
Kennt ihr das? Irgendwie schleicht sich ganz heimlich so ein hartnäckiger Gedanken in den Kopf „Jetzt etwas Kleines, Süßes…“. Und wenn man das einmal gedacht hat, hört das auch nicht mehr auf, bis man eben etwas Kleines, Süßes hatte. Allerdings schmeißt man selten für etwas Kleines, Süßes gleich den Ofen mit einem Kuchen an. Von dem man sich dann ein kleines (!) Stück abschneidet. Und wenn man nur einen Muffin backen möchte, müsste man ja zum Beispiel ein Fünfzehntel Ei verwenden. Ich habe noch nie ein Ei gefünfzehntelt…Vor allem was macht man dann mit den restlichen viertzehn Fünfzehntel. Für alle Rezepte braucht man ja immer ganze Eier :D Aber wieder zurück zu dem „Kleinen Süßen“. Denn dafür ist das Parfait die perfekte Lösung! :) Man muss keine Eier fünfzehnteln und kann sich wann immer man etwas Kleines, Süßes haben möchte, eine Scheibe abschneiden. Der Rest kommt wieder in den Tiefkühler und bleibt schön frisch :) Ist eigentlich genial, oder? Man muss dieses ober-nussige und ultra cremige Parfait mit der fruchtigen Brombeer-Kompott gar nicht teilen und braucht trotzdem keine Angst haben, dass es alt wird :) Wer möchte, kann das natürlich (warum auch immer) trotzdem machen ;-)
Für alle die sich jetzt noch fragen warum man dann eben nicht auch ein Kuchen backen kann und sich dann nur ein kleines Stück abschneidet: Sobald in meinem Kopf das Stimmchen mit dem „Jetzt etwas Kleines Süßes“ bekommen hat, was es wollte, plappert die nächste Stimme fröhlich drauf los „Oh, Kuchen…der schmeckt ja am ALLER besten, wenn er noch frisch ist. Wer weiß ob der bis morgen nicht schon total trocken ist.“. Und irgendwie hat diese Stimme ja dann auch wieder Recht… :D
Dauer: 30 Minuten + 1 Nacht zum Tiefkühlen
Menge: 1 Kastenform (ca. 7 Portionen)
Hilfreich: Kastenform, Mixer, Zuckerthermometer oder Wasserbad mit Eiswürfeln
Haselnuss-Parfait
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 1 EL Puderzucker
- 75 g Zucker
- 20 ml Wasser
- 170 g Sahne
- 100 g Haselnüsse
- 2 EL Haselnuss-Schnaps
- 1 Prise Zimt
Die Haselnüsse auf ein Blech mit Backpapier geben und im Ofen bei 160 °C ca. 20 – 30 Minuten im Ofen rösten. Die Haselnüsse sollten sich bräunlich verfärben und die Schale sehr leicht abzulösen sein. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die Haselnüsse zwischen den Händen reiben und so die Schale ablösen. 70 g der Haselnüsse fein mahlen.
In einen Topf Wasser mit Zucker geben und aufkochen. So lange kochen, bis die Mischung 110 °C erreicht hat („zum Faden kochen“).
Wer kein Zuckerthermometer besitzt, kann folgendes machen: Etwas von den Zuckersirup auf einen Löffel in das kalte Wasserbad tauchen, bis der Sirup abgekühlt ist. Den Zuckersirup zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen. Wenn man die Finger auseinander zieht, sollte sich ein Sirup-Faden bilden.
Parallel zum Kochen des Zuckersirups das Ei mit dem Eigelb, dem Haselnuss-Schnaps und dem Puderzucker schaumig schlagen. Den heißen Zuckersirup unter rühren in die Eimasse gießen und so lange weiter rühren, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist. Die gemahlenen Haselnüsse einrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben. Die Parfait-Masse in eine Kastenform füllen und über Nacht im Tiefkühler fest werden lassen.
Brombeer-Kompott
- 2 1/2 EL Zitronensaft
- 2 1/2 TL Zucker
- 2 gestrichene TL Stärke
- 300 g Brombeeren
- 7 1/2 EL Wasser
Die Hälfte der Brombeeren halbieren, die andere Hälfte ganz lassen. Wasser mit Stärke glatt rühren. Alle Zutaten zusammen in einem Topf geben und unter rühren erhitzen, bis alles einmal aufkocht und leicht eindickt. Abkühlen lassen.
Das Parfait zusammen mit dem Brombeer-Kompott und den übrigen, gerösteten Haselnüssen servieren.







