Endlich oder Baumkuchen-Würfel mit Erdnüssen und Salz

Baumkuchen-Würfel mit Erdnüssen, Zartbitterschokolade und Salz

Jeder hat wohl irgendwo seine ganz persönliche Achilles Ferse…bei manchen sind es Schuhe, bei manchen Klamotten, bei manchen Eis. Bei einer bestimmten Sache wird einfach jeder schwach. Ich gehe zwar auch gerne shoppen und esse gerne Eis, aber wenn ich die Wahl hätte und eine Option wäre „Abgefahrene Lebensmittel einkaufen“, dann würde ich wirklich ALLES dafür stehen und liegen lassen! Egal ob ich direkt eine Idee habe, was man damit kochen oder backen könnte, ich muss das dann erstmal haben :D Sobald dann der Vanilleessig, das Matcha-Pulver oder die Kakao-Nibs ihren Ehrenplatz im Küchenschrank gefunden haben, fällt mir irgendwann schon ein, was ich damit machen könnte. Als mich auf jeden Fall auf einer ganz bestimmten, schicksalhaften Einkaufstour diese kleinen Salzpyramiden mit Gold angeglitzert haben, war es wirklich um mich geschehen. Blitzschnell sind die im Einkaufskorb gelandet und dann später ins Küchenregal gewandert. Und seit dem zerbreche ich mir den Kopf, was ich denn damit machen könnte! Jede Idee endete mit „Hm, ne…dafür ist es eigentlich zu schade“. Bis ich auf die Idee kam etwas Süßes damit zu machen! Und was setzt so eine kleine Goldpyramide besser in Szene als eine dunkle, samtige Zartbitter-Ganache?! Zusammen mit einem super saftigen Baumkuchen mit Erdnüssen und dann diesem Salz…Ich war total aus dem Häuschen, als ich mir das erstmal nur in meinem Kopf ausgemalt habe. Kopfkino macht aber noch lange nicht satt, also durfte die Umsetzung nicht lange auf sich warten. Herausgekommen sind diese kleinen Würfelchen mit absolutem Suchtpotenzial! Natürlich kann man statt dem Goldsalz auch Meersalz verwenden…oder Vanille-Salz oder Fleur de Sel oder irgendein Salz, für das ihr noch nach einer Verwendung gesucht habt! Außer es handelt sich um Knoblauch-Salz….ich vertraue da auf euer Urteilsvermögen, ob das Salz zu etwas Süßem passt :D

Baumkuchen-Würfel mit Erdnüssen und Salz

Dauer: 90 Minuten

Menge:  36 kleine Würfel

Hilfreich: Eckiger Backrahmen 22 x 22 cm

Erdnuss-Baumkuchen

  • 60 ml Milch
  • 120 g Marzipan
  • 75 g Erdnussmus (keine Erdnussbutter!)
  • 170 g weiche Butter
  • 130 g Puderzucker
  • 5 Eier
  • 110 g Zucker
  • 10 g Stärke
  • 160 g Mehl

Das Marzipan klein schneiden und mit der Milch und dem Erdnussmus in einen Topf geben. Leicht erhitzen und mit einer Gabel alles zu einer homogenen Masse verarbeiten. Butter mit Puderzucker verrühren. Die Eier trennen. Die Eigelb unter die Buttermasse rühren. Eiweiß in einer extra Schüssel mit dem Zucker steif schlagen. Die Stärke und die Hälfte des Mehls, die Marzipanmasse mit einem Drittel des Eischnee zu der Buttermasse geben. Alles unterheben. Dann das restliche Mehl mit dem zweiten Drittel Eischnee ebenfalls unterheben und zum Schluss das letzte Drittel des Eischnee unterheben.

Den Backrahmen auf ein Blech mit Backpapier setzen und die Grillfunktion des Ofens auf 250 °C vorheizen. 3 EL Teig im Backrahmen gleichmäßig verteilen und im Ofen ca. 3 Minuten backen, bis die Oberfläche braun ist (lieber immer schon etwas früher schauen, weil der Teig relativ schnell dunkel wird!). Das Blech aus dem Ofen nehmen, wieder 3 EL Teig verteilen und wieder 3 Minuten backen. So nach und nach immer eine weitere Schicht backen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die letzten Schichten haben bei mir nur noch 2 1/2 Minuten gebraucht um braun zu werden, also immer mal wieder kontrollieren. Wenn die letzte Schicht braun gebacken ist, den Backrahmen mit Alufolie abdecken und den Ofen auf 150 °C Umluft umstellen. Kurz die Ofentür offen lassen, damit der Ofen etwas abkühlt. Den Kuchen dann nochmal 5 Minuten bei Umluft backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mit einem Messer den Backrahmen lösen und die Ränder abschneiden. Würfel von 3,5 cm auf 3,5 cm schneiden.

