übrig. Bitte nicht weg schmeißen…vermutlich (bisher lagen meine Quellen immer richtig :D ) gibt es hier demnächst ein extrem leckeres Keks-Rezept, mit dem man das Eiweiß super verwenden kann ;-)

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Zitronencreme-Schnittchen

Quelle:

Abgewandelt aus der Zeitschrift Bake from Scratch Sommer 2016