Improvisationskünste oder Knuspermüsli mit Kürbiskernen und Aprikosen

Knuspermüsli mit Aprikose und Kürbiskernen

Hättet ihr erkannt, dass das eigentlich Müsliriegel werden sollten? Als ich den bröseligen Müsli-Block in kleine Riegel schneiden wollte, hab ich das leider auch nicht mehr erkannt :D Denn die Müslimasse hat doch nicht gaaaaanz so gut zusammen gehalten, wie ich mir das gewünscht hätte…noch nicht mal ansatzweise, denn es ist einfach alles zerbröselt. Allerdings war mir nach dem ersten Probierhappen von der krümeligen Misere (dem dann kurz darauf noch einige mehr Happen folgten) klar, dass das viel zu gut schmeckt um es zu verwerfen! Also ein doppeltes Hoch auf die Improvisation! Ich erhebe hier mal virtuell mein Kaffeetässchen :)  Denn aus den geplanten Müsliriegeln wurde einfach ein oberleckeres Knuspermüsli! Nix verschwendet und wenn alles gleich auf Anhieb funktioniert wie gedacht, ist es ja auch irgendwie langweilig, oder? ;-)

Knuspermüsli mit Kürbiskernen und Aprikosen

Dauer: 10 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Menge: 4 Portionen

  • 100 g gemischte Flocken oder Haferflocken
  • 65 g getrocknete Aprikosen
  • 25 g Kürbiskerne
  • 10 g flüssiges Kokosöl (falls es fest ist, kurz erhitzen)
  • 40 g Honig (wer es etwas süßer mag, nimmt etwas mehr Honig)
  • 1/2 TL Zimt
  • 30 g Mandelblättchen
  • 1 Eiweiß

Die Aprikosen fein hacken und mit den anderen Zutaten gut vermischen. Auf ein Blech mit Backpapier geben und mit einem Löffel flach drücken. Bei 150 °C im vorgeheizten Ofen backen. Mit einer Gabel den „Block“ zerteilen und weitere 15 Minuten backen. Nach je 5 Minuten das Müsli etwas umrühren, sodass es gleichmäßig braun und knusprig wird.

Abkühlen lassen und in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren.

Mir schmeckt das Knuspermüsli am besten mit einer großen Portion Joghurt . Dafür natürlich eine große Portion von dem leckeren Müsli verwenden, damit die Mengenverhältnisse stimmen :D

Knuspermüsli mit Aprikose und Kürbiskernen

Doppelgepackt oder Mandel-Cookies mit Maronencreme

Mandel-Cookies mit Maronencreme

Was ist besser als ein leckerer Cookie? Zwei leckere Cookies! Und NOCH besser als zwei leckere Cookies, sind zwei leckere Cookies mit einer oberleckeren Creme. Das Sahnehäubchen ist hier dann noch ein kleiner Kaffee dazu, aber das ist irgendwie selbstverständlich, oder? ;-)
Wer es jetzt ganz konkret wissen will: Zwei Mandel-Cookies mit Maronencreme. Das sind übrigens auch noch keine Weihnachtskekse, sondern wegen der Maronencreme gehören sie definitiv in die Kategorie „Herbstgebäck“ :) Kann man also ohne weitere Bedenken sofort backen und muss sie sich auch nicht für den Keksteller zu Weihnachten aufsparen :)

Mandel-Cookies mit Maronencreme

Dauer: 30 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Menge: 25 gefüllte Cookies

Hilfreich: Runder Ausstecher mit ca. 3 cm Durchmesser, Pürierstab

Maronencreme

  • 40 g Butter
  • 200 g gegarte Maronen
  • 45 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 4 EL Sahne
  • 5 EL Milch

Die Butter in einer Pfanne erhitzen, dann Maronen und Zucker dazu geben. Alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen. Die Maronen zusammen mit Zimt, Sahne und Milch fein pürieren bis eine glatte Creme entsteht.

