Kaffee-Momente oder Aprikosen-Walnuss-Cantuccini mit Tonkabohne

Aprikosen-Walnuss-Cantuccini mit Tonkabohne

Kaffee ist für mich nicht nur irgendein Getränk was wach macht. Kaffee ist für mich irgendwie ein Lebensgefühl. Ein kleiner, persönlicher Wellness-Moment, in dem man sich etwas Gutes tut :) Einfach mal im Tag inne halten, lächeln und sich still über die Tasse flüssiges Glück freuen. Noch größer ist meine Freude natürlich, wenn neben der Tasse noch ein kleiner Keks liegt! Also ran an den Ofen, denn ich wollte mir Aprikosen-Walnuss-Cantuccini mit Tonkabohne backen. Und da ist folgendes passiert:
Als die Kekse im Ofen vor sich hin gebacken haben, da hat es so UMWERFEND lecker in der ganzen Wohnung gerochen. Und dieser Geruch verkörpert einfach total das Kaffee-Moment-Gefühl :D Süß, vanillig und einfach nur yummy! Wenn Gerüche reden könnten, dann würde dieser mit ganz ruhiger Stimme säuseln: „Egal was, aber alles wird gut und jetzt entspann Dich einfach mal. Ich bin für Dich da.“ Ich konnte es kaum erwarten, als die Kekse endlich fertig waren und ich den ersten probieren konnte. Sie schmecken mindestens genau so gut wie sie riechen! Vielleicht werden das sogar meine neuen Lieblingskekse….um das genauer sagen zu können, muss ich allerdings erst noch ein paar mehr probieren :D

Aprikosen-Walnuss-Cantuccini mit Tonkabohne

Dauer: 30 Minuten + 35 Minuten Backzeit

Menge: 2 Blech

  • 60 g Vollkornmehl
  • 65 g Mehl
  • 1 Ei
  • 90 g Zucker
  • 25 g Butter
  • 1 Msp. Backpulver
  • 100 g getrocknete Aprikosen
  • 70 g Walnüsse
  • 50 g gemalene Mandeln
  • 2 EL Amaretto
  • 1/4 – 1/2 fein geriebene Tonkabohne
  • 20 g weiße Schokolade

Aprikosen und Walnüsse grob hacken. Anschließend mit den restlichen Zutaten zu einen Teig verkneten. Mit feuchten Händen (sonst klebt der Teig an den Händen) eine Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen. Im Ofen bei 160°C 20 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und dann in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese wieder auf das Backblech mit der Schnittfläche nach oben legen und weitere 15 min backen (falls die Cantuccini immer noch etwas weich sind, den Ofen ausschalten und die Kekse noch etwas im Ofen lassen). Abkühlen lassen.

Die Schokolade schmelzen, in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden. Feine Schokoladenlinien auf die Kekse spritzen.

Aprikosen-Walnuss-Cantuccini mit Tonkabohne

Unnötige Paniererei oder Kokos-Torte mit Zartbitterschokolade

Kokos-Torte mit Zartbitterschokolade

Ihr kennt das sicher auch alle: Man hat eine Idee im Kopf und ist sich einfach soooo sicher, dass das in der Umsetzung mindestens, wenn nicht sogar NOCH besser werden wird. Und dann kommt die Realität und streckt einem einfach so frech die Zunge raus :D

Genau so ging es mir mit der Deko für diese Torte. In meinem Kopf stellte ich mir das nämlich so vor: Oben elegante Tupfen aus cremig aufgeschlagener Schokoladen-Ganache und außen diese Schokoladen-Mikado-Keksstäbchen. Aber weil es ja nicht nur eine Schokoladen-Torte, sondern auch eine Kokos-Torte ist, hatte ich für die Mikado-Stäbchen eine ganz „brillante“ Idee. Die wurde auch ohne weitere Überprüfungen DIREKT umgesetzt (ihr merkt schon, hier könnte der Fehler liegen :D). Also habe ich 4 Päckchen Mikado-Stäbchen voller Tatendrang ausgepackt, von jedem Stäbchen den Teil ohne Schokolade mit Honig eingepinselt und in Kokosflocken gewälzt. So würde man gleich an der Deko sehen, dass auch Kokos mit in der Torte ist – toll, oder?