Zartbitter-Ganache und Deko

  • 250 ml Sahne
  • 250 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 1/2 EL Butter
  • Geschälte Erdnüsse
  • Salzkristalle

Die Sahne in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und Schokolade sowie Butter dazu geben. Für eine kurze Zeit stehen lassen und dann so lange rühren, bis sich alles aufgelöst hat und eine glatte Masse entstanden ist. In eine kleine Tasse füllen. Die Baumkuchenwürfel unten auf einen Holzspieß stecken und in die Ganache tauchen. Auf ein Gitter zum Abtropfen geben und den Spieß entfernen (ich habe den Spieß durch ein Loch im Gitter gesteckt und dann von unten den Spieß aus dem Baumkuchenwürfel gezogen). Wenn alle Würfel mit Ganache überzogen sind, jeweils zwei Erdnusshälften und eine Prise Salz auf jeden Würfel geben. Die Ganache auf den Baumkuchenwürfeln im Kühlschrank fest werden lassen.

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Baumkuchen-Würfel mit Erdnüssen, Zartbitterschokolade und Salz

Die Offenbarung oder Cannelés mit Papaya und Vanille-Soße

Cannéles mit Vanillesoße und Papaya

Als ich letztens essen war, ist mir etwas passiert, was schon ewig nicht mehr passiert ist! Nach einem leckeren Essen ist ein Espresso bei mir quasi Pflicht. Und zu diesem Espresso gab es ein kleines Küchlein mit Vanillesoße. Aber kein normales Küchlein, sondern etwas wirklich Besonderes: Außen eine super knusprige, fast schon karamellisierte Kruste und innen eine vanillige Creme. Obwohl ich wirklich satt war, hätte ich noch 10 von diesen kleinen Küchlein verdrücken können. Gab aber leider nur eins….vielleicht zu meinem eigenen Glück :D Auf jeden Fall weiß ich sonst wenn es um Essen geht so gut wie immer was es ist und in welchem Kochbuch ich ein Rezept dafür habe. Diese kleinen Küchlein haben mich aber wirklich vor ein Rätsel gestellt. Ich hatte keine Ahnung was das ist! Bis mich durch Zufall in den Weiten den Internets ein Rezept angesprungen hat! Für Cannelés! Da wusste ich endlich wie diese Küchlein heißen und mussten sie natürlich sofort nach backen! Mehrmals. :D Am besten schmecken sie mir mit etwas fruchtigem, z.B. Papaya und Vanillesoße. Und einem Kaffee :)

Cannéles mit Vanillesoße und Papaya

Cannelés mit Papaya und Vanille-Soße

Dauer: 40 Minuten + 60 Minuten Backzeit + 2 Tage Zeit für den Teig zum Ruhen

Menge: 24 kleine Cannelés 

Hilfreich: Silikonform für kleine Cannelés

Cannelés

  • 225 ml Milch
  • 25 ml Sahne
  • 25 g Butter
  • 1/2 bereits ausgekratzte Vanilleschote
  • 50 g Mehl
  • 125 g Puderzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 30 ml Rum

Den Teig 2 Tage im Voraus zubereiten.

Dafür die Milch, Sahne und Butter einmal aufkochen. In einer Schüssel Rum, Salz, Eigelb, Ei, Mehl und Puderzucker glatt rühren. Die Butter-Milch-Mischung dazu gießen und alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Vanilleschote ebenfalls in den Teig rühren. Abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage ziehen lassen.

Die Vanilleschote entfernen und den Ofen auf 240 °C vorheizen. Die Silikonform 5 Minuten bei dieser Temperatur im Ofen vorheizen. Die Form aus dem Ofen nehmen und heiß mit dem Teig befüllen. Die Förmchen sollten bis knapp unter den Rand gefüllt sein. 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 190 °C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Die Cannelés noch heiß aus der Silikonform lösen (zum Beispiel mit Hilfe eines Holzspießes) und auf ein Kuchengitter zum Auskühlen setzen.