Mandel-Cookies

  • 65 g weiche Butter
  • 170 g Rohrzucker
  • 20 g Zucker
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • 3 1/2 EL + 4 EL Sahne
  • 280 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 100 g Mandeln

Die Mandeln grob hacken. Butter mit Rohrzucker, Zucker, Ei und Sahne schaumig schlagen, bis die Masse etwas heller wird. Dann alle restlichen Zutaten bis auf die gehackten Mandeln und 4 EL Sahne mit in die Schüssel geben und verrühren. Den Teig zwischen zwei Backpapier-Zuschnitten ausrollen. Das obere Backpapier entfernen und den Teig mit dem unteren Backpapier auf ein Blech ziehen. Die Mandeln auf dem Teig verteilen und andrücken. Eigelb mit 4 EL Sahne verrühren und den Guss mit einem Pinsel auf dem Keksteig verteilen. Bei 180°C im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. So lange der Keksteig noch heiß sind, mit einem runden Ausstecher Kreise ausstechen. Abkühlen lassen.

Auf die Hälfte der Cookies auf die Unterseite Maronencreme verteilen (entweder mit einem Löffel oder die Creme einfach in eine Plastiktüte füllen und die Spitze abschneiden) und jeweils einen anderen Cookies auf die Creme setzen und leicht andrücken.

Mandel-Cookies mit Maronencreme

Baiser, Baiser, Baiser oder Apfel-Tartelettes mit Baiser

Apfel-Tartelettes mit Baiser

Ihr habt euch doch sicher schon alle längst gefragt, was mit meiner Baiser-Marshmallow-Phase los ist, oder? Sie hat sich nur kurz ausgeruht und hat bei diesen Apfel-Tartelettes wieder voll zugeschlagen! :) Denn bei Baiser ist man ja zum Glück nicht an eine bestimmte Saison gebunden oder eine begrenzte Verfügbarkeit oder sonst irgendeine Restriktion. Baiser gibt es und geht einfach IMMER – genau so wie Kaffee :) JUHU :) Deswegen musste ein herbstliches Rezept damit her! Und viel herbstlicher als Apfel geht für mich gar nicht mehr. Außer Kürbis, das wäre noch eine Alternative…aber ohne jetzt die Spannung kaputt zu machen – mit Kürbis gibt es auch noch ein paar andere Rezepte dieses Jahr. Und tut jetzt bitte nicht total entrüstet. Ihr wisst, dass ich im Herbst nicht ohne Kürbis kann. Das war vorherzusehen :P

Apfel-Tartelettes mit Baiser

Dauer: 60 Minuten + 15 Minuten Backzeit + 30 Minuten Kochzeit

Menge: 5 Stück

Hilfreich: Tartelette-Förmchen mit 9 cm Durchmesser, Flambierbrenner

Mürbeteig-Boden

  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 120 g Vollkornmehl
  • 40 g Zucker
  • 70 g weiche Butter

Alle Zutaten mit einer Prise Salz zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig ausrollen und die Tartelette-Förmchen damit auskleiden. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 15 Minuten backen.

Apfel-Füllung

  • 3 Äpfel (sollte ca. 400 g Apfelwürfel ergeben)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 4 EL Amaretto
  • 1/2 TL Stärke

Die Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und fein würfeln. 400 g der Apfelwürfel zusammen mit dem Zitronensaft und dem Amaretto in einen Topf geben. Mit einem Deckel abdecken und bei mittlerer Hitze weich kochen. Falls zu viel Flüssigkeit verdampfen sollte, etwas Wasser dazu geben, damit die Äpfel nicht anbrennen. Wenn die Apfelwürfel weich gekocht sind, mit einer Gabel zerdrücken und die Stärke unterrühren. Einmal aufkochen lassen. Die Apfel-Füllung sollte auf jeden Fall nicht zu süß sein – kurz abschmecken und evtl. noch etwas Zitronensaft dazu geben. Zusammen mit dem Baiser passt das dann perfekt :)

Die Apfel-Füllung auf die vorgebackenen Tartelette-Böden verteilen und im Ofen 5 Minuten bei 180 °C backen. Abkühlen lassen.