Als ich mit allen Stäbchen fertig war, habe ich dann mal ein Stäbchen an die Torte gehalten und da ist dann der Groschen gefallen. Die Stäbchen sind viel zu hoch für die Torte und das sieht nicht ganz so toll aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Also eher das Gegenteil von brillant :D Somit folgte dann der nächste, leider ungeplante Arbeitsschritt: Den Teil von den Mikados, der mit Kokos paniert ist, abschneiden. Die Mikados umdrehen und die andere Seite abschneiden wollte ich nicht, da der Kokos-Keks-Teil wahrscheinlich an der Torte aufweichen würde…

Und ja, das hätte man vermeiden können, wenn man vor der ganzen Paniererei mal ein Mikado an die Torte gehalten hätte :D Aber vielleicht zahlt sich meine Mikado-Panier-Technik bei einem anderen Rezept wieder aus :D Ich glaube ganz fest dran und genieße jetzt noch ein Stückchen Torte zusammen mit einer großen Tasse Kaffee. Ein bisschen Schmunzeln muss ich jetzt schon, denn ansehen tut man der Torte die ganze unnötige Paniererei ja nicht :)

Kokos-Torte mit Zartbitterschokolade

Dauer: 1 Stunde 45 Minuten + 12 Minuten Backzeit + 1 Nacht zum Kühlen

Hilfreich: Tortenring mit 21 cm Durchmesser, Schritzbeutel mit sternförmiger Spritztülle

Schokoladen-Boden

  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  • 65 g Kakao-Pulver
  • 250 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 240 g Milch

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Die Eier trennen. Eigelb unter die Buttermasse rühren. Anschließend Mehl, Kakao-Pulver, Backpulver und Milch unterrühren. Das Eiweiß in einer extra Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Zunächst die Hälfte des Eischnees unter den Schokoladenteig unterheben, dann die andere Hälfte. Je ein Drittel des Teiges in einen Tortenring füllen und bei 180 °C 12 Minuten im Ofen backen (wenn man drei Tortenringe hat, können alle auf einmal gebacken werden oder bei einem Ring man backt die Böden einfach nacheinander). Abkühlen lassen.

Kokos-Mousse

  • 6 Blatt Gelatine
  • 150 g Milch
  • 25 g Speisestärke
  • 160 g Crème Fraîche
  • 120 g Zucker
  • 100 g Kokosraspel
  • 250 g Sahne

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Die Stärke mit 3 EL Milch glatt rühren. Die restliche Milch zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen. Die Stärke unter Rühren dazu gießen. Erneut aufkochen. Vom Herd nehmen und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Dann Crème Fraîche und die Kokosflocken unterrühren. Abkühlen lassen. Sahne steif schlagen und unterheben.

Den ersten Schokoladen-Boden auf eine Tortenplatte legen und den Tortenring darum schließen. Die Hälfte der Kokos-Mousse auf dem Boden verteilen und dann den zweiten Boden darauf legen. Leicht andrücken. Dann das restliche Mousse darauf verteilen und mit dem letzten Boden abschließen. Ebenfalls leicht andrücken. Die Torte über Nacht fest werden lassen.