Papaya und Vanille-Soße

  • 1 Papaya
  • Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 ml Milch
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 60 g Zucker
  • 80 ml Sahne

Die Papaya schälen, halbieren, entkernen und fein würfeln. In einer Schüssel zusammen mit dem Zitronensaft und der – schale verrühren.

Für die Vanillesoße die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark heraus kratzen. Vanillemark, -schote und Milch in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen. In einer Schüssel die Eigelb mit den Zucker verrühren und die Vanillemilch langsam unter Rühren dazu gießen. Alles zusammen wieder in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren so lange erhitzen, bis die Soße etwas eindickt. Vom Herd nehmen und die Sahne einrühren.

Die Cannelés zusammen mit Vanille-Soße und Papaya servieren.

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Cannéles mit Vanillesoße und Papaya

Quelle:

Cannelés abgewandelt aus eatlittlebird.com

 

Ganz natürlich oder Donuts mit Cheesecake-Füllung und Himbeer-Glasur

Donuts mit Cheesecake-Füllung und Himbeer-Glasur

Hände hoch, wenn ihr denkt im Guss von diesen Donuts ist Lebensmittelfarbe. Ha! Ist aber gar keine drin :P Nur Himbeerpüree ;-) Wahnsinn, oder? Hätte ich selbst nicht gedacht, dass das so knallig wird. Gefällt mir aber sehr gut und knallige Farben passen jetzt einfach zum Frühling, oder? :) Die saftigen Donuts bieten allerdings noch viiiiiiiel mehr als nur eine super schöne Glasur. Denn das beste an der frittierten Variante ist doch eigentlich immer die Füllung, die anschließend in das Gebäck gespritzt wird. Doch die gebackenen Donuts lassen sich leider nicht so einfach nach dem Backen füllen. Nach mehreren schlaflosen Nächten, die ich über das Thema gegrübelt habe, kam mir irgendwann die Idee, die Füllung einfach schon VOR dem Backen im Donut zu verstecken. Eine Cheesecake-Füllung! Gesagt, getan (bzw. gebacken :D ). Hat alles so funktioniert, wie ich das in meinem halb übermüdeten Dämmerzustand zusammen gesponnen habe. Passiert nicht oft, aber passiert :D  Als Schöpfer dieser kleinen, lecker gefüllten und knallig glasierten Dingerchen lege ich euch einen Kaffee dazu wärmstens ans Herzen ;-)

Gebackene Donuts mit Cheesecake-Füllung und Himbeer-GlasurDauer: 40 Minuten + 10 Minuten Backzeit

Menge: 8 Donuts 

Hilfreich: Backform für Donuts, Sieb

Donuts mit Cheesecake-Füllung

  • 110 g Frischkäse
  • 1 gestrichenen TL Stärke
  • 1 TL + 80 g Zucker
  • 120 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 90 g Buttermilch
  • 1 Ei
  • 1 EL geschmolzene Butter

Für die Füllung Frischkäse mit Stärke und 1 TL Zucker glatt rühren. Die Creme in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden, sodass ein Loch von ca. 1 cm Durchmesser entsteht. Die Donut-Form einfetten. Anschließend den Teig für die Donuts zubereiten.

Dafür das Ei mit den restlichen 80 g Zucker schaumig schlagen. Dann Buttermilch, Butter, Mehl, Salz und Backpulver unterrühren. Am besten den Teig in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. So lässt sich der Teig am besten in die Donut-Formen füllen. Die Donutförmchen zunächst zu 1/4 mit Teig füllen. Einen Kreis Frischkäse auf den Teig spritzen und anschließend den Frischkäse mit einer zweiten Schicht Donutteig bedecken. Insgesamt sollten die Donutförmchen nun zu ca. 3/4 gefüllt sein. Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen. Falls nicht alle Donuts auf einmal gebacken werden können, die Form einfach mehrmals hintereinander benutzen.

