Zeitrauschen oder Gewürzbaumkuchen

Gewürzbaumkuchen

Die Zeit fliegt momentan gerade nur so an mir vorbei und mit leichtem Erschrecken habe ich fest gestellt, dass es ja auch gar nicht mehr so lange bis Weihnachten ist! Das war ja die Feier, bei der ich sonst immer schon einige Zeit vorher anfange mit dem Keksebacken. Hm.
Normalerweise habe ich schon Ende Oktober geplant, welche Sorten ich alles machen möchte und SPÄTESTENS Mitte November sind die ersten Keksdosen gefüllt und die Wohnung ist weihnachtlich dekoriert. Dieses Jahr läuft das wohl etwas anders, denn Mitte November habe ich ganz „knapp“ verpasst…ich hab noch nicht mal mit der Planung angefangen, Waaaaaaah :D Statt Keksen habe ich allerdings schnell meinen geplanten Baumkuchen in einen Gewürzbaumkuchen mit immerhin schon weihnachtlicher Deko umgewandelt. Wenn schon nicht die Wohnung, dann wenigstens der Kuchen :D In Zukunft werde ich auch immer eine Prise Zimt auf meinen Kaffee stäuben und vielleicht finde ich ja doch noch einen ruhigen Abend für ein paar Kekse. In der Zwischenzeit esse ich zu meinem Espresso aber erstmal lieber noch ein Stückchen Kuchen, der tatsächlich schon etwas nach Weihnachten, Gewürzen, Mandeln und einem weiteren Stück schmeckt :)

Falls ihr – im Gegensatz zu mir – schon voll im Plätzchen-Fieber seid, findet ihr hier, hier, hier und hier oder hier ein paar Keksrezepte aus den letzten Jahren von mir :)

Gewürzbaumkuchen

 

Gewürzbaumkuchen

Dauer: 30 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Hilfreich: Runde Backform mit 15 cm Durchmesser

  • 110 g weiche Butter
  • 110 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2 EL Amaretto
  • 70 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 25 ml Milch
  • 70 g Mehl
  • 40 g Stärke
  • 1/4 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Zartbitter-Kuchenglasur
  • Goldene Zuckerdekoraton

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Anschließend die restlichen Zutaten außer die Kuchenglasur dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren.

Den Ofen mit der Grillfunktion auf 240 °C vorheizen. 2-3 EL des Teigs in der Backform verteilen und in der zweiten Schiene von oben (die Form sollte so nah wie möglich am Ofengrill sein) im Ofen ca. 3 Minuten backen, bis die Oberfläche braun ist (lieber immer schon etwas früher schauen, weil der Teig relativ schnell dunkel wird!). Die Backform aus dem Ofen nehmen, wieder 2-3 EL Teig verteilen und wieder 3 Minuten backen. So nach und nach immer eine weitere Schicht backen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die letzten Schichten haben bei mir nur noch 2 1/2 Minuten gebraucht um braun zu werden, also immer mal wieder kontrollieren. Abkühlen lassen.

Den Kuchen aus der Form lösen und die Kuchenglasur bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Den Kuchen mit der Glasur überziehen und beliebig dekorieren.

Gewürzbaumkuchen

Detailverliebtheit oder Maronen-Gugelhupf mit Rosé

Maronen-Gugelhupf mit Rose

Euch ist sicher schon aufgefallen, dass es hier in der Regel zu jedem Rezept standardmäßig zwei Bilder gibt. Das hat verschiedene Gründe, in der Regel ist es jedoch schlicht und ergreifend so, dass ich dann extrem Lust habe, das Fotoobjekt aufzuessen – vor allem wenn man schon genug Fotos hat, warum sollte man sich dann unnötig ausbremsen?!
Bei den Fotos für diesen Maronen-Gugelhupf mit Rosé hatte ich allerdings mal wieder handfeste Unterstützung von meiner Lieblingsrequisite aka meiner Schwester. Und da kam das eine zum anderen, wir haben gequatscht, haben Verschiedenes für die Fotos ausprobiert und als der Kuchen aufgegessen war und ich mir die Bilder in Ruhe angeschaut habe, tja, da hatte ich den Salat. Ich saß vor mindestens drei Mal so vielen Bildern wie sonst und ich KANN MICH EINFACH NICHT ENTSCHEIDEN :D Dazu muss außerdem gesagt werden, dass ich ein riesen großer Fan von diesem leckeren Gugelhupf bin…super saftig und flaumig, nussig-weihnachtlich im Geschmack und ein wirklich einfaches und schnelles Rezept noch dazu – was will man mehr?! Tasse Kaffee dazu und alles ist perfekt :)