Zartbitter-Ganache und Dekoration

  • 250 g Sahne
  • 220 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 25 g Zuckerrüben-Sirup
  • 4 Päckchen Mikado-Stäbchen (lange, dünne Kekse mit Zartbitterschokoladen-Überzug)
  • Weiße Zuckerperlen (oder Kokosraspel)

Die Sahne mit dem Sirup aufkochen. Vom Herd nehmen und die Schokolade dazu geben. Kurz stehen lassen und anschließend glatt rühren. Abkühlen lassen. Wenn die Ganache nur noch etwas warm ist, für ca. 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Zwischendurch immer wieder umrühren. In dieser Zeit die Mikado-Stäbchen zuschneiden. Dafür den Teil, der nicht mit Schokolade überzogen ist, abschneiden. Hier entweder alle gleich lang oder absichtlich unterschiedlich lang abschneiden. Die Tortenring mit einem Messer von der Torte lösen.

Wenn die Ganache abgekühlt ist und beginnt fest zu werden, mit einem Handrührer oder der Küchenmaschine wie Sahne aufschlagen (die Ganache sollte heller, luftiger und fester werden). Zunächst den Rand der Torte dünn mit Ganache einstreichen. Dann die Mikado-Stäbchen mit der Schnittfläche nach unten an den Rand der Torte drücken.

Die restliche Ganache in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Oben auf der Torte Schokoladen-Tuffs spritzen und mit Zuckerperlen oder Kokosraspel bestreuen.

Kokos-Torte mit Zartbitterschokolade

Einfach mal ausprobieren oder Ziegenkäse-Küchlein mit Kirschen und karamellisiertem Salbei

Ziegenkäse-Küchlein mit Kirschen und karamellisiertem Salbei

Lasst euch hier heute mal nicht vom Ziegenkäse und dem Salbei abschrecken, sondern lest erstmal in Ruhe alles fertig ;-) Macht einfach mal eure Augen zu und stellt euch Folgendes vor (also erst lesen, merken und dann Augen zu :D) – eins nach dem anderen. Fangen wir mit einen schönen, cremigen und sehr frischen Käsekuchen an. Das ist erstmal einfach, oder? Dazu ein paar saftige Kirschen. Etwas Cremiges und Fruchtiges ist definitiv schon mal eine leckere Kombination.
Jetzt zum Salbei. Wenn man einfach mal so ein Blättchen isst, schmeckt das ja nicht soooooo toll. Der Trick ist hier die Blättchen mit Zucker und Butter in einer Pfanne zu karamellisieren. Das ändert nämlich einfach ALLES. Im Handumdrehen habt ihr super knusprige Blättchen, mit einem ganz, ganz leicht herben Geschmack. Der etwas komische, viel zu kräuterige Geschmack ist einfach weg :-) So werden sicher auch irgendwie Salbei-Bonbons hergestellt…die schmecken ja auch lecker :) Diese knusprigen, ganz leicht herben Blättchen sind der perfekte Kontrast zu cremig und fruchtig.

Die letzte, fehlende Komponente ist jetzt nur noch der Ziegenfrischkäse. Ich dachte mir, dass Kirschen und Ziegenfrischkäse ja auch gut zusammen schmecken und generell ist Obst und Käse ja eine wirklich tolle Kombination. Dann noch mit dem karamellisierten Salbei, das passt auch gut. Also habe ich kurzerhand den Ziegenfrischkäse im Käsekuchen untergebracht und es hat funktioniert! Herausgekommen ist ein Käsekuchen mit einem ganz feinen Geschmack :) Dazu dann die Kirschen und dann auch noch der Salbei – LECKER!

Ich hoffe ich konnte euch überzeugen und ihr probiert das Rezept einfach mal aus, denn es lohnt sich! Ich schwöre es bei meinem Kaffee :D

Ziegenkäse-Küchlein mit Kirschen und karamellisiertem Salbei

Dauer: 45 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Menge: 20 kleine Küchlein

Hilfreich: Backform für kleine Muffins

Ziegenkäse-Küchlein mit Kirschen

  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 35 g Crème Fraîche
  • 150 g Magerquark
  • 1 Eier
  • 45 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 10 entsteinte, halbierte Kirschen