Baiser

  • 1 frisches Eiweiß
  • 60 g Zucker

Für den Baiser Eiweiß mit dem Zucker in einer Metallschüssel über einem Wasserbad steif schlagen (die Schüssel sollte allerdings nicht das Wasser berühren, sondern vom heißen Wasserdampf erwärmt werden). Wenn das Eiweiß sehr steif ist und leicht glänzt und warm ist, vom Wasserdampf nehmen und weiter schlagen, bis es abgekühlt ist. Die Baisermasse mit einem Löffel auf die Tartelettes streichen. Mit dem Flambierbrenner leicht abflammen.

Apfel-Tartelettes mit Baiser

Verbesserte Transportfähigkeit oder kleine Baileys-Gugels

Kleine Baileys-Gugels

Mögt ihr Baileys auch so gerne wie ich? Und Nachtisch? Dann geht es euch vielleicht genau so wie mir – NOCH lieber wie einfach nur ein Gläschen Baileys, esse ich gerne Nachtisch oder Kuchen (zum Beispiel dieser Zupfkuchen mit Baileys) in dem Baileys drin ist! Mein absoluter Favorit in der Kombination ist Crêpe mit Baileys. Wirklich: Davon könnte ich mich NUR ernähren…wenn es dann nicht irgendwann nach mehreren Crêpes doch etwas betrunken machen würde :D Die Idee ist also leider nicht ganz alltagstauglich und vielleicht eher etwas für den Urlaub :D So ein Baileys-Crêpe-Tag :)

Der nächste Punkt ist, dass der Crêpe einfach am allerbesten ganz frisch und warm schmeckt. Vorbereiten, einpacken und zum Beispiel am nächsten Tag essen, kann man zwar, würde ich aber wirklich nicht raten. Ich denke es wird klar, dass wir hier DRINGEND eine Alternative brauchen! Und ich glaube mit diesen kleinen Baileys-Gugels habe ich sie gefunden :) Der tolle Geschmack bleibt, aber der Alkohol verfliegt durch das Backen, die kleinen Gugels schmecken zum Reinlegen und ihr könnt sie ganz einfach einpacken und überall mit hin nehmen…oder ihr esst sie wie die Crêpe doch auf, so lange sie noch warm sind :D Ach ja…ein kleiner Espresso dazu macht das Ganze nochmal leckerer :)

Kleine Baileys-Gugels

Kleine Baileys-Gugels

Dauer: 20 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Menge: 16 kleine Gugels oder Muffins

Hilfreich: Backform für kleine Gugels oder Muffins

  • 175 g weiche Butter
  • 120 g brauner Zucker
  • 80 g weißer Zucker
  • 3 Eier
  • 200 g Mehl
  • 145 g Baileys
  • 70 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Backpulver
  • 200 g dunkler Kuchenguss

Die Butter mit den beiden Zuckersorten schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren und anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig auf die Backform für kleine Gugels aufteilen. Ich habe den Teig dafür in eine Plastiktüte gefüllt, das Ende mit einem Klipp verschlossen und die Spitze abgeschnitten – so lässt sich der Teig ganz einfach in die Förmchen spritzen. Sie sollten zu ca. 2/3 gefüllt sein. Die Gugels im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 10 – 15 Minuten backen. Die Gugels sind gut, wenn ein Holzspieß, den man in den Teig steckt, ohne Teigreste wieder heraus gezogen werden kann. Abkühlen lassen.

Den Kuchenguss in einer Schüssel im warmen Wasserbad schmelzen lassen. Die Gugels aus der Form lösen und in den Guss tauchen.

Kleine Baileys-Gugels