Also hatte ich die Qual der Wahl mich zwischen den ganzen Bildern, auf denen mich auf jedem einzelnen dieser leckere Gugelhupf angrinst, zu entscheiden. Und die Entscheidung fiel auf eine paar mehr Fotos als sonst, auf denen man einfach mal ein paar mehr Details sieht :) Vor allem möchte ich hier auch nochmal die absolut unbeabsichtigt minimalistische Weihnachtsdeko in den Vordergrund rücken. Schaut euch mal alles genau an…mir ist wirklich schleierhaft, wie auf einmal die goldene Zuckerperle auf den Kuchen gekommen ist (kleiner Tipp: es ist das Bild, auf dem der Kuchen gerade angeschnitten wird) :D

Maronen-Gugelhupf mit Rose

Maronen-Gugelhupf mit Rosé

Dauer: 15 Minuten + 40 Minuten Backzeit

Hilfreich: Gugelhupf-Backform

  • 3 Eier
  • 180 g Zucker
  • 140 g Sonnenblumenkernöl
  • 175 g Rosé Wein
  • 1/2 TL Zimt
  • 130 g Kastanienmehl
  • 100 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • Puderzucker

Eier mit Zucker schaumig schlagen. Anschließend die restlichen Zutaten bis auf den Puderzucker dazu geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in eine Gugelhupf-Form füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Den Kuchen in der Form auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Maronen-Gugelhupf mit Rose

Saisonale Unabhängigkeit oder Mohn-Törtchen mit Pflaume und Zimt-Mousse

Mohn-Törtchen mit Pflaume und Zimt-Mousse

An alle, die sich bereits gefreut haben, dass meine Pflaumen-Obsession gezwungenermaßen durch das saisonale Angebot an Pflaumen in Supermarkt ein Ende gefunden hat: Es tut mir aufrichtig leid! Denn hier habe ich trotzdem NOCH ein Pflaumenrezept :D Pflaumenmus gibt es ja zum Glück das ganze Jahr über zu kaufen :)
An alle, die genau so traurig sind wie ich, dass es keine frischen Pflaumen mehr gibt: Es gibt gute Neuigkeiten – Pflaumenmus, was man in kleine, saftige, flaumige Mohnküchlein verpackt und mit einem cremigen Zimt-Mousse zudeckt, tröstet einen etwas darüber hinweg, dass man das Pflaumenmus nicht selbst gekocht hat :) Und ganz vielleicht gehört ihr ja sogar zu den Glücklichen, die immer noch auf einen Vorrat an selbst eingekochten Pflaumenmus zurück greifen können. Damit funktioniert das Rezept natürlich auch ;-)

Mohn-Törtchen mit Pflaume und Zimt-Mousse

Dauer: 45 Minuten + 20 Minuten Backzeit

Menge: 8 Törtchen

Hilfreich: Runde Backform mit 20 cm Durchmesser, runder Ausstecher mit 5 cm Durchmesser, Bällchen-Ausstecher, Spritzbeutel mit sternförmiger Spritztülle

Mohnkuchen

  • 100 g weiche Butter
  • 40 g Puderzucker
  • 3 Eier
  • 50 g Zucker
  • 35 g Mehl
  • 60 g gemahlener Mohn
  • 30 g Stärke
  • 40 ml Milch
  • 60 g geschälte, gemahlene Mandeln

Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Die Eier trennen und die Eigelb einzeln unter die Buttermasse rühren. Mohn, Stärke, Mehl, Milch und Mandeln unter die Buttermasse rühren. Eiweiß steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Eischaum in zwei Schwüngen unter die Buttermasse heben. Den Tortenring auf ein Blech mit Backpapier stellen und den Teig einfüllen. Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen 20 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Füllung und Zimt-Mousse

  • 8 TL Pflaumenmus
  • 20 g Zucker
  • 75 g Sahne
  • 75 g Mascarpone
  • 1/2 TL Zimt

Mit dem runden Ausstecher 8 Törtchen ausstechen. Mit dem Bällchen-Ausstecher oder einem kleinen Löffel etwas Mohnkuchen aus der Mitte der Törtchen ausstechen (diese Teigreste eignen sich hervorragend um sie direkt zu essen ;-) In die Vertiefung das Pflaumenmus einfüllen.

Zucker mit Sahne, Mascarpone und Zimt steif schlagen. Das Mousse in einen Spritzbeutel mit sternförmiger Spritztülle füllen und das Mousse kreisförmig auf die Törtchen dressieren.

Mohn-Törtchen mit Pflaume und Zimt-Mousse

So richtig selbst gemacht oder Mandelpudding mit Marshmallow und Zimt

Mandelpudding mit Marshmallow

Mir ist aufgefallen, dass es hier ja gar kein Rezept für einen richtig selbstgemachten Pudding gibt – also nicht selbstgemacht im Sinne von „Ich hab von dem Sahnepudding aus dem Supermark die Sahne SELBST weg gelöffelt, weil es nur noch welche mit Sahne im Kühlregal gab, sondern selbstgemacht im Sinne von „Milch + Sahne + Zucker + Stärke + Eigelb“. Und hier merkt ihr vielleicht schon, warum die einzige, logische Konsequenz, die sich aus diesen Zutaten ergibt, nur eins sein kann: Marshmallow!!! :) Jippie :) Denn wir wollen das übrige Eiweiß ja nicht verkommen lassen, oder? :) Ganz zufällig schmeckt der Pudding mit so einem abgeflammten Marshmallow-Häubchen gleich doppelt so gut!

Falls ihr den Pudding ohne Marshmallow zubereiten möchtet – hiermit rate ich allerdings DRINGEND davon ab, denn der Marshmallow katapultiert den Pudding geschmacklich und optisch nochmal in ganz andere Höhen…sagt also nicht, ich hätte es nicht gesagt :D – dann nehmt etwas mehr Honig bzw. Zucker für den Pudding (bei der Variante mit Marshmallow ist die Kombination aus weniger süßem Pudding und sehr süßem Marshmallow genau richtig).

Mandelpudding mit Marshmallow

Mandelpudding mit Marshmallow und Zimt

Dauer: 30 Minuten

Menge: 2 Portionen

Hilfreich: Spritzbeutel mit Spritztülle, Flambierbrenner

Mandelpudding

  • 250 ml ungesüßte Mandelmilch
  • 100 ml Sahne
  • 2 1/2 gestr. EL Kokosblütenzucker oder Honig
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 Eigelb
  • 2 gestr. EL Stärke
  • 1 Msp Zimt

Die Mandelmilch zusammen mit der Sahne, dem Kokosblütenzucker, den Mandeln und dem Zimt in einen Topf geben. Eigelb und Stärke mit 2 EL der Mandelmilchmischung in einer extra Schüssel glatt rühren. Die Milch-Sahne-Mischung im Topf unter Rühren einmal aufkochen. Dann in einem dünnen Strahl unter Rühren zu der Eigelb-Mischung gießen. Alles wieder in den Topf geben und unter Rühren erneut aufkochen. Den Pudding in zwei Schüsseln geben (oder mehrere kleine Gläschen) und abkühlen lassen

Marshmallow

  • 1 frisches Eiweiß
  • 60 g Zucker

Für den Baiser Eiweiß mit dem Zucker in einer Metallschüssel über einem Wasserbad steif schlagen (die Schüssel sollte allerdings nicht das Wasser berühren, sondern vom heißen Wasserdampf erwärmt werden). Wenn das Eiweiß sehr steif ist und leicht glänzt und warm ist, vom Wasserdampf nehmen und weiter schlagen, bis es abgekühlt ist. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit Spritztülle füllen und Tupfen auf den Mandelpudding spritzen. Mit dem Flambierbrenner leicht abflammen.

Mandelpudding mit Marshmallow