Ziegenfrischkäse, Crème Fraîche, Quark, Stärke und Zucker verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Anschließend die Eier und die flüssige Butter einrühren. Den Teig auf eine Backform für kleine Muffins verteilen und jeweils eine halbe Kirsche auf den Teig setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

Karamellisierter Salbei

  • 20 kleine oder 10 große, halbierte Salbei-Blättchen
  • 1/2 EL Puderzucker
  • 1 1/2 EL Butter

Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Den Salbei in die Pfanne geben und mit Puderzucker bestäuben. Die Blätter einmal wenden und aus der Pfanne nehmen, wenn sie beginnen zu karamellisieren – Achtung, das geht sehr schnell! Die Blätter direkt auf die Ziegenkäse-Küchlein legen, da sie sehr klebrig und zerbrechlich sind. Die Küchlein am besten sofort servieren, dann ist der Salbei am knusprigsten :)

Ziegenkäse-Küchlein mit Kirschen und karamellisiertem Salbei

Mehlfreiheit oder Hafer-Matcha-Crêpes mit Nektarine, Minze und Joghurt

Hafer-Matcha-Crêpes mit Nektarinen, Joghurt und Minze

Beim Überfliegen des Rezeptes fällt euch sicher auf, dass es Crêpes gibt, aber nirgendwo ist eine Mengenangabe für Mehl – falls es euch nicht aufgefallen ist, ist das auch nicht schlimm :) Deswegen schreibe ich es ja hier auch nochmal :D Aber keine Sorge – das hat schon alles so seine Richtigkeit.
Denn statt Mehl gibt es Hafer! Wichtig ist allerdings, dass der Hafer gemahlen wird. Sonst kann ich keine Garantie geben, dass die Crêpes vielleicht doch nichts werden… Zusammen mit dem Matcha ergeben das jedenfalls wunderbar samtige, grüne Crêpes, die richtig, richtig fein schmecken :) NOCH besser schmecken sie dann, wenn man sie noch mit Joghurt, Minze und Nektarinen füllt. Passt zum Kaffee oder auch als Frühstück und eigentlich auch zu jeder anderen Tages- oder Nachtzeit, würde ich behaupten! :)

Ach ja…mit dem eingesparten Mehl kann man übrigens ganz prima noch einen Kuchen backen :)

Hafer-Matcha-Crêpes mit Nektarine, Minze und Joghurt

Dauer: 40 Minuten

Menge: 7 Stück

Hilfreich: Crêpes-Pfanne, Standmixer

Hafer-Matcha-Crêpes

  • 120 g Haferflocken (oder Hafermehl)
  • 2 TL Matcha-Pulver
  • 3 Eier
  • 200 ml Milch
  • neutrales Öl zum Braten

Die Haferflocken im Standmixer sehr fein mahlen, sodass ein Mehl entsteht. Zusammen mit den restlichen Zutaten glatt rühren und 10 Minuten stehen lassen.

In einer Crêpes-Pfanne etwas Öl erhitzen. Etwas Teig in die Pfanne geben und am besten mit einem kleine Holzschaber verteilen. Einmal wenden, sodass der Crêpe von beiden Seiten leicht braun ist. Auf diese Weise nach und nach 7 Crêpes ausbacken. Die Crêpe auf einem Teller stapeln.

Füllung

  • 3-4 große Nektarinen
  • 1/2 Zitrone
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 100 g Joghurt
  • 3-4 TL Honig (je nachdem wie süß man es gerne hätte)
  • 3 Zweige Minze

Die Nektarinen waschen und dünne Spalten vom Kern abschneiden. Die halbe Zitrone auspressen und den Saft mit den Nektarinen mischen. Minze fein hacken. Griechischer Joghurt mit dem anderen Joghurt, Honig und der Minze verrühren.

Auf den Crêpes etwas Joghurt und Nektarinen verteilen und zwei mal zusammen klappen.

Hafer-Matcha-Crêpes mit Nektarinen, Joghurt und Minze