Himbeer-Glasur & Dekoration

  • 100 g aufgetaute TK-Himbeeren
  • 150 g Puderzucker
  • 1 1/2 TL Milch

Die Himbeeren durch ein Sieb passieren und die Kerne zu entfernen. 2 EL Püree mit 120 g Puderzucker glatt rühren. Die noch heißen Donuts in die Glasur tauchen und zum Abtropfen auf einen Teller legen (wenn die Donuts heiß glasiert werden, glänzt die Glasur anschließend sehr schön…kalt geht es aber natürlich auch). Trocknen lassen. Für die Dekoration Milch mit 30 g Puderzucker glatt rühren, sodass ein dicker Guss ohne Klümpchen entsteht. Den Guss in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. Kleine Blümchen auf die Donuts spritzen.

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Donuts mit Cheesecake-Füllung und Himbeer-Glasur

Daseinsberechtigungen oder hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Ich weiß nicht woran das liegt, aber ich esse mein Brot am liebsten, wenn ich mir eine dicke Scheibe mit dem Messer vom Laib abschneide. Klar ist die dann meistens nicht überall gleich dick, aber mit ein bisschen Butter oder Frischkäse lässt sich das dann schon irgendwie glatt spachteln. Noch nicht ein einziges Mal habe ich mir gedacht „Hach, jetzt eine Brotschneidemaschine, das wäre es jetzt!“. Bis ich diese Kekse gemacht habe. Denn man backt zunächst einen recht kompakten Kuchen und schneidet ihn dann in möglichst dünne Scheiben um diese im Ofen knusprig zu backen. Und je dünner die Scheiben, desto mehr Scheiben kann man schneiden – ein richtiger Teufelskreis. Mir ist nach der Hälfte fast der Arm ab gefallen und da schlich sich dieser Gedanke in meinem Kopf: „Mit einer Brotschneidemaschine wären die Scheiben sicher NOCH dünner und du wärst schon längst fertig.“ Da mir die Kekse wirklich super gut schmecken (schön knusprig, schokoladig und mit Mandeln KANN man nichts falsch machen :) ) und ich sie unbedingt viel öfters backen muss, würde sich so eine Brotschneidemaschine sogar FAST rentieren (ignorieren wir einfach mal die Frage, wo ich so eine Maschine in der Küche noch unterbringen würde :D). Ich glaube sogar dass so eine Maschine nicht für Brot, sondern für diese Kekse erfunden wurde – macht viel mehr Sinn :D Nur klingt Keksschneidemaschine etwas holprig und daher der Name Brotschneidemaschine.

Naja…vielleicht spricht da auch nur mein müder Arm aus mir, der sich nach so einem kleinen Maschinchen sehnt. Falls es euch die Kekse genau so angetan haben wie mir, würde ich euch auf jeden Fall eins raten:  Aus ästhetischen Gründen die eine Hälfte mit dem Messer in der rechten Hand und die andere Hälfte der Kekse mit links abschneiden. Denn das zählt sicher schon als Workout und da sollte man auf keinen Fall eine Seite vernachlässigen :D Für alle mit Brotschneidemaschine: Freut euch, die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt :) Ihr könnt euch mit einem Kaffee zurück lehnen und der Maschine quasi beim Arbeiten zusehen. Für alle ohne Maschine: Da hat man sich doch nach so einem straffen Sportprogramm ein paar Extra-Kekschen zu seinem Kaffee verdient, oder? :D

Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Hauchdünne Mandel-Kekse mit Kakao-Nibs

Dauer: 20 Minuten + 70 Minuten Backzeit

Menge: 2 Bleche

Hilfreich: Kastenform

  • 2 Eiweiß
  • 75 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Kakao-Pulver
  • 110 g Mandeln
  • 20 g Kakao-Nibs

Das Eiweiß zu einem cremigen Schnee schlagen und den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Anschließend die anderen Zutaten in die Schüssel geben und vorsichtig unterrühren, bis keine Mehlklümpchen mehr im Teig sind. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 40 Minuten backen. Am besten über Nacht auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen in ganz dünne Scheiben schneiden. Diese nebeneinander auf ein Blech mit Backpapier legen und erneut 40 Minuten bei 90 °C im Ofen backen, bis die Kekse knusprig sind. In einer luftdichten Dose aufbewahren, sonst bleiben die Kekse nicht knusprig.

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Hauchdünne Mandelkekse mit Kakao-Nibs

Quelle:

Abgewandelt aus der Zeitschrift Gusto 1